Römershag
Attraktiver

Visionen für Bad Brückenaus Stadtentwicklung

Ihre Denkanstöße und Visionen zur Zukunft Bad Brückenaus schilderte Katharina Heger einem größeren Personenkreis beim Stadtgespräch der Parteilosen Wählergruppe (PWG) in Römershag.
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Referentin beim PWG-Stadtgespräch war die Stadtplanerin Katharina Heger (rechts). Kurz vor der Veranstaltung besprach sie mit dem Bad Brückenauer Vereinsvorsitzenden Jonathan Kirchner (links) noch einige Details zum Ablauf des Abends. Foto: Rolf Pralle
Referentin beim PWG-Stadtgespräch war die Stadtplanerin Katharina Heger (rechts). Kurz vor der Veranstaltung besprach sie mit dem Bad Brückenauer Vereinsvorsitzenden Jonathan Kirchner (links) noch einige Details zum Ablauf des Abends. Foto: Rolf Pralle

Unter dem Titel "Gib acht, Bad Brückenau" hatte die 25-Jährige im Fach "Integrales Planen und Wohnen" eine vielbeachtete Masterarbeit vorgelegt, über die diese Zeitung bereits ausführlich berichtete. Als Basis diente der Riedenbergerin dabei das "Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept" (ISEK).

PWG-Vorsitzender Jonathan Kirchner hatte zu Beginn der Veranstaltung deutlich gemacht, dass im Mittelpunkt des Abends die Frage stehen sollte, "wie wir mit unserer Stadt umgehen". Denn entgegen der Wahrnehmung, dass nichts passiere, seien bei genauerer Betrachtung etliche Fortschritte erkennbar. "Im Bereich Gesundheit gibt es beispielsweise viele positive Dinge", so Kirchner.

Hier knüpfte auch Heger mit ihrem Referat an. Wie ein roter Faden zog sich das Stichwort Achtsamkeit durch ihre fundierten Ausführungen. Für die Belebung der Innenstadt könne sie sich beispielsweise bei den Objekten, die momentan durch Leerstand ins Auge fallen, verschiedenfarbige Themenhäuser vorstellen. Auch sollte der Aspekt "Wasser in all seinen Aggregatszuständen" wieder mehr in den Vordergrund rücken. Ein attraktives Hotel am Marktplatz würde diesen Bereich auch optisch als "Goldene Mitte" ausweisen.

Investitionsvolumen von rund drei Millionen Euro

Nach der detaillierten Darlegung der Vorschläge, die noch etliche andere interessante Ansatzpunkte beinhalteten, kam in der anschließenden Diskussion natürlich die Frage der Finanzierung solcher Maßnahmen auf. Auch hier wusste die 25-Jährige konkrete Antworten. Sie habe bei ihrem Modell ein Investitionsvolumen von rund drei Millionen Euro errechnet, das beispielsweise über eine Projekt GmbH & Co. KG realisiert werden könnte.

Breiten Raum nahm in der Gesprächsrunde die Innen- und Außendarstellung der Stadt Bad Brückenau ein mit dem Tenor, dass es ganz offensichtlich ein Kommunikationsproblem geben würde. "Es wird zwar viel gemacht, es dringt aber zu wenig nach außen durch", hieß es in einem Wortbeitrag. Das wollte die Leiterin der Tourist-Info, Karin Bauer, nicht so stehen lassen. "Wir sind sowohl modern als auch analog unterwegs", so die Expertin. Nur müssten sich die Bürger auch manchmal von sich aus kundig darüber machen, wie der aktuelle Stand ist, und was alles für Einheimische und Gäste angeboten wird. Sie und ihre Mitarbeiterinnen sowie das Personal der Stadtverwaltung seien hier jederzeit kompetente Ansprechpartner.

Familiennachmittag

Eine Fortsetzung findet die Thematik aus dem jüngsten PWG-Stadtgespräch übrigens bereits am Sonntag, 15. September, im Siebener-Park. Dort findet ab 16 Uhr ein Familiennachmittag unter dem Motto "Erzähle uns Deine Ideen für Bad Brückenau" statt.

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