Wildflecken
Bundeswehr

Klares Bekenntnis zur Truppe in Wildflecken

Tradition hat der Neujahrsempfang der Bundeswehr in Wildflecken. Auch diesmal erwiesen viele Vertreter des öffentlichen Lebens dem Militär ihre Reverenz.
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Angeregte Gespräche am Rande des Neujahrsempfangs der Bundeswehr in Wildflecken führten (von links) Oberstleutnant Roman Jähnel, Bürgermeister Gerd Kleinhenz, Brandrätin Wiebke Schöffler, Regierungsoberamtsrätin Marina Klein und Oberst Jürgen Steinberger. Rolf Pralle
Angeregte Gespräche am Rande des Neujahrsempfangs der Bundeswehr in Wildflecken führten (von links) Oberstleutnant Roman Jähnel, Bürgermeister Gerd Kleinhenz, Brandrätin Wiebke Schöffler, Regierungsoberamtsrätin Marina Klein und Oberst Jürgen Steinberger. Rolf Pralle
Lang war die Liste der Gäste, die der Standortälteste und Kommandeur des Bereichs Truppenübungsplatz-Kommandantur Süd, Oberstleutnant Roman Jähnel, begrüßen konnte. Bei dem aktuellen Treffen, so der Redner mit Blick auf den Veranstaltungsort, sei man bewusst einmal "von alten Pfaden abgewichen". So fand die Begegnung in der Aula des Schulgebäudes der Rhönkaserne statt, der einzigen bundesweiten Lehranstalt, die in einem militärischen Sicherheitsbereich liegt.

In etlichen Belangen, so Jähnel, würde des den Angehörigen der Bundeswehr helfen, auch einmal einen Blick über den Tellerrand zu riskieren und denjenigen Menschen zuzuhören, die nicht Tag für Tag mit der Bundeswehr beschäftigt sind. Im Hinblick auf die aktuellen Aufgaben der Truppe betonte der Oberstleutnant, die Welt sei mittlerweile so komplex geworden, dass man vielen Dingen mit einfachen und sogenannten starken Lösungen gar nicht mehr beikommen könne.

Und noch einen weiteren Aspekt ließ der Kommandeur nicht unberücksichtigt. Eine klare Sprache sei die Voraussetzung für die Entfaltung von Fähigkeiten und Tugenden in unserer Gesellschaft und besonders im Berufsstand der Soldaten. Nur so könne man die immer größeren Herausforderungen in der richtigen Reihenfolge benennen, sowie die verfügbaren Ressourcen ordnen und organisieren, um das jeweilige Ziel bestmöglich zu erreichen.

Gespickt mit Daten und Fakten waren Jähnels Rück- und Ausblick. Dabei kamen unter anderem auch die umfangreichen Investitionen zur Sprache, die die Bundeswehr 2017 am Standort Wildflecken getätigt hat und auch 2108 noch weiter realisieren will.

Wildfleckens Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW) ließ im Zeitraffer die Geschichte seiner Garnisons- und Truppenübungsplatz-Gemeinde Revue passieren. Zur Veranschaulichung wurde ein Kurzfilm gezeigt, der momentan im Internet der Hit ist. Seine Kommune, so der Rathauschef, bekenne sich zu ihrer militärisch geprägten Vergangenheit und Gegenwart mit all ihren Begleiterscheinungen. Man sei froh, dass es am Standort neben den etwa 690 militärischen Dienstposten an die 300 zivile Arbeitsplätze gibt. Als absoluten Gewinn für die Gemeinde würde es Kleinhenz werten, wenn das geplante Rechenzentrum der Bundeswehr in Wildflecken gebaut werden könnte.

Einen Einblick in die Arbeit des Gefechtssimulationszentrums Heer gab dessen Leiter, Oberst Jürgen Steinberger. Höhepunkt in 2017 sei zweifellos die Übung "Vital Sword" mit 1700 Teilnehmern und den Heeresinspekteuren aus acht Nationen gewesen. Bereits jetzt könne man sagen, dass der Terminkalender für 2018 erneut gut gefüllt sei.

Die kommissarische Leiterin des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Hammelburg, Regierungsoberamtsrätin Marina Klein, schilderte, welche verwaltungstechnischen Aufgaben im Laufe eines Jahres zu stemmen sind. Sie lobte ausdrücklich das stets harmonische Miteinander aller Beteiligten und ging in diesem Zusammenhang auf diverse Einzelprojekte ein. So habe man 2017 im Zuge der "Agenda Attraktivität" an den beiden Standorten Hammelburg und Wildflecken insgesamt 1623 Unterkunftsstuben mit Fernseher, Minikühlschränken, Stehlampen und Garderobenspiegeln ausgestattet. Darüber hinaus konnte das Thema "Internet in den Unterkünften" projektiert werden. Für den Aus- und Umbau der Kasernen sowie deren Bewirtschaftung seien 2017 rund 36 Millionen Euro ausgegeben worden, wobei die Hälfte der Summe auf Wildflecken entfiel.

Um sehr fachspezifische Dinge ging es beim Vortrag von Brandrätin Wiebke Schöffler. Sie stellte mit Schaubildern und Organigrammen detailliert das Zentrum Brandschutz der Bundeswehr vor. Musikalisch begleitet wurde der Neujahrsempfang von der "StOV-Kapelle" Hammelburg unter der Leitung von Gerald Bach.


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