Rupboden
Hochzeit

Ungewöhnliche Trucker-Hochzeit in Franken: So heiratete Lkw-Fahrer Manuel seine Angebetete

Die Trucker-Eheschließung von Manuel und Maike Hüfner in Unterfranken war etwas Besonderes - eine Traum-Hochzeit. Und daran hatte das exklusive Brautauto einen großen Anteil.
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Manuel und Maike Hüfner nach der Trauung im Cockpit ihrer Hochzeits-Zugmaschine. Anschließend ging es an der Spitze eines Konvois zum Feiern nach Modlos. Foto: Steffen Standke
Manuel und Maike Hüfner nach der Trauung im Cockpit ihrer Hochzeits-Zugmaschine. Anschließend ging es an der Spitze eines Konvois zum Feiern nach Modlos. Foto: Steffen Standke
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Trucker-Hochzeit in Franken: Dass im Staatsbad an diesem Samstagmittag etwas anders ist, fällt sofort auf. Sämtliche Straßenränder rund um Fahrradmuseum und Café M. sind zugeparkt - von grünen Lkw-Zugmaschinen. Drumherum stehen Menschen und warten. Der Grund: die Eheschließung von Manuel und Maike Hüfner in der evangelischen Christuskirche - eine echte Truckerhochzeit.

"There ist only one" (Es kann nur eine geben) steht vorn an der prächtig geschmückten, blitzblank geputzten Fahrerkabine von Manuel Hüfners Laster. Der Spruch kann doppeldeutig gelesen werden. Einerseits in Bezug auf seine Frau Maike, mit der er gerade in der Kirche den Bund fürs Leben schließt. Andererseits dürfte die wegen ihrer Airbrush-Bemalung auffällige Zugmaschine gemeint sein - das Brautauto. Dass dafür kein anderer Wagen infrage kommt, "war von Anfang an klar", sagt Maike Hüfner nach der Trauung. "Sie hat uns die ganze Beziehung lang begleitet."

Trucker Manuel (32) - ein leidenschaftlicher Fernfahrer

In der Tat angelte sich die Braut einen leidenschaftlichen Fernfahrer. Schon mit acht Jahren schaute der kleine Manuel bei der Spedition Bohn in seinem Heimatort Rupboden vorbei, berichtet Seniorchefin Elke Bohn. "Er ist dann oft im Lkw mitgefahren."

Kein Wunder, dass der heute 32-Jährige bald selbst ins Fernfahrergeschäft einstieg. Seit 13 Jahren gehört er der Spedition Bohn an, hat dort auch gelernt. Jeder Fahrer hat dort seinen eigenen Lkw. Den darf - außer dem Chef - nur er selbst lenken. Truckerhochzeiten stellen in dem Logistik-Unternehmen nichts Ungewöhnliches dar. Auch Elke Bohns Söhne heirateten auf diese Art und Weise, aber nicht im Staatsbad. Einmal fuhren 30 Zugmaschinen im Konvoi mit.

Lenkrad in der Kirche: Pfarrerin greift zu ungewöhnlichem Mittel in Trau-Predigt

Auch für die Zeitlofser Pfarrerin Barbara Weichert bedeutet die Hochzeit der Hüfners nichts gänzlich Unbekanntes. In Geroda traute sie mal Feuerwehrleute. In ihrer Predigt in der Christuskirche bezog sie den beruflichen Hintergrund Manuel Hüfners mit ein. Ihr Hilfsmittel: ein echtes Lenkrad. Weichert berichtete davon, dass es zwar dazu da sei, um den schweren Laster auf der Straße zu halten. Doch vieles im Leben habe der Mensch nicht in der Hand. Manchmal greife Gott ins Lenkrad. So vielleicht, als sich Manuel und Maike in einer Disco kennenlernten. Der Bräutigam zum Beispiel habe an jenem Abend gar nicht mehr ausgehen wollen.

Neben der Trauung wurde auch Paulina getauft, die Tochter des Ehepaares. Laut Elke Bohn kommt Manuel Hüfner jeden Samstag mit der noch nicht einmal Einjährigen in der Spedition vorbei - zum Lkw-Schauen. Ob Paulina auch mal Fernfahrerin wird?

Lautstarke Fahrt zur Feier

Mit einem ohrenbetäubenden Hupkonzert verabschiedet sich der Hochzeits-Konvoi aus dem Staatsbad, der Airbrush-Truck voran. Über den Hammelburger Berg und die Dreistelz-Siedlung führt die Route nach Modlos, wo zünftig gefeiert wird. "Schade, dass die Straße zwischen Wernarz und Rupboden gesperrt ist", sagt Maike Hüfner, "sonst wären wir noch bei der Spedition vorbeigefahren."

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