Bad Brückenau

Stromtrassen-Bürgerinitiativen tragen Bedenken in München vor

Staatsministerin Ilse Aigner (CSU) hatte alle aktiven Bürger aus den Bürgerinitiativen (BI) in Bayern zum Thema Energieversorgung ins Ministerium nach München eingeladen. Mit je einem Vertreter der BI´s von Bad Brückenau, Schondra, Elfershausen, Wasserlosen und RhönLink mit 16 Bürgermeistern waren die betroffenen Regionen entlang der geplanten Höchstspannungs-Stromleitung Südlink anwesend.
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Die vier BI´s "Nein zur Stromtrasse entlang der A7" im Gespräch mit Staatsministerin Ilse Aigner (2. von rechts) in München. Von links: Jens Wörner (Wasserlosen), Petra Vogler (Schondra), Jakob Euba (Bad Brückenau) und Markus Stockmann (Elfershausen).  Foto: Bürgerinitiative
Die vier BI´s "Nein zur Stromtrasse entlang der A7" im Gespräch mit Staatsministerin Ilse Aigner (2. von rechts) in München. Von links: Jens Wörner (Wasserlosen), Petra Vogler (Schondra), Jakob Euba (Bad Brückenau) und Markus Stockmann (Elfershausen). Foto: Bürgerinitiative
Nach den Worten Aigners sollen die engagierten Bürger den gleichen Kenntnisstand aus dem Energiedialog erhalten, welcher am 2. Februar 2015 endet. Zusätzlich kann jeder Bürger sich persönlich mit seinen Vorschlägen auf der Homepage des Ministeriums einbringen.

Die Wortbeiträge der BI´s waren in zwei Bereiche verteilt. Ein Bereich war der Ausbau der Windenergie südlich von Unterfranken und der andere Bereich die Nichtbefürworter der geplanten Stromtrassen durch Bayern.
Mottens Bürgermeister Jochen Vogel (CSU), Vorsitzender. von Rhönlink, erklärte die Einmaligkeit des Unesco-Biosphärenreservates Rhön mit den Kernzonen und den Gesundheitsregionen im Landkreis Bad Kissingen. Der lang erkämpfte Status werde gefährdet durch Südlink. Er sähe sich sonst gezwungen, bei dem Festakt zur Erweiterung des Biosphärenreservates an sein Sektglas eine schwarze Trauerschleife anzubringen.
Der Bürgermeister von Bad Bocklet, Wolfgang Back (CSU), machte klar, dass die geplante Stromtrasse eine Gefährdung für die vier Bädergemeinden in der Rhön sei. Die Menschen bräuchten eine Gesundheitsregion als Ausgleich zum Arbeitsalltag und keine Monstertrassen.

Waldemar Bug (ÖDP), Bürgermeister der Marktgemeinde Burkardroth, appellierte an die Ministerin, die Energiewende nicht zu kurzfristig auf Strom, sondern allumfassend zu betrachten. Hier sollte bei allen Energieträgern am Verbrauch eingespart werden und zusätzlich der Nutzungsgrad durch neue Techniken optimiert werden. Jede Gemeinde sollte die Stromversorgung wie beim Wasser selbst in die Hand nehmen und dafür aufkommen. Achim Zerres, Vertreter der Bundesnetzagentur, erklärte, dass die Prüfung der Antragsunterlagen von den Netzbetreibern bis Februar oder März 2015 andauern könnte. Danach können sich die Bürger zum Ergebnis äußern. Ab Juli, August 2015 falle die Entscheidung über den Verlauf der Stromtrassen.
Die vier Bürgerinitiativen aus der Rhön konnten in einem persönlichen Gespräch mit der Staatsministerin ihre Bedenken gegen Südlink vortragen und sprachen eine Einladung zum Bürgerdialog vor Ort in Bad Brückenau aus. red




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