Haselbach
Skisport

Skischanze bekommt Strom

Die Kreuzbergschanzen werden auch im Sommer genutzt. Jetzt bekommen die Schanzen auch Elektrifizierung und die wird sogar als Leader-Projekt aus EU-Mitteln bezuschusst.
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Die Kreuzbergschanzen sollen mit  Strom versorgt werden. Die  Leader-Förderung aus EU-Mitteln wurde bereits genehmigt. Foto: Marion Eckert
Die Kreuzbergschanzen sollen mit  Strom versorgt werden. Die Leader-Förderung aus EU-Mitteln wurde bereits genehmigt. Foto: Marion Eckert
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Im Jahre 1998 wurden die neuen Kreuzbergschanzen eingeweiht. Seither wurden sie immer wieder erweitert und kontinuierlich in Stand gehalten. Sie ermöglichen den "Rhönadlern" Skisprung auf einer modernen Anlage. Durch die Belegung mit Matten und die unsichere Schneelage im Winter ist das Skispringen zu einer Sommersportart geworden, herrschen doch in Haselbach beste Trainings- und Wettkampfbedingungen. Viele Verbesserungen wurden in den vergangenen Jahren erzielt, anfangen von einer kleinen "Schanze" für den Nachwuchs über besser Aufstiegshilfen zu den höher gelegenen Schanzentischen der K50, K30 und K16. Im vorigen Jahr wurden die Container in den hinteren Bereich versetzt, die zur Lagerung, als Umkleide und Aufenthaltsraum dienen. Nun soll die Schanze mit Strom versorgt werden. Das neueste Projekt der Elektrifizierung stellte der Vorsitzende des Rad- und Wintersportverein (RWV) Haselbach in der Jahreshauptversammlung vor. Demzufolge werde es als Leader-Projekt aus EU-Mitteln mit einem 60 prozentigen Zuschuss gefördert. Die Gesamtkosten werden auf 360 000 Euro geschätzt. Die restlichen Kosten teilen sich der Landkreis Rhön-Grabfeld und die Stadt Bischofsheim. Von den beteiligten Vereinen, dem RWV Haselbach und dem Wintersportverein (WSV) Oberweißenbrunn werde je ein Eigenanteil von fünf Prozent erwartet. Noch sei aber kein Beschluss hierzu gefällt, abschließende Gespräche stehen noch aus. Bürgermeister Georg Seiffert bestätigte das Vorhaben. Zunächst sei es in der Konzeption darum gegangen, die nötigen Leader-Fördermittel zu bekommen. Nachdem diese Zustimmung vorliege, gehe es jetzt darum, ein Detail-Konzept mit dem Regionalmanagement sowie mit den Akteuren und Verantwortlichen vor Ort zu erstellen, dazu zählen natürlich auch Schanzenwart Hans Beck sowie Skisprungtrainer Maximilian Lange. "Es geht darum die Schanzen zukunftsfähig zu machen", sagte Seiffert. Der Skisprung sei für Bischofsheim und die ganze Region eine Alleinstellungsmerkmal, das es zu sichern und zu erhalten gelte. Das Skispringen am Kreuzberg gab es schon in den frühen 30er Jahren. Damals wurde die erste Skisprungschanze am Kreuzberg erbaut und nach dem Krieg, in den fünfziger Jahren, durch eine - für die damalige Zeit hochmoderne, auch national anerkannte Sprungschanze - abgelöst. Über eine lange Zeit wurden hier viele Wettbewerbe ausgetragen. Die ersten Bayerischen Meisterschaften in der nordischen Kombination im Jahre 1955, 1963 folgte die zweite Bayerische Meisterschaft. 1992 musste der Betrieb wegen technischer Mängel der Schanzen eingestellt werden. Die damalige Anlage verfiel, bis sie der Landkreis Rhön-Grabfeld durch den Bau der heutigen Anlage mit den kritischen Punkten bei 16, 30 und 50 Metern aus dem Dornröschendasein erweckte. Am 25. Oktober 1998 erfolgten die Einweihungsfeierlichkeiten. Jedes Jahr wird im September um den Kloster-Kreuzberg-Pokal gesprungen, die bayerischen Schüler suchen auch regelmäßig ihre Besten.

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