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Radweg wird auch für Riedenberg teurer

Baumaßnahmen beim Radweg, das Rahmenkonzept für das Unesco-Biospärenreservat und der Naturpark standen auf der Agenda des Riedenberger Gemeinderats.
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Die Baumaßnahmen des Radweges auf der alten Bahntrasse beschäftigten den Riedenberger Gemeinderat. Archivfoto: Ulrike Müller
Die Baumaßnahmen des Radweges auf der alten Bahntrasse beschäftigten den Riedenberger Gemeinderat. Archivfoto: Ulrike Müller
Mit einer Fülle von Informationen hatte Riedenbergs Bürgermeister Roland Römmelt auf der jüngsten Gemeinderatssitzung in Riedenberg aufzuwarten.

Auch auf die Baumaßnahmen des künftigen Radweges ging der Gemeindechef ein. Die Gleisrückbauarbeiten der alten Bahntrasse Jossa - Wildflecken sind beendet, das ehemalige Gleisbett geebnet. Nun soll im nächsten Schritt die Asphaltierung des darauf entstehenden Radweges vonstatten gehen - allerdings zunächst nur im Bereich des Wasserschutzgebietes Bad Brückenau und Riedenberg. Wie Römmelt mitteilte, haben das günstigste Angebot die Gebr. Stolz GmbH & Co. KG mit 578.133,37 Euro abgegeben. Die ursprüngliche Kostenschätzung lag mit 404.000 Euro um 174.000 Euro niedriger. Für die Gemeinde Riedenberg bedeutet das Mehrkosten für diesen Abschnitt von zirka 6000 Euro. Ziel sei es, die Restfläche bis Juni 2018 fertig zu asphaltieren.

In Informationen über die Ausbaumaßnahmen außerhalb Riedenbergs berichtete Römmelt, dass im Bereich Oberbach-Wildflecken eine Kanaltrasse eingebracht werden soll. Außerdem habe das Staatliche Bauamt Schweinfurt dem Markt Zeitlofs mitgeteilt, dass der Radweg im Bereich Rupboden - Wernarz wegen des anstehenden Ausbaus der Staatsstraße auf einer Länge von 400 Metern verlegt werden müsste. Dies würde dazu führen, dass der Radweg nur kurzfristig asphaltiert würde und nach dem Ausbau wieder verlegt werden müsste. Dies sei dem Steuerzahler allerdings nicht zu vermitteln, betonte das Gemeindeoberhaupt. Wenn die Straßenbaumaßnahme 2018 beginnt und der Radweg damit verlegt werden kann, sei es am Staatlichen Bauamt, mit der zuschussgebenden Regierung von Unterfranken zu klären, ob der Radweg in diesem Bereich auch weiterhin bezuschusst würde.


Sehr guter Wasserzustand gefordert

Römmelt teilte dem Gemeinderat mit, dass ein Entwurf für ein neues Rahmenkonzept für das Unesco-Biospärenreservat Rhön vorliege. Hier würde für die Gewässer nicht nur ein guter, sondern sehr guter Zustand gefordert werden. Allerdings sei dies für die Sinn noch lange nicht erreicht, so der Bürgermeister. Sollten die geforderten Werte erreicht werden, müsse dies mit erheblichen Mehrkosten, beispielsweise geeigneten Kläranlagen , gemeistert werden. Dies sei allerdings nicht ohne Zuschüsse möglich.


Sachstand zum Nationalpark

Aus dem Gemeinderat wurden dem anwesenden Landrat Thomas Bold Fragen zum derzeitigen Sachstand zum Thema Nationalpark gestellt. Dieser berichtete, dass zur Zeit noch keine weiteren Informationen vorlägen, da zunächst die Gespräche mit Hessen abgewartet werden müssten. Mitgeteilt wurde bereits, dass sich das Land Hessen mit maßgeblichen Flächen in einen gemeinsamen Nationalpark einbringen würde. Damit verändere sich die Gebietskulisse maßgeblich.
Römmelt kritisierte die derzeitige Bewegungslosigkeit zu diesem Thema, das die Bevölkerung bis vor kurzem noch intensiv und konträr diskutieren ließ. Seiner Ansicht nach müsste eine klare Aussage getroffen werden, ob der Nationalpark nun ausgewiesen wird oder nicht.


Diverse Anträge

Dem Antrag Baugenehmigung zum Erstellen eines Carports in Verbindung einer Haustürüberdachung durch Heinz und Steffen Kopp wurde zugestimmt. Ebenso beschieden die Räte den Antrag auf Genehmigung zum Anbau einer Doppelgarage von Tanja Schwab positiv. Gasleitungen wollen die Stadtwerke Bad Brückenau noch im Bereich Steinweg und Blumenweg verlegen. Die Räte stimmten dem Antrag zu.


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