Bad Brückenau
Gedenken

Stolpersteine erinnern ans Schicksal von Bad Brückenauer Juden

In der zweiten Marge wird unter anderem an Hermine Kahn und ihre Tochter Irma gedacht
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Der Kölner Künstler Gunter Demning hat in Bad Brückenau bereits Stolpersteine verlegt. Foto: Archiv/Schlereth
Der Kölner Künstler Gunter Demning hat in Bad Brückenau bereits Stolpersteine verlegt. Foto: Archiv/Schlereth

Zum zweiten Mal werden am 4. Juli in Bad Brückenau Stolpersteine verlegt. Dazu lädt die Stadt Bad Brückenau alle Bürger ein.

Nach der Verlegung von acht Stolpersteinen im Frühjahr 2018 gab es schnell Interesse von Privatpersonen, als Paten weitere Steine zu stiften, und so begannen ab Ende 2018 die Vorbereitungen für eine zweite Runde.

Dazu hatte sich der Arbeitskreis Stolpersteine gegründet, ein Zusammenschluss des Franz-Miltenberger-Gymnasiums, des städtischen Kulturbüros sowie Privatpersonen. Unter Federführung von Gymnasiallehrer Dirk Hönerlage, der mit seinem damaligen P-Seminar die erste Verlegung initiiert hatte, wurden acht weitere Schicksale von Brückenauer Juden, die unter dem Terror des Nationalsozialismus ums Leben kamen, recherchiert und die zweite Verlegung vorbereitet.

Die Verlegung beginnt um 14.30 in der Kissinger Straße 11, wo dem Schicksal von Hermine Kahn und ihrer Tochter Irma gedacht wird. Im Anschluss wird vor der Ludwigstraße 31 dem Schicksal von Karoline Tannenwald gedacht.

Als dritter Ort des Gedenkens fungiert die Ludwigstraße 18, wo für die Familie Fröhlich, bestehend aus Selma, Ferdinand und deren Sohn Herbert David, Stolpersteine verlegt werden. Im Anschluss steht ein Bus für den Transfer ins Staatsbad bereit. Dort wird in der Wernarzer Straße 7 den ehemaligen Hotelbesitzern Sara und Josef Kaufmann gedacht. Die Steine werden Gunter Demnig, dem initiierenden Künstler hinter den Stolpersteinen, selbst verlegt. Nach Abschluss der Verlegung sind alle Teilnehmenden zu einem Empfang ins Café Carpe Diem und dem angrenzenden Sonnenplateau im Staatsbad eingeladen.

Weitere Informationen beim Kulturbüro, Tel. 09741 / 804 55, oder unter kulturbuero@bad-brueckenau.de

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