Bad Brückenau
Glauben

Mit der beleuchteten Madonna durch Bad Brückenau

Als Abschluss der diesjährigen Fatima-Andachten in Bad Brückenau gab es für die Gläubigen eine Prozession durch die Stadt.
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Die Fatima-Andacht im Dezember wurde mit einer Prozession durch Bad Brückenau verbunden. Marion Eckert
Die Fatima-Andacht im Dezember wurde mit einer Prozession durch Bad Brückenau verbunden. Marion Eckert

Mit Kerzen, Gebeten und der Figur der Fatima-Madonna zogen die Gläubigen gemeinsam mit Pfarrer Dr. Fidelis Bayo Kwazu durch die Innenstadt von Bad Brückenau. Es war ein schönes Bild, wie die beleuchtete Gottesmutter von den Menschen, die Kerzen in ihren Händen hielten, begleitet wurde. Unterwegs wurde der Rosenkranz gebetet und gesungen. "Wir bringen die Mutter Gottes, die uns ihren Sohn bringt, zu den Menschen", erklärte Pfarrer Kwazu. Das Tragegestelle für die Madonna hatte Willi Oswald aus Langenleiten gefertigt.

Gerade die Adventszeit bot sich für diese Prozession durch Bad Brückenau an. Wie in einem alten Weihnachtslied besungen trug Maria ihren Sohn unter ihrem Herzen. Sie hatte den Verheißungen Gottes Glauben geschenkt, hatte ihr ja gesprochen und sich auf den Weg gemacht. Sie war es, die der Menschheit den Sohn Gottes brachte. In Bad Brückenau brachten die Gläubigen Maria aus der Kirche heraus auf die Straße zu den Menschen, um daran zu erinnern, dass in wenigen Tagen, wenn das Weihnachtsfest gefeiert wird, die Gottesmutter um eine Herberge für ihre Sohn in den Herzen der Menschen bitten wird.

Pfarrer Dr. Kwazu erinnerte an den Beginn des Johannesevangeliums wo es heißt: "Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt." Dieses theologische beschriebene Wort meint Jesus, den Sohn Gottes, der im Stall von Bethlehem geboren wurde und so als Mensch zu den den Menschen kam. Maria hatte die Aufgabe und Berufung den Sohn Gottes zur Welt zu bringen.

Die Prozession im Advent war der Höhepunkt und zugleich Abschluss der diesjährigen Fatima-Andachten in Bad Brückenau. Seit Februar diesen Jahres lädt Pfarrer Dr. Fidelis Bayo Kwazu einmal im Monat in der Stadtpfarrkirche Bad Brückenau zur Verehrung der Gottesmutter und zum Rosenkranzgebet ein.

Immer mehr Zulauf

Seither kommen Monat für Monat mehr Menschen, die die Ruhe, Bescheidenheit und meditative Stimmung der Fatima-Andachten sehr anspricht. "Wir gehen in die Tiefe und es ist Gelegenheit das eigene Leben zu betrachten", so Pfarrer Kwazu. Dem aus Nigeria stammenden Geistlichen ist es ein Anliegen, den Gläubigen den Rosenkranz neu zu erschließen und nahe zu bringen. "Leider gerät das Rosenkranzgebet immer mehr in den Hintergrund", bedauert er. Daher entschloss er sich diese Fatima-Andachten anzubieten, die gepaart mit Gebeten und Liedern den Rosenkranz als Gebetsform ein neues Gesicht geben. "Es ist wichtig, dass die Menschen Maria als Mutter Gottes und unsere Mutter besser kennen lernen und verehren", sagte er. Gleichzeitig möchte er den Gläubigen aber auch mehr über die Erscheinungen und die Geschichte der weltweiten Marienerscheinungen vermitteln. Denn Maria erschien nicht nur im portugiesischen Fatima, sondern auch im französischen Lourdes und der Hauptstadt Paris oder auch im afrikanischen Kibeho.

Die nächste Fatima-Andacht in Bad Brückenau ist am Montag, 21. Januar, um 18 Uhr und beginnt mit einer Eucharistiefeier.

Info:

Im Jahr 1917 erschien die Muttergottes im kleinen portugiesischen Ort Fatima drei Hirtenkindern. Es war der 13. Mai 1917. Die Hirtenkinder Lucia (10), Jacinta (7) und Francicso (9) hüteten in der Cova a Ira die Schafe. Plötzlich sahen sie einen mächtigen Lichtstrahl und über einer kleinen Steineiche erschien ihnen eine wunderschöne Frau. Weitere Erscheinungen folgten in den nächsten Monaten, in denen sie den Kindern die Botschaft von Umkehr, Gebet und Frieden verkündete. Die Botschaft von Fatima hatte prophetischen Charakter und löste weltweit eine große Verehrung aus. Heute ist Fatima, rund 135 Kilometer nördlich der portugiesischen Hauptstadt Lissabon gelegen, einer der bedeutendsten katholischen Wallfahrtsorte der Welt.

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