Bad Brückenau
Kirche

Neuer Pfarrer für Bad Brückenau

Pfarrer Hans Thurn ist formal zunächst nur zum Pfarradministrator ernannt worden. Denn Bischof Franz Jung will sich alle Möglichkeiten für die im nächsten Jahr angekündigte Strukturenänderung offenhalten.
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Der neue Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Sankt Georg - Maria  Ehrenberg, Hans Thurn (Mitte),  beim Einzug zum Einführungsgottesdienst mit Dekan Armin Haas. Marion Eckert
Der neue Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Sankt Georg - Maria Ehrenberg, Hans Thurn (Mitte), beim Einzug zum Einführungsgottesdienst mit Dekan Armin Haas. Marion Eckert
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Nach nur sieben Monaten Vakanz hat die Pfarreiengemeinschaft Sankt Georg-Maria Ehrenberg einen neuen Pfarrer. Hans Thurn wurde im Beisein des Seelsorgeteams, vieler Gäste und Freunde in der voll besetzten Stadtpfarrkirche Bad Brückenau in sein Amt eingeführt. Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine und Verbände und die Ministranten aus allen zur Pfarreiengemeinschaft gehörigen Gemeinden zogen Pfarrer Thurn voran in die Kirche.

Dekan Armin Haas (Dekanat Hammelburg) dankte zunächst den Bad Brückenauern für die gute Zusammenarbeit während der Vakanz und die für ihn bereichernde Arbeit und Zeit. Er erinnerte an das Projekt "Spuren zum Licht", das als ökumenisches Projekt wegweisend gewesen sei für die künftige Zusammenarbeit der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden. Haas verwies auf die anstehenden Strukturänderungen  in der Diözese Würzburg und die damit einhergehenden Veränderungen, die auch vor dem oberen Sinngrund nicht halt machen würden.

Bischof Franz Jung habe angekündigt, die neuen Strukturen im nächsten Jahr für die gesamte Diözese bekannt zu geben. So sei Thurn zwar Pfarrer der  Pfarreiengemeinschaft Sankt Georg-Maria Ehrenberg, sei jedoch zunächst formal als Pfarradiministrator ernannt worden. Somit stünden dem Bischof im Altlandkreis Bad Brückenau Möglichkeiten für künftige Strukturen offen.

Im Auftrag des Bischofs von Würzburg  verlas er das bischöfliche Ernennungsdekret und Pfarrer Hans Thurn legte das offizielle Versprechen ab, dass er seine Amtspflichten gewissenhaft und in Treue zu Kirche, Papst und Bischof erfüllen, und dass er der Gemeinde dienen werde. Es folgte die Schlüsselübergabe zur Kirche und des Evangeliars.

Als Vertreterin der Kirchenverwaltungen begrüßte Margarita Huppmann-Fronczek Pfarrer Thurn und wünschte ihm, dass  er in der Rhön  neu beginnen, sich neu entdecken und neu justieren könne. "Wir freuen uns, dass sie sich entschieden haben, die Leitung unserer Pfarreiengemeinschaft zu übernehmen und uns ein Stück auf unserem Glaubensweg zu begleiten" sagte Arnold Brust für die Pfarrgemeinderäte. Die stellvertretende Landrätin Monika Horcher wünschte Pfarrer Thurn, dass er in Bad Brückenau Heimat und Geborgenheit findet und sich wohlfühlen wird. Sie und Pfarrer Thurn baten die Gemeindemitglieder, dem neuem Seelsorger Zeit zu geben, die Eigenheiten der Gemeinden kennen zu lernen. Bürgermeisterin Brigitte Meyerdirks sprach von einem "großen Glück", dass die freie Stelle nach sieben Monaten neu besetzt wurde.

Den Titel "Ein Ort von Harmonie" hatte die Bürgermeisterin spontan der Predigt des neuen Pfarrers entnommen, der seinerseits von einem Freund einen über 25 Jahre alten Flyer des damalige Kur- und Fremdenverkehrsamtes bekam, auf dem Bad Brückenau als ein "Ort der Harmonie" bezeichnet werde. Hinzugefügt werde im Flyer: "Ein Ort, in dem vieles noch so ist, wie es früher überall war." Diesen Satz sieht Pfarrer Thurn als eine Art Leitspruch an für sich an.

Bevor im Anschluss an den zweistündigen Gottesdienst auf dem Kirchhof neben dem Pfarrheim bei einem Empfang die Gelegenheit zur Begegnung und persönlichen Begrüßung des neuen Pfarrers war, hieß der Wallfahrtsführer der Fuldaer Wallfahrt nach Walldürrn, die in der Pfarreiengemeinschaft jedes Jahr Station macht, Pfarrer Thurn willkommen.

Aus seiner vorherigen Pfarreiengemeinschaft  Sankt Petrus - Der Fels in Kirchheim, südlich von Würzburg war Pfarrer Thurn von einem Vertreter nach Bad Brückenau begleitet worden. "Passen Sie gut auf ihn auf, gehen sie pfleglich mit ihm um, er hat es verdient", bat er die Bad Brückenauer.

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