Unterleichtersbach

Sanierungen und Umweltfrevel in Unterleichtersbach im Fokus

Im Ortsteil Unterleichtersbach wurde der Reigen der Bürgerversammlungen der Großgemeinde Oberleichtersbach fortgesetzt. Nicht nur der Bürgermeister sprach das Thema Sanierung an.
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Zahlreiche Bürger nutzten bei der Unterleichtersbacher Bürgerversammlung in der alten Schule die Gelegenheit, sich über die geleistete Arbeit des Bürgermeisters Dieter Muth und seiner Gemeinderäte zu informieren und aktuelle Probleme anzusprechen.

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr brachte Dieter Muth den Versammlungsteilnehmern wichtige Ereignisse und Projekte in Erinnerung. Neben einigen kleineren Sanierungsprojekten stand im Wesentlichen die Sanierung der Brücke an der Aspenmühle in Unterleichtersbach auf dem Programm.

Abfallsünder im Visier

Ein großes Problem für die Gemeinde stellt immer wieder das illegale Ablagern von Abfall dar. Insbesondere Unterleichtersbach falle hier immer wieder auf, aber auch andere Gemeindeteile. Dies sei kein Kavaliersdelikt und die Gemeinde werde Verstöße unnachgiebig verfolgen und ermittelte Abfallsünder auch zur Anzeige bringen. Bürgermeister Muth wies darauf hin, dass es im Landkreis genügend legale Möglichkeiten gäbe, Abfälle aller Art zu entsorgen.

Kritischer Zustand der alten Schule

In der Diskussionsrunde hatten die Bürger das Wort. Die alte Schule machte einigen Bürgern große Sorgen. Der Zustand der Kellerdecke sei sehr besorgniserregend. Aber auch die Heizungs- und Sanitäranlagen bedürften dringend einer Sanierung. Einer regte sogar einen kompletten Abriss und Neubau des Gebäudes an. Bürgermeister Muth möchte erst einmal eine Bestandsaufnahme machen und verschiedene Alternativen ausloten. Gegebenenfalls könne man auch ein Planungsbüro zu Rate ziehen. Bei einer Sanierung sei aber die Mitarbeit aller Vereine in Unterleichtersbach notwendig, um die Kosten einigermaßen im Rahmen zu halten. Vielleicht könne auch ein Beratungsgutschein im Rahmen des kommunalen Förderprogramms zur Innenentwicklung genutzt werden, so Dieter Muth. Er werde entsprechende Informationen einholen. Auch im Feuerwehrhaus gäbe es Sanierungsbedarf. Der Frostwächter sei zu alt und damit im Verbrauch viel zu teuer.

Ab 1. April wird geblitzt

Im Kassenbericht informierte Dieter Muth die Bürger über die finanzielle Situation der Gemeinde. Das größte Projekt ist aktuell die Erweiterung und Sanierung des Kindergartens für etwa 2,5 Millionen Euro. Ansonsten stehe die Gemeinde gut da und sei in allem auf dem neusten Stand. Muth wies die Bürger darauf hin, dass ab dem 1. April im gesamten Bereich der Großgemeinde, insbesondere an besonders gefährdeten Stellen, Geschwindigkeitsmessungen durch eine private Firma im Auftrag der Gemeinde durchgeführt werden. Es seien insgesamt zwölf Stunden pro Monat zu verschiedensten Zeiten vorgesehen. Die Ahndung eventueller Überschreitungen werden von der VG Bad Neustadt vorgenommen, da diese bereits Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt habe. Der Erlös aus den Busgeldern gehe nach Abzug der Kosten an die Gemeinde. Das Projekt sei zunächst auf ein Jahr beschränkt. Danach werde der Gemeinderat neu entscheiden, ob die Messungen verlängert, verkürzt oder ganz eingestellt werden können, je nach Erfolg der Maßnahme.

Dieter Muth wies darauf hin, dass bei Fundtieren zunächst der Bauhof oder er selbst verständigt werden sollte, bevor ein Tier ins Tierheim nach Gelnhausen gebracht werde. In den allermeisten Fällen könne der Besitzer im Vorfeld bereits ermittelt werden. Er wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass Hunde steuerpflichtig seien und angemeldet werden müssen.

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