Wildflecken

Wildflecken: Neue Impulse für den Tourismus

Viele Menschen verbinden mit Wildflecken vor allem die Bundeswehr. Damit das nicht so bleibt, erarbeitet ein Planungsbüro ein Tourismuskonzept für die Region. Die Experten setzen auf die Mithilfe der Bürger.
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In Sachen Tourismus lässt Bürgermeister Gerd Kleinhenz (hinten) lieber Experten ran: In den nächsten Monaten werden Dana Roberts und Oliver Melchert vom Planungsbüro BTE ein Tourismuskonzept für den Markt Wildflecken entwickeln. Foto: Ulrike Müller
In Sachen Tourismus lässt Bürgermeister Gerd Kleinhenz (hinten) lieber Experten ran: In den nächsten Monaten werden Dana Roberts und Oliver Melchert vom Planungsbüro BTE ein Tourismuskonzept für den Markt Wildflecken entwickeln. Foto: Ulrike Müller
Es ist ja nicht so, dass noch nichts passiert wäre. Seit Anfang Juni ziert eine Info-Tafel mit Mountainbike-Touren durch die Rhön den Platz vor dem Wildfleckener Rathaus. Das war das erste Projekt in Sa chen Tourismus, das vom Konversionsmanagement des Landkreises Bad Kissingen an gestoßen wurde. Nun folgt die Fortsetzung.

"Wildflecken steht auf drei Säulen", sagte Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW). "Dem Militär, der Industrie und dem Tourismus". Nun ist es aber so, dass viele Menschen den Ort am Fuße des Kreuzberges eher mit der Bundeswehr in Verbindung bringen als mit ihrem nächsten Urlaubsziel. Damit das nicht so bleibt, möchte der Markt das touristische Angebot ausbauen und setzt dabei auf professionelle Hilfe durch ein Planungsbüro.

Tourismus im ländlichen Raum

"Wir kennen die Region und wir schätzen sie auch", sagt Oliver Melchert von der Tourismus- und Regionalberatung BTE aus Hannover. Das Unternehmen sei seit 25 Jahren am Markt und ar beite schwerpunktmäßig im Bereich Tourismus im ländlichen Raum, erklärt Melchert. Seine Kollegin Dana Roberts er gänzt: "Wir haben schon einige Projekt in der Rhön auf den Weg gebracht, zum Beispiel die Restrukturierung der ,Arge Rhön' oder das Projektkonzept für den Kreuzberg."

Nun wollen die beiden auch für Wildflecken neue Wege finden, um die Region für Urlauber attraktiv zu machen. "Zunächst schauen wir uns an, was schon da ist", erklärt Melchert. Das sind zum Beispiel die Mountainbike-Strecken oder aber das Haus der Schwarzen Berge in Oberbach. In einem zweiten Schritt wollen die Experten dann eine Strategie entwickeln. Dabei wünschen sie sich Impulse von den Bürgern und laden deshalb zu einer Ideenwerkstatt ein. Die Vorschläge werden dann zu einem Gesamtkonzept zusammengefasst, das konkrete Handlungsmaßnahmen für die Region formuliert.

Einheimischen mit einbeziehen

Michael Pfaff, Geschäftsführer der Tourismus GmbH Bayerische Rhön, unterstützt den Vorstoß der Gemeinde Wildflecken. "Es geht auch um die Einheimischen, denn mehr Tourismus in der Region bedeutet insgesamt eine bessere Lebensqualität." Pfaff ist es ein Anliegen, dass sich möglichst viele Bürger bei der Ideenwerkstatt einbringen. "Es wäre schön, wenn sich jeder angesprochen fühlt, und eben nicht nur die Gastwirte."

Das betonen auch Cordula Kuhlmann und Matthias Endres, die als Konversionsmanager das Projekt maßgeblich mit auf den Weg gebracht haben. "Wir wollen möglichst schnell in die Umsetzung einsteigen", blickt Kuhlmann voraus. Ungefähr ein halbes Jahr solle die Findungsphase dauern, dann liege das Konzept auf dem Tisch.

Für die Gemeinde bleiben die Kosten für das neue Konzept überschaubar: Der Landkreis fördert das Projekt mit rund 18 000 Euro (90 Prozent).


Termin: Die Ideenwerkstatt fin det am Donnerstag, 27. No vember, in Oberbach statt. Los geht's um 18.30 Uhr im Haus der Schwarzen Berge.
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