Laden...
Motten
Quellensanierung

Sanierung der beiden Mottener Quellen ist abgeschlossen

In den vergangenen Wochen standen nur noch einige kleinere Restarbeiten an. Jetzt sprudelt das Wasser in Motten stärker als je zuvor.
Artikel drucken Artikel einbetten
Dank des modernen Schaltschrankes (im Vordergrund) hat Wasserwart Cosimo Portarulo (hinten rechts) auch per Internet Zugriff auf die Anlage. Beim Ortstermin erläuterte er Bürgermeister Jochen Vogel (hinten links) die Funktion einer Einstiegsluke zu den Quellen.Foto: Rolf Pralle
Dank des modernen Schaltschrankes (im Vordergrund) hat Wasserwart Cosimo Portarulo (hinten rechts) auch per Internet Zugriff auf die Anlage. Beim Ortstermin erläuterte er Bürgermeister Jochen Vogel (hinten links) die Funktion einer Einstiegsluke zu den Quellen.Foto: Rolf Pralle

Mit rund 670.000 Euro schlägt das Großprojekt Quellensanierung nach den aktuellen Berechnungen zu Buche. Von dieser Summe entfallen etwa 565.000 Euro auf die reinen Baukosten. Die restlichen 105.000 Euro, die für Planung und etliche andere Dinge ausgegeben wurden, werden unter der Rubrik Nebenkosten geführt. Beglichen werden muss der Betrag allein von der Gemeinde, Zuschüsse vom Staat gibt es nicht.

Der Startschuss für die Maßnahme fiel im Juni 2017, die Inbetriebnahme der Anlage, die nahezu komplett unter der Erde liegt, konnte bereits wieder im März des Jahres 2018 erfolgen. Damit waren die Arbeiten aber längst nicht beendet, denn auf dem Gelände am Leimerfeld gab es noch einiges zu tun. "Es war wie eine Operation am offenen Herzen", erinnerte sich Jochen Vogel am Montag anlässlich eines Ortstermins, bei dem er mit Wasserwart Cosimo Portarulo das "gelungene Werk" noch einmal ausführlich in Augenschein nahm.

Wie nach intensiver Bundeswehrübung

Während der Arbeitseinsätze mit schwerem Gerät habe es teilweise so ausgesehen wie nach einer intensiven Bundeswehrübung, beschreibt der Rathauschef die Phase, als massive Erdbewegungen zum Tagesgeschäft gehörten. Schließlich mussten nicht nur die Quellen geschützt werden. Es ging unter anderem auch darum, beispielsweise naturschutzrechtlichen Belangen Rechnung zu tragen und für die Absicherung des angrenzenden Hanges zu sorgen. "Da mussten alle Beteiligten bis zum Ende der Hauptbauarbeiten im Juni 2019 eine Fülle von Details beachten", so Vogel. Letzte Mängel wurden zwischen Oktober 2019 und Februar 2020 beseitigt.

Gras drüber gewachsen

"Wer noch das Landschaftsbild rund um die Anlage aus der Vergangenheit vor Augen hat, erkennt das Terrain hoch über dem Sportplatz heute kaum wieder", fasst Wasserwart Portarulo die neuen Eindrücke zusammen. In der Tat ist über die mehrere tausend Quadratmeter große Fläche im wahrsten Sinne des Wortes bereits wieder Gras gewachsen. Lediglich der moderne Schaltschrank auf gepflastertem Untergrund für den Quellsammelbehälter weist hier auf technisches Gerät in der freien Natur hin. Die Schächte der Einstiegsluken für die beiden Quellen ragen mit ihren Deckeln nur wenige Zentimeter aus dem Boden.

Einigkeit hatte seinerzeit bei den Beratungen im Gemeinderat schon relativ schnell darüber geherrscht, Mottens Trinkwasser in ausreichender Qualität sowie in einwandfreiem Zustand zu erhalten und zu fördern. Denn die beiden alten Quellfassungen hatten schließlich etliche Jahre auf dem Buckel. Eine war 1953 installiert worden, die andere sogar schon 1927.

Verwandte Artikel