Schondra
Jubilar

Schondras Altbürgermeister wird 70: Ein Mann der klaren Worte

Er hat lange Zeit die Geschicke des Marktes Schondra gelenkt und diverse Projekte auf den Weg gebracht. Am Sonntag, 3. Februar, feiert Altbürgermeister Karl Schneider (CSU) seinen 70. Geburtstag.
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Erst wird mit Ehefrau Doris gefrühstückt, dann widmet sich Karl Schneider ausführlich dem Studium der Tageszeitung. Schondras Altbürgermeister, der am 3. Februar seinen 70. Geburtstag feiert, beschäftigt sich auch nach seiner politischen Laufbahn intensiv mit dem kommunalen Geschehen im Landkreis. Foto: Rolf Pralle
Erst wird mit Ehefrau Doris gefrühstückt, dann widmet sich Karl Schneider ausführlich dem Studium der Tageszeitung. Schondras Altbürgermeister, der am 3. Februar seinen 70. Geburtstag feiert, beschäftigt sich auch nach seiner politischen Laufbahn intensiv mit dem kommunalen Geschehen im Landkreis. Foto: Rolf Pralle

"Als ich damals zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt wurde, habe ich mir bestimmt nicht träumen lassen, dieses Amt über zwei Jahrzehnte lang auszuüben", blickt Altbürgermeister Karl Schneider auf das Jahr 1979 zurück. Die neue Aufgabe habe ihm vom ersten Tag an großen Spaß gemacht, " auch wenn ich immer wieder etliche Stolpersteine aus dem Weg räumen musste". Aber gerade die auftretenden Hindernisse und ein gewisser Stillstand in der kommunalen Entwicklung hätten ihn regelmäßig motiviert, sich neue Ziele zu setzen.

Stets zupackender Mann

Der gelernte Schmied, der einer alteingesessenen Schondraer Familie entstammt, agierte allein schon wegen seines Berufs stets als ein zupackender Mann. Lange Diskussionen über in seinen Augen "unnötige Kleinigkeiten" waren noch nie sein Ding. Der Handschlag zählte, dann wurde Wort gehalten. Diese Einstellung behielt er auch während seiner politischen Laufbahn bei, Kompromisse waren ihm nur schwer abzuringen. Dem Jubilar ist durchaus klar, "dass das nicht allen gefallen hat". Er habe aber immer das Wohl der Gemeinde und der Bürger im Auge behalten.

Weitblick, gepaart mit Schlitzohrigkeit, sowie ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, das sind Attribute, die dem Altbürgermeister auch diejenigen Menschen bescheinigen, " die nicht unbedingt zu meinem Freundkreis gehören". Denn Schneiders Erfolge und Verdienste können sich sehen lassen. Als Basis für eine gesunde wirtschaftliche Zukunft des Marktes Schondra beschäftigte er sich schon frühzeitig mit der Schaffung entsprechender Gewerbegebiete wie beispielsweise in Schildeck, wo heute etliche prosperierende Unternehmen ihren Sitz haben. In seine Amtszeit fiel auch der Bau des neuen Rathauses und des Gemeindezentrums. Beide Projekte seien für seine Kommune einfach wichtig und notwendig gewesen, betont er immer wieder.

Doch längst nicht alles, was auf Schneiders umfangreicher Agenda stand, konnte er auch realisieren. Gerade die älteren Bürger dürften sich noch gut daran erinnern, dass auf Schondraer Gemeindegebiet seinerzeit sogar ein Verkehrslandeplatz für Kleinflugzeuge ins Gespräch gebracht worden war. Aber dieses Vorhaben, das etliche Diskussionen entfachte, die bis in den persönlichen Bereich gingen, war am Schluss doch die sprichwörtliche Nummer zu groß.

Gerne noch weitergemacht

"Ich hätte gern noch weiter gemacht, aber die Wähler haben sich damals für einen anderen Kandidaten entschieden", blickt Schneider mit einem gewissen emotionalen Abstand auf das Jahr 2002 zurück, als seine Karriere als Bürgermeister ein plötzliches Ende fand. Mittlerweile gefällt ihm die Rolle des Beobachters, was das politische Geschehen vor Ort angeht. Kein Geheimnis macht er daraus, dass er nicht immer mit allen Entwicklungen einverstanden ist. "Aber eine direkte Einmischung kommt für mich nicht mehr infrage". Auch in dieser Hinsicht zeigt er sich konsequent. Und falls es ihn "doch noch einmal juckt, ein paar passende Worte zu sagen", weiß ihn seine Ehefrau Doris durchaus zu bremsen. Schon während seiner politischen Aktivitäten war sie stets der ausgleichende Part, "wenn der Karl mal wieder übers Ziel hinausschießen wollte".

Reisen mit Vereinen und Verbänden

Heute begegnet der Altbürgermeister ehemaligen Weggefährten regelmäßig bei Reisen mit Vereinen und Verbänden, die das Ehepaar Schneider mehrmals im Jahr unternimmt. "Dann erinnern wird uns gemeinsam sowohl an die guten als auch an die schlechten Zeiten, wobei natürlich die positiven Erlebnisse im Vordergrund stehen", meint der Senior mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

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