Schondra
Marktgemeinderat

Schondras Räte diskutieren über Verkehrsführung

Überlegungen der Gemeinde Oberleichtersbach, die Kreisstraße durch Breitenbach und Mitgenfeld vom Landkreis zu übernehmen, beschäftigten Schondras Marktgemeinderäte.
Artikel drucken Artikel einbetten
In Schondras Marktgemeinderat wurden Überlegungen der Gemeinde Oberleichtersbach diskutiert, die die Kreisstraße durch Breitenbach (oberer linker Bildrand) und Mitgenfeld (davor) vom Landkreis übernehmen will. Im Vordergrund die Autobahn A7.  Archivfoto: Klaus Leidorf/Bund Naturschutz
In Schondras Marktgemeinderat wurden Überlegungen der Gemeinde Oberleichtersbach diskutiert, die die Kreisstraße durch Breitenbach (oberer linker Bildrand) und Mitgenfeld (davor) vom Landkreis übernehmen will. Im Vordergrund die Autobahn A7. Archivfoto: Klaus Leidorf/Bund Naturschutz

Breiten Raum in der letzten Sitzung von Schondras Marktgemeinderat nahmen die Überlegungen der Gemeinde Oberleichtersbach ein, die die Kreisstraße durch Breitenbach und Mitgenfeld vom Landkreis übernehmen will. Anlass ist die mögliche Verkehrsberuhigung, wobei der Verkehr dann über Unterleichtersbach und Einraffshof zur Autobahn geführt werden soll.

Hauptargument gegen diese Überlegungen war der unbefriedigende Ausbauzustand der Staatsstraße zwischen Einraffshof und dem Anwesen Wolf; obwohl die Grundstücksfrage dort geklärt ist, ist der Staat seit Jahren dort untätig. Auch die einspurige Unterführung der Autobahn sowie die im Winter problematische Steigung im Industriegebiet Schildeck II spricht nach Ansicht der Ratsmitglieder gegen eine solche Planung.

Wie Bürgermeister Bernold Martin (CSU) darlegte, hätte die Übergabe der Umgehungsstraße von Einraffshof zur Autobahn an den Landkreis für die Gemeinde finanzielle Vorteile, die für die nächsten 30 Jahre 50 000 Euro/Jahr betragen. Die Räte waren aber der Ansicht, dass die Belastung für die Bevölkerung in Einraffshof eine Zustimmung zur Abgabe der Umgehungsstraße zum derzeitigen Zeitpunkt nicht möglich macht und lehnten das Vorhaben mit acht zu zwei Stimmen ab.

Zum Umgang mit Wasser im Markt Schondra hat Jürgen Hüfner verschiedene Vorschläge gemacht. So regte er die Versickerung von Oberflächenwasser im Bereich der Tiefbohrungen und die Einrichtung von Wasserentnahmestellen für die Ortsbürger an. Das Gremium begrüßte ausdrücklich die Überlegungen verwies aber auf entsprechende Stellungsnahmen des Wasserwirtschaftsamtes, wonach solche Versickerungsstellen nicht eingerichtet werden können; neue Entnahmestellen werden von Seiten des Marktes geprüft.

Noch nicht entschieden wurde über einen Antrag, der eine Einbahnstraßenregelung für die Ortsstraße "Am Kreßberg" vorschlägt. Die Antragsteller verweisen auf das erhöhte Verkehrsaufkommen und auf die schwierige Abbiegesituation. Vor einer Entscheidung soll das Thema in den Bürgerversammlungen angesprochen und Rücksprache mit der Polizei genommen werden.

Nicht über Gelder verfügen

Nicht abgestimmt wurde über den Antrag von Marktgemeinderat Dominik Greifensteiner (FWG Schönderling), der eine finanzielle Ausstattung seiner Position als Jugendbeauftragter in Höhe von 1000 Euro vorsah. Dritter Bürgermeister Jürgen Metz (FWG Singenrain) wies darauf hin, dass ein Ratsmitglied nicht selbstständig über Gelder verfügen könne; er forderte in diesem Zusammenhang, dass sich der Gemeinderat Zuschussrichtlinien geben solle.

Spielplatz nicht genutzt

Marktgemeinderat Greifensteiner teilte mit, dass im Gemeindeteil Einraffshof circa 20 Kinder leben. Allerdings ist in diesem Ortsteil kein Spielplatz vorhanden. Er fragte an, ob angedacht ist, hier einen neuen Spielplatz zu errichten. Bürgermeister Martin erläuterte hierzu, dass man keine Flächen bekommen kann. Gemeinderatsmitglied Stefan Kronewald (CSU) war der Ansicht, dass ein Spielplatz in Einraffshof nicht sinnvoll ist, da der vormals vorhandene Spielplatz auch nicht genutzt wurde.

Zweite Bürgermeisterin Beatrix Lieb (FWG Schönderling) teilte mit, dass sie eine Besprechung mit der Polizei Bad Brückenau geführt habe, inwieweit man das Geschwindigkeitsanzeigegerät, das gemeinsam angeschafft wurde, nutzen kann. Bis zum heutigen Tag ist allerdings noch kein Aufstellen des Geräts erfolgt. Bürgermeister Martin erläuterte, dass die Gemeinde Oberleichtersbach ein eigenes Geschwindigkeitsanzeigegerät angeschafft habe. Es wurde festgelegt, dass auch für den Markt Schondra Angebote eingeholt werden sollen. Anschließend soll über eine mögliche Beschaffung beraten werden.

Burschen helfen

Aus den Reihen des Marktgemeinderates wurde angefragt, inwieweit sich der Burschenverein an der Erneuerung des Spielplatzes beteiligt habe. Bürgermeister Martin erläuterte, dass beim Aufstellen kaum Eigenleistung möglich war. Der Burschenverein wird als nächstes die neuen Spielgeräte nochmals streichen sowie beim Errichten der Sitzgruppe und des Zauns tätig werden. Auf einem Baugrundstück in der Hummelecke wird geplant, oberflächennahes Grundwasser durch zwei Erdwärmesonden zu nutzen, die bis zu einer Tiefe von 80 Metern eingebracht werden sollen. Nach Würdigung der fachlichen Stellungnahmen des Wasserwirtschaftsamtes und des Landratsamtes erhebt der Marktgemeinderat keine Einwände.

Unterstand abgelehnt

Dagegen lehnte das Ratsgremium mit drei zu sieben Stimmen den Antrag auf Baugenehmigung zur Errichtung eines Unterstandes für zwei Pferde ab. Den Vorbescheid zu diesem Vorhaben hatte das Gremium schon zweimal mit dem Hinweis auf immissionsschutzrechtliche Bedenken abgelehnt. Der Bauservice des Landratsamtes hatte das gemeindliche Einvernehmen ersetzt und unter Auflagen das Bauvorhaben genehmigt.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren