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Wildflecken
Kirche

Neue Wege gemeinsam gehen

Die Vakanz ist beendet. Die Marktgemeinde Wildflecken hat wieder einen eigenen evangelischen Pfarrer. Bodo Bergk wurde am Sonntagnachmittag vom Lohrer Dekan Till Roth feierlich in seinen Dienst eingeführt.
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Nach dem Gottesdienst ging es für Pfarrer Bodo Bergk, Pastorin Barbara Weichert und Dekan Till Roth (von links nach rechts) flotten Schrittes in Richtung Aula der Grund- und Mittelschule. Dort fand ein Empfang statt. Foto: Rolf Pralle
Nach dem Gottesdienst ging es für Pfarrer Bodo Bergk, Pastorin Barbara Weichert und Dekan Till Roth (von links nach rechts) flotten Schrittes in Richtung Aula der Grund- und Mittelschule. Dort fand ein Empfang statt. Foto: Rolf Pralle
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Zahlreiche Besucher und Ehrengäste, an der Spitze Wildfleckens Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW) und der stellvertretende Landrat Emil Müller (CSU), wohnten der Zeremonie in der Kreuzkirche bei. Pfarrerin Barbara Weichert aus Zeitlofs eröffnete den Gottesdienst. Dekan Roth hatte in den Mittelpunkt seiner Ausführungen die Kraft des Wortes Gottes gestellt, die den Gläubigen auch in dunklen Zeiten eine gute Orientierung biete. "Vertrauen wir darauf, dass Gott uns anspricht", machte der Geistliche deutlich. Dazu brauche es nicht unbedingt öffentlichkeitswirksamer Aktionen, vieles gehe eher recht unspektakulär vonstatten.

"Ich freue mich sehr mit der Kirchengemeinde Wildflecken, der nördlichsten von insgesamt 22 im Dekanatsbezirk Lohr am Main, dass die Pfarrstelle nach 16 Monaten Vakanzzeit wieder besetzt ist", sagte Roth wörtlich. Gerade für diese kleine Rhöner Gemeinde mit inzwischen unter 800 Christen sei eine starke Führungspersönlichkeit sehr wichtig. Mit Bodo Bergk habe man einen Pfarrer gewonnen, der an sehr unterschiedlichen Stationen im In- und Ausland in überwiegend evangelischen, aber auch in "stark entkirchlichten Gebieten" sowie im Schuldienst reiche Erfahrungen gesammelt habe.

Der 58-jährige Bergk, so war sich der Dekan sicher, werde nahtlos an die Arbeit seiner Vorgängerin Daniele Roth mit den spirituellen und diakonischen Schwerpunkten anknüpfen. Intensiv einbringen wolle sich der verheiratete Familienvater Bergk gemeinsam mit seiner Frau Christel darüber hinaus in die Tischlein-deck-Dich-Arbeit, die für die gesamte Kommune von großer Bedeutung ist.

Nach neuen Formen suchen

Im Hinblick auf die Gestaltung von Gottesdiensten habe der neue Pfarrer seine Bereitschaft erklärt, zusammen mit dem Kirchenvorstand nach neuen Formen und niederschwelligen Zugängen zu suchen.

Nachdem der Dekan weitere Stationen aus Bergks "bewegtem Leben" hatte Revue passieren lassen, bedankte sich Roth bei allen Beteiligten, die das Gemeindeleben in der Vakanzzeit aufrecht erhalten haben. Dazu gehörten neben den Geistlichen aus den Nachbarkommunen auch etliche engagierte Helfer aus der Bevölkerung. Ein besonders Lob gab es für die Vertrauensfrau der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wildflecken, Christine Gehrlein. Sie habe nie ihren Optimismus verloren und intensiv an der Besetzung der lange Zeit freien Pastorenstelle mitgewirkt.

Ausdrucksvolle Predigt

Worte des Propheten Hesekiel und Passagen aus dem Jugendbuch "Der gelbe Vogel" von Myron Levoy hatte der gebürtige Darmstädter Bodo Bergk in den Mittelpunkt seiner ausdrucksstarken Predigt gestellt, an die sich die gemeinsame Feier des Heiligen Abendmahls anschloss. Und das Schlusslied zum Ende des rund zweistündigen Gottesdienstes hätte treffender nicht gewählt werden können. "Möge uns die Straße zusammenführen", heißt es da im Text. Diese Zeile dürfte gleichzeitig eine Prämisse für die künftige Arbeit und das Zusammenleben der Wildfleckener Christen sein.

Von der Kreuzkirche legten die Besucher ein kurzes Wegstück zur Grund- und Mittelschule zurück. Bei einem Empfang in der Aula bestand für die Gäste nicht nur Gelegenheit, herzliche Grußworte zu sprechen und kleine Willkommensgeschenke zu überreichen, sondern sie konnten im Verlauf des Nachmittags Pfarrer Bergk und dessen Frau bei persönlichen Begegnungen gleich einmal etwas näher kennenlernen.

Übrigens wird Bodo Bergk künftig auch regelmäßig in Bad Brückenau anzutreffen sein. Er übernimmt dort die Stelle für die Krankenhaus- und Kurseelsorge.

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