Bad Brückenau
Kultur

Kammerorchester Bad Brückenau spielt zum Abschluss der Rosetti-Festtage

Das Konzert wurde vom Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet.
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Der Festsaal, ein  Meisterwerk barocker Baukunst, war würdiger Rahmen für das BKO und den Ausnahme-Solisten Albrecht Mayer.Brigitta Kempe-Wolf
Der Festsaal, ein Meisterwerk barocker Baukunst, war würdiger Rahmen für das BKO und den Ausnahme-Solisten Albrecht Mayer.Brigitta Kempe-Wolf

Ein Höhepunkt im Jahresprogramm des Freundeskreises für das Bayerische Kammerorchester Bad Brückenau (BKO) ist es stets, das Orchester auf einer Gastspielreise zu begleiten. In diesem Jahr war es die gemeinsame Bus-Reise nach Schloss Baldern zum Abschlusskonzert der "Rosetti-Festtage im Ries", die in diesem Jahr ihr 20. Jubiläum feierten.

Zunächst erkundeten die 50 Teilnehmer im Rahmen einer Stadtführung die Nördlinger Altstadt mit ihrer Fülle von liebevoll renovierten, prachtvollen Häusern aus dem Mittelalter und der Renaissance, dem Tändel- und Hafenmarkt und den typischen Fachwerkhäusern im Gerberviertel mit ihren großen offenen Trockenböden in den Obergeschossen. Sie sahen die baulichen Besonderheiten der Georgskirche und lernten die Geschichte um die Nördlinger Wirtin Maria Holl kennen, die durch die Hexenprozesse berühmt wurde.

Nach einem gemeinsamen Essen im Biergarten einer alteingesessenen Brauereigaststätte ging es durch die schöne Landschaft im Nördlinger Ries zum idyllisch gelegenen Schloss Baldern. Der Festsaal, ein wahres Meisterwerk barocker Baukunst, war würdiger Rahmen für das BKO und den Ausnahme-Solisten Albrecht Mayer, Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker und mehrfacher Echo Klassik-Preisträger, der 2015 mit dem BKO auch schon im Staasbad Bad Brückenau zu hören war.

Unter Leitung von Dirigent Johannes Moesus, Präsident der Internationalen Rosetti- Gesellschaft und erklärter Rosetti-Fan, erlebte das Publikum im ausverkauften Saal einen musikalischen Hochgenuss. Die Instrumentalisten des "wunderbaren Bayerischen Kammerorchesters", so der Kurator der Rosetti-Gesellschaft in seiner Begrüßung, zeigten unter ihrem Dirigenten Johannes Moeses ihr großes Können und ihre Professionalität. Das Konzert wurde vom Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet.

Die Internationale Rosetti-Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Werk Antonio Rosettis (1750 bis 1792) durch die Förderung von Konzerten und CD-Aufnahmen sowie durch Publikationen wieder allgemein bekannt zu machen. Rosetti wurde 1773 in die Dienste des Fürsten Kraft Ernst zu Oettingen-Wallerstein aufgenommen, wurde dort Kontrabassist und Hofkapellmeister. Er komponierte zunächst Hofmusik, sein Requiem für Kraft Ernsts erste Gemahlin, Fürstin Maria Theresia, erfuhr erhebliche Verbreitung. Seine Orchesterwerke wurden fester Bestandteil des Pariser "Concert spirituel", in dessen Auftrag er auch einige Sinfonien schrieb.

Die Internationale Rosetti-Gesellschaft steht unter der Schirmherrschaft Seiner Durchlaucht des Fürsten zu Oettingen-Wallerstein, Hausherr auf Schloss Baldern, der mit seiner Gemahlin ebenfalls das Konzert besuchte und sich in der Pause auch mit Freundeskreismitgliedern unterhielt.

Im Juni des nächsten Jahres plant der Freundeskreis eine Reise zum Gastspiel des Bayerischen Kammerorchesters Bad Brückenau in der Dresdner Frauenkirche.

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