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Kothen
Jubliäum

40 Jahre Kothen und Speicherz geschmückt und verschönert

Der Obst- und Gartenbauverein Kothen/Speicherz feiert am Wochenende sein 40-jähriges Bestehen. Und die derzeit 101 Mitglieder sind rührig.
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So wie 2015 Christine Kömpel, Ilse Bug, Irmgard Prucha und Ursula Hübner (v.l.n.r.) den Schmuck für den Kothener Osterbrunnen erstellten,, kümmert sich der Verein jedes Jahr um ansprechende Dorfverschönerung.  Foto: Norbert Kömpel
So wie 2015 Christine Kömpel, Ilse Bug, Irmgard Prucha und Ursula Hübner (v.l.n.r.) den Schmuck für den Kothener Osterbrunnen erstellten,, kümmert sich der Verein jedes Jahr um ansprechende Dorfverschönerung. Foto: Norbert Kömpel
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Sehr unauffällig gehen sie durch die Dörfer - immer mit dem Gedanken, diese zu verschönern. "Wir sind alle Naturfreunde", bringt's auf einen Nenner, warum auch in der heutigen Zeit immerhin noch 101 Speicherzer und Kothener beim Obst- und Gartenbauverein mitwirken. Am Wochenende wird nun das 40-jährige Jubiläum gefeiert.

Angefangen hatte alles vor 40 Jahren mit 17 Gründungsvätern und -müttern. Irmgard Prucha war eine von ihnen, die heute 73-Jährige ist seit Anfang an dabei. Zur Versammlung am 4. April 1979, die der Kreisverband zur Wiedergründung des Obst- und Gartenbauvereins anberaumt hatte, kamen 17 Interessierte, die den Verein wieder ins Leben riefen und auch gleich den ersten Vorstand wählten. Prucha erinnert sich: "Es war alles ganz locker." Einen Vorgängerverein hatte es bereits gegeben, doch: von wann bis wann, warum er seine Tätigkeit beendete ... im Dorf, selbst unter den Ältesten war hierzu nichts bekannt. Lediglich ein Sparbuch war noch vorhanden und brachte ein Startkapital von "ein paar Mark" mit, erzählt Prucha.

Zum Start einen Baum gepflanzt

Zwar wurden bei der Vereins-Wiedergründung noch keine Ziele formuliert, doch die Mitglieder nahmen sehr bald erste Aktionen in Angriff. "Als erste Aktivität wurde ein Baum gepflanzt, der vom Landkreis gestiftet wurde", heißt es im Protokoll des Gründungstreffens. Er sollte nicht der einzige bleiben. In den folgenden 40 Jahren begrünte und verschönerte der Obst- und Gartenbauverein sowohl Kothen, als auch das Nachbardorf Speicherz. Zu den regelmäßig stattfindenden Aktionen zählen der Blumenschmuck an Brücken sowie Wanderungen und Fahrten zu Gartenschauen. Zwei Mal pro Jahr werden die zahlreichen Sitzbänke in und um Kothen gepflegt, eingewintert oder eben wiederaufgebaut.

Aber auch Bastelkurse, Korbflechten, Bauen von Nistkästen waren Veranstaltungen, die der Obst- und Gartenbauverein organisierte. Die Pflege von Tradition war und ist ebenfalls ein gestecktes Ziel. Die Teilnahme bei Festzügen und das, wenn auch zeitlich begrenzte, Betreiben einer Spinnstube trugen dazu bei.

"Es wird immer etwas gemacht", loben die Mitglieder ihren Verein. "Die Veranstaltungen waren immer gut besucht", freut sich Prucha, die seit 1992 Erste Vorsitzende ist, über den einhergehenden Gemeinschaftssinn bei Bastel- oder Baumschnittkursen. Auch Vorträge über Stauden, Rosen oder Kräuter sowie organisierte Bodenuntersuchungen bereicherten das Wissen der interessierten Mitglieder.

Farbenfroher Eindruck

"Ohne den Obst- und Gartenbauverein sähen die Dörfer grauer aus", sind sich alle einig. Die Pflege des Parkplatzes vor der Kothener Kirche, die Pflanzung des ersten Baums am Spielplatz oder der Osterschmuck, tragen zu einem farbenfrohen Eindruck bei - für die Dorfbewohner selbst, aber natürlich auch für Gäste. Diese bekamen von dem grünen Daumen der Vereinsmitglieder beim Tag der offenen Gartentür in Speicherz 2009 einen prägenden Eindruck.

Mehrere Male nahm der Obst- und Gartenbauverein auch beim Dorfwettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" teil. 1994 erreichte Kothen sogar den ersten, Speicherz den zweiten Platz. 2006 waren sie mit dem Motto "begrünte Innenhöfe" wieder dabei. Obwohl eine Prämierung ausblieb, fand das Ergebnis ihrer Vorbereitungen bei allen Dorfbewohner Gefallen. Sie erinnern sich jetzt noch gerne an den Erfolg der Aktion für sie selbst. Einen Nutzen sehen die Mitglieder auch in den Sammelbestellungen von Blumenerde. Die jüngere Generation spricht der Verein mit Veranstaltungen im Ferienprogramm und Aktionen im Kindergarten an. Bislang wartet der Verein jedoch auf jüngere Neuzugänge. Jahrelang ging es mit den Mitgliedszahlen bergauf, 2002 konnte das 130. Mitglied begrüßt werden. Nun sind die Zahlen demografisch bedingt rückläufig, nicht so das Interesse des Vereins, weiterhin zum Umweltschutz, zur Dorfverschönerung, zum Traditionserhalt und Gemeinschaftssinn beizutragen.

Jubiläumsprogramm

Der Obst- und Gartenbauverein Kothen/ Speicherz feiert 40-jähriges Bestehen am 21. September. Um 18 Uhr findet in der Kirche St. Matthäus in Kothen ein Gottesdienst statt. Danach zieht der Festzug mit dem Musikverein Kothen zum Sportheim. Ab circa 20 Uhr startet das Festprogramm mit Bändertanz, Mundartgeschichten, der Vereinschronik und Ehrungen, alles musikalisch umrahmt vom Musikverein Kothen.blm

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