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Motten
Kommunalwahl

Motten: Kräfteverhältnis verschiebt sich

Große Enttäuschung für die Kothener: Nur noch zwei Räte schaffen es ins Gremium. Zuvor war der Ortsteil mit vier Gemeinderäten vertreten. Dafür freuen sich Speicherzer und Mottener über jeweils einen Sitz mehr.
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Foto: Archiv/Karin Herzog
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Für die Kothener ist das Wahlergebnis bitter. "Wir waren alle erst einmal ein bisschen geschockt", sagt Lena Böhm, Sprecherin der Freien Wähler Kothen-Motten-Speicherz (FW Ko-Mo-Sp). Stellte der Ortsteil bisher vier Räte, so werden es ab Mai nur noch zwei Bürgervertreter sein.

Hintergrund ist, dass sich wegen der Unruhe um den Kothener Kindergarten nur wenige Kandidaten fanden, die bereit waren, anzutreten. Dazu kommt verstärkend, dass die Wahlbeteiligung in Kothen heuer am niedrigsten im Vergleich zu den anderen Ortsteilen ausgefallen sei, erklärt 2. Bürgermeisterin Ute Becker (WG Motten). "Ich bedauere das sehr."

Rückhalt im Gemeinderat

Auch die zukünftige Bürgermeisterin Katja Habersack (WG Motten) reagiert auf das Wahlergebnis. "Das ist sehr, sehr schade." Der Wähler habe aber entschieden. "Mein Ziel ist es, ortsteilübergreifend Entscheidungen zu treffen", gibt sie als Devise aus. In der Vergangenheit habe das ja auch gut geklappt, als beispielsweise Speicherz nur mit einem Gemeinderat vertreten gewesen sei.

Dass ein Sitz für die Kothener wegfalle, damit habe sie gerechnet, sagt Becker. Dass es nun sogar zwei sind, überraschte sie auch. "Die Kothener Gemeinderäte haben eine gute Arbeit gemacht." Christoph Reith habe sich beispielsweise innerhalb kurzer Zeit sehr gut in die kommunalpolitischen Themen eingearbeitet. Doch für Reith reichte es nicht mehr, um als Gemeinderat weiterzumachen.

"Ein bisschen hat man das Gefühl, dass der Rückhalt für den Kothener Gemeinderat fehlt", sagt Böhm. Dennoch wollen sich die beiden Kothener Gemeinderäte weiter für das Wohl ihres Ortsteils einsetzen. Den Rückhalt der Gemeinderäte aus anderen Ortsteilen habe sie jedenfalls immer gespürt.

"Egal wie es kommt, es wird trotzdem gemeinsam weiter gemacht", sagt Böhm. Insgesamt gaben 983 von 1373 Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,60 Prozent. 2014 waren es 70,33 Prozent. Die neue Bürgermeisterin Katja Habersack erzielte 91,45 Prozent der Stimmen.