Bad Brückenau
Mängel

Mittelschule: Chemieraum, Lüftung und PV-Anlage

Nach der Sitzung des Stadtrats, in der der Sanierungsbedarf der Mittelschule besprochen wurde, sind einige Fragen offen geblieben - zum Beispiel die nach den Mängeln, die bei einer Begehung im Jahr 2013 im Chemieraum angemahnt wurden.
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In der Realschule (sowie im Gymnasium) wurden nachträglich Brandschutztüren eingebaut. Hier ist der Landkreis verantwortlich. Foto: Ulrike Müller
In der Realschule (sowie im Gymnasium) wurden nachträglich Brandschutztüren eingebaut. Hier ist der Landkreis verantwortlich. Foto: Ulrike Müller
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Die bemängelten Anlagen seien abgeklemmt worden, sagt Schulleiterin Birgit Herré auf Nachfrage der Saale-Zeitung. Zudem werde der Chemieraum inzwischen für den Musikunterricht genutzt, so dass keine Gefährdung bestehe. Hintergrund: Die naturwissenschaftlichen Einzelfächer Physik, Chemie und Biologie seien schon vor einiger Zeit zum Fach "PCB" (Physik, Chemie, Biologie) zusammengefasst worden.

Dass die Brandschutzklappen in der Belüftungsanlage asbesthaltig seien, war bekannt, sagt Karl Heinz Weismantel vom städtischen Bauamt. Von sechs Anlagen seien aber ohnehin nur zwei gebraucht worden, bis im Jahr 2012 die komplette Anlage abgeschaltet worden sei. Auch der Aufzug wurde stillgelegt. Als Begründung gibt die Stadtverwaltung an, der Fahrstuhl sei nicht gebraucht worden.


Solaranlage auf dem Dach

Nun hat der Stadtrat die Generalsanierung der Mittelschule beschlossen. Vor allem der mangelhafte Brandschutz war das ausschlagende Kriterium. In der Diskussion tauchte ebenfalls die Frage auf, was während der Bauarbeiten mit der Solaranlage passieren soll, die sich auf dem Dach der Mittelschule befindet. Ein privater Pächter aus dem Landkreis nutzt die Anlage, die Pacht fließe laut Aussage der Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) auf das Ertragskonto Mittelschule und werde für den Erhalt der Schule verwendet.

Für die Bauarbeiten muss der Pächter die Anlage auf eigene Kosten abmontieren lassen, teilt Meyerdierks mit. Der Vertrag sehe bei baulichen Maßnahmen vor, dass die Stadt nicht für den Ausfall aufkommen müsse. Wie die Verteilung der Schüler während der Bauarbeiten organisiert werden soll, ist zur Zeit noch nicht geklärt.
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