Wildflecken

Wildflecken: Kleinhenz strebt nächste Amtszeit an

Spektakulär wird die Bürgermeisterwahl wohl nicht, denn der Amtsinhaber Gerd Kleinhenz (PWW) muss nicht mit Gegenkandidaten rechnen.
Artikel drucken Artikel einbetten
16 Kandidaten schickt die Liste PWW (Parteifreie Wähler Wildflecken) ins Rennen um die Plätze im Wildfleckener Marktgemeinderat,Foto: Sebastian Schmitt
16 Kandidaten schickt die Liste PWW (Parteifreie Wähler Wildflecken) ins Rennen um die Plätze im Wildfleckener Marktgemeinderat,Foto: Sebastian Schmitt
+1 Bild

Es wird diesmal voraussichtlich eine recht unspektakuläre Bürgermeisterwahl in Wildflecken. Denn mit Gegenkandidaten braucht Amtsinhaber Gerd Kleinhenz (Parteifreie Wähler Wildflecken, PWW) nicht zu rechnen. Dass der 59-jährige Oberbacher Kleinhenz noch einmal für den Wildfleckener Bürgermeistersessel kandidieren würde, war ebenfalls keine allzu große Überraschung. War es ihm doch gleich in seiner ersten Amtszeit - nach zuvor vielen Jahren harter kommunalpolitischer Auseinandersetzungen und etlichen Lagerwahlkämpfen in Wildflecken - gelungen, den Marktgemeinderat in deutlich harmonischere Gefilde zu führen und damit das jahrzehntelange zähe Wildfleckener Ringen zwischen den Christsozialen und den Sozialdemokraten doch noch ad acta zu legen und vergessen zu lassen.

Kleinhenz ist ein bodenständiger Pragmatiker und weithin respektierter Sympathieträger, weniger ein Visionär. Die sachliche, unaufgeregte Suche nach wirksamen Problemlösungen für die Marktgemeinde liegt ihm näher als strategische Masterpläne für die weit entfernte Zukunft der Region. Dass er sicher auch bei dieser Wahl auf einen ausgesprochen starken Rückhalt aus seiner Heimatgemeinde Oberbach setzen kann, ist ein offenes Geheimnis.

Ebenfalls in Insiderkreisen als recht wahrscheinlich gilt die Fortsetzung des kommunalpolitischen Dreigestirns Gerd Kleinhenz (1. Bürgermeister, PWW), Wolfgang Illek (2. Bürgermeister, PWG) und Herbert Nowak (3. Bürgermeister, CSU). Die Zusammenarbeit der drei durchaus streitbaren Kommunalpolitiker hielt sämtlichen Meinungsverschiedenheiten problemlos stand und entpuppte sich überraschend als langfristig tragfähige Lösung.

"Der Wahlerfolg vor sechs Jahren hat mich sehr bewegt", so Kleinhenz, der bei der Nominierungsversammlung auf die wichtigen Eckpunkte der Wildfleckener Kommunalpolitik in den zurückliegenden Monaten einging. Die Generalsanierung der Sinntalschule, das neue Rechenzentrum der Bundeswehr in Wildflecken, die erneuerte Wasserversorgung für den Ortsteil Oberwildflecken sowie der Rhönexpress Bahnradweg durch das Sinntal wurden näher erläutert.

Auch auf die Zukunft der Wildfleckener Abwasserentsorgung ging Kleinhenz ein. "Eine eigene Kläranlage in Oberbach wird sich wahrscheinlich als wirtschaftlichste Lösung darstellen", so Kleinhenz. "Alle Investitionen haben das Ziel, die Lebensqualität der Bürger zu erhalten oder zu verbessern. Ich möchte den eingeschlagenen Weg mit Vernunft und Augenmaß weiterführen", so Kleinhenz. Einstimmig wurde Gerd Kleinhenz von der PWW (51 Wahlberechtigte) zum Bürgermeisterkandidaten nominiert.

Wildflecken 16 Kandidaten schickt die Liste PWW (Parteifreie Wähler Wildflecken) ins Rennen um die Plätze im Wildfleckener Marktgemeinderat. Das Votum erfolgte einstimmig in der Nominierungsversammlung im Sportheim. "Die Kläranlage wird das prägende Thema für den neuen Marktgemeinderat in der kommenden Wahlperiode sein", so der amtierende Bürgermeister und Listenführer Gerd Kleinhenz (PWW). Auch zwei Trinkwasserbrunnen der Marktgemeinde seien dringend sanierungsbedürftig. "Wir müssen weiterhin darauf hinarbeiten, die ärztliche Versorgung aufrecht zu erhalten." Die rund 70 Gemeindewohnungen werden in den kommenden Jahren den Marktgemeinderat ebenfalls stark beschäftigen, so Kleinhenz. "Es wird nicht gerade einfach. Kaputtsparen ist aber nicht zielführend. Wir müssen die Gelder sinnvoll verwenden, damit die Gemeinde eine gute Zukunft hat", so Kleinhenz.

Und das ist die Liste:

1. Gerd Kleinhenz (59, amtierender Bürgermeister, Oberbach) 2. Benjamin Witke (27, Abwassermeister, Wildflecken) 3. Vanessa Müller (25, Polizistin, Oberbach) 4. Lea Neisser (Unternehmerin, Oberwildflecken) 5. Jochen Gundelach (44, Schreiner und Bestatter, Wildflecken) 6. Klaus Rest (43, Steuerfachwirt, Oberbach) 7. Markus Mathes (24, Notfallsanitäter, Wildflecken) 8. Christoph Schmitt (46, Leiter Forschung und Entwicklung, Oberbach) 9. Adrian Koczot (39, Maschinenbautechniker, Oberwildflecken) 10. Dominik Köstler (24, Elektroniker, Wildflecken) 11. Bernd Kirchner (58, Rentner, Oberbach) 12. Johannes Kaftan (35, Betriebswirt, Wildflecken) 13. Pierre Martin (25, Industriemechaniker, Oberwildflecken) 14. Hans Gehrlein (63, Heilpraktiker, Wildflecken) 15. Jörg Löber (Jahrgang 1962, Bundeswehrangehöriger i. R., Wildflecken) 16. Walter Rüttiger (63, Rentner, Oberbach) 17. Drei Ersatzkandidaten: David Kretschmann, Gabriele Rüttiger, Jan Gehrlein

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren