Bad Brückenau
Bildung

Präsentation der betrieblichen Lernaufgabe an der Mittelschule Bad Brückenau

Schüler, Eltern und die Chefs der Betriebe sind sich einig: So ein Praktikum ist für alle eine tolle Sache.
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Leonard Ziegler hat sein Praktikum beim Forstbetrieb Bad Brückenau gemacht.  Katja Dittmayer
Leonard Ziegler hat sein Praktikum beim Forstbetrieb Bad Brückenau gemacht. Katja Dittmayer
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Es herrschte ein arbeitsames Gewusel in den Gängen der Mittelschule Bad Brückenau, als die beiden achten Regelklassen ihre Betriebliche Lernaufgabe (BLA) den Eltern, den Betrieben, in denen sie ihr Praktikum absolviert hatten, und den siebten Klassen vorstellten. Die geladenen Gäste wurden von den Klassensprechern Leonie Back (8b), Julien Priest (8c) und Konrektor Marco Genzler begrüßt. Die beiden Schüler erzählten, wie sie und ihre Mitschüler Schritt für Schritt auf die Berufswelt vorbereitet worden waren.

Angefangen hatte alles mit dem "Girls and Boys Day" ab der fünften Klasse. Es wurden intensive Gespräche über Berufswunsch und Möglichkeiten in der achten Klasse geführt, zum Beispiel mit dem Berufsberater von der Agentur für Arbeit und Sozialpädagogin Henriette Dinkel von der Gesellschaft zur beruflichen Förderung (GbF)) von der auch das Projekt Berufsorientierungsnetzwerk (BON) gefördert wird.

Das Praktikum hatte mit einer Einführungswoche im März begonnen. Es folgten zwölf Praxistage, an denen die Schüler in einen Betrieb gingen statt in die Schule. Dabei erhielten sie einen guten Einblick in ihren Wunschberuf. Während des Praktikums wurden die Schüler von ihren Klassenleiterinnen Tanja Jörg und Katja Dittmayer und der Mitarbeiterin von der GbF, Henriette Dinkel betreut.

Weil die Mittelschule gerade umgebaut wird, waren die räumlichen Gegebenheiten dieses Jahr etwas eingeengt. Somit fand die Präsentation in einem kleineren Rahmen also sonst statt.

Beim "Markt der Möglichkeiten", der in verschiedenen Räumen stattfand, präsentierten die Schüler ihren Beruf, ihren Betrieb und die erarbeitete Lernaufgabe. Aus den Schülern sprudelte nur so ihr erworbenes Wissen heraus. Sie erklärten den Besuchern, wie man seinen Rasen perfekt pflegt, wie man Blutzucker misst, einen Tisch im Restaurant richtig eindeckt, oder zeigten eine Bastelarbeit aus dem Kindergarten. Eine Frage hörte man immer wieder: Ob ihnen das Praktikum Spaß gemacht hat und ob sie sich vorstellen könnten, in dem Beruf zu arbeiten.

Die Chefs und Mitarbeiter der Betriebe, die sich extra für die Präsentation freigenommen hatten, waren vom Engagement der Schüler beeindruckt. Beim Praktikum haben sich die Schüler nur Fachwissen angeeignet, sondern sind auch ein Stück selbstbewusster geworden. Sowohl die Eltern als auch die Betriebe äußerten sich positiv über den Ablauf des Praktikums. Die Eltern, weil ihre Kinder über verschiedene Berufe nachdenken und ausprobieren können und die Betriebe, weil sie einen vielleicht zukünftigen Auszubildenden schon einmal kennen lernen können.

Für Essen und Getränke sorgten die 7. Klassen. Somit konnten auch sie schon einmal einen Einblick bekommen, was im nächsten Schuljahr auf sie zukommt. Der ein oder andere bekam vielleicht auch schon eine Idee, in welche Richtung es gehen kann und bei welchem Betrieb er sich bewerben möchte. Die Schüler der 8. Klassen waren stolz, dass der Tag so erfolgreich verlaufen ist. Mit dieser Erfahrung sind sie wieder ein Stück erwachsener geworden und der Berufswelt näher gekommen.

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