Laden...
Schondra
Information

In Schondra geht's ums Wasser

Die Wasserversorgung der Marktgemeinde Schondra muss neu geplant werden. Eineinhalb Stunden informierte Ingenieur Sven Müller das Gremium über den derzeitigen Planungsstand.
Artikel drucken Artikel einbetten
Am Feldweg unterhalb des Rudelberges soll das Wasserwerk der Marktgemeinde mit einer Gesamtfläche von 180 Quadratmetern entstehen. Die Betriebskosten sollen durch eine Photovoltaikanlage gesenkt werden.  Skizze: Baurconsult, Architekturbüro, Haßfurt
Am Feldweg unterhalb des Rudelberges soll das Wasserwerk der Marktgemeinde mit einer Gesamtfläche von 180 Quadratmetern entstehen. Die Betriebskosten sollen durch eine Photovoltaikanlage gesenkt werden. Skizze: Baurconsult, Architekturbüro, Haßfurt

Die zukünftige Wasserversorgung der Marktgemeinde bildete einen Beratungsschwerpunkt in der Sitzung des Marktgemeinderates. Eineinhalb Stunden lang informierte Ingenieur Sven Müller vom Planungsbüro Baurconsult das Gremium über den derzeitigen Planungsstand. Danach sollen die beiden bestehenden Brunnen in der oberen Au und der neue noch auszubauende Brunnen in einem Wasserwerk unterhalb des Rudelberges zusammengeführt werden. Dort könnte dann die Ultrafiltration, die chemische und die physikalische Entsäuerung und die Entkeimung durch eine UV-Anlage durchgeführt werden.

Gesamtkosten von 3,4 Millionen Euro

Nach dem derzeitigen Stand würden dafür Gesamtkosten in Höhe von 3,4 Millionen Euro anfallen. Nachdem die erste Kostenschätzung aus dem Jahr 2016 nur von 1,3 Millionen Euro ausgegangen war, gab es zahlreiche Nachfragen von Seiten der Ratsmitglieder. Müller führte aus, dass der neue Brunnen eine ganz andere Wasserqualität, zum Beispiel bezüglich des Härtegrades aufweise, was damals noch nicht abzusehen war, Deshalb müssten im Wasserwerk alle Behandlungsschritte in zwei getrennten Strängen ausgeführt werden. Außerdem sei in der neuen Planung vorgesehen, die Installation in den beiden alten Brunnen zu erneuern und die Erdleitungen teilweise zu verlegen. Angesichts dieser Umstände war für Dominik Greifensteiner (FWG Schönderling) sogar eine erneute Brunnenbohrung vorstellbar, was zu einer Diskussion über die Standortwahl bei der damaligen Erbohrung des neuen Brunnens führte. Auf Anregung von Heiko Schuhmann (ABS) wird das Ingenieurbüro vor einer weiteren Beratung durch den Gemeinderat eine genaue Aufstellung über zu erwartende Betriebskosten vorlegen.

Im Baugebiet Rhönblick II soll ein Einfamilienhaus errichtet werden. Zu zahlreichen Abweichungen von den Festlegungen des Bebauungsplanes erteilte das Gremium mehrheitlich das gemeindliche Einvernehmen, obwohl Heiko Schuhmann Bedenken bezüglich der Höhe des Giebels über Straßenniveau anmeldete.

Zustimmung fand auch der Nachtrag der Firma Theo Hahn in Höhe von 2763 Euro. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Maßnahmen im Zusammenhang mit dem neuen Anbau an das Kindergartengebäude.

Neue Sachlage bei Erschließungsarbeiten

Für die Erschließungsarbeiten im Baugebiet "Heppengraben" haben sechs Firmen Angebote abgegeben, wobei die Firma Zehe (Burkardroth) mit 1,1 Millionen Euro die günstigste war. Im Verlauf der Beratungen stellte man nun fest, dass im Angebot keine Kosten für Deponiegebühren enthalten sind. In der anschließenden Diskussion warf Zweite Bürgermeisterin Beatrix Lieb (FWG Schönderling) Bürgermeister Bernold Martin (CSU) vor, dass dieser diese Sachlage nicht vor der Sitzung aufgeklärt habe. Schließlich wurde der Tagesordnungspunkt bei zwei Gegenstimmen vertagt.

Zusätzlich in die Tagesordnung aufgenommen hatte das Gremium den Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet "Am Heiligenhäuschen" in Schönderling. Das Gebiet schließt an das Baugebiet "Linsenberg" an, ist 1,2 Hektar groß und soll als WA(allgemeine Wohngebiete)-Gebiet im beschleunigten Verfahren nach § 13b BauGesetzbuch ausgewiesen werden. Der Flächennutzungsplan wird im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens im Wege der Berichtigung durch Planbeilagen angepasst.

Beatrix Lieb merkte an, dass entgegen den Ausführungen in der Begründung für die Ausweisung des Baugebietes in Schönderling noch freie Bauplätze vorhanden seien, was von Bürgermeister Martin zurückgewiesen wurde. Roman Jörg (CSU) bezeichnete die Einwände von Lieb als Wahlkampf und forderte zu einer sachorientierten Diskussion auf.

Neujahrsempfang

Abschließend teilte Bürgermeister Martin mit, dass der Neujahrsempfang 2020 am 5.Januar im Pfarrheim stattfindet.

Verwandte Artikel