Bischofsheim an der Rhön
Historie

In Bischofsheim: Geschichte der Osterburg präsent machen

Die Freunde der Osterburg und die Stadt Bischofsheim möchten eine Dauerausstellung über die Osterburg-Geschichte und die dortigen Arbeiten installieren. Was sehen die Planungen vor?
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Die Geschichte der Osterburg und Fundstücke, die während der Freilegung zu Tage kamen, sollen in einer Dauerausstellung im Rentamt der Öffentlichkeit präsentiert werden.  Foto: Marion Eckert
Die Geschichte der Osterburg und Fundstücke, die während der Freilegung zu Tage kamen, sollen in einer Dauerausstellung im Rentamt der Öffentlichkeit präsentiert werden. Foto: Marion Eckert

Durch die Freilegung und Sicherung wurde die Burgruine Osterburg zu einem beliebten Ausflugsziel und touristischen Aushängeschild für die Stadt Bischofsheim und die ganze Region. Dank des Engagements der Freunde der Osterburg, die seit 2006 das Projekt maßgeblich ehrenamtlich voran trieben, und umfangreicher öffentlicher Unterstützung konnte die Anlage der Nachwelt erhalten bleiben.

Derzeit befassen sich die Freunde der Osterburg und die Stadt Bischofsheim mit der Erstellung einer Dauerausstellung der Funde der Osterburg im Rentamt. Vorsitzender Bruno Werner gab in der Jahreshauptversammlung einen Einblick in den Planungsstand.

Fundstücke öffentlich machen

Die bei der Ausgrabung beziehungsweise Freilegung der Burg gefundenen Fundstücke sowie Informationen zur Geschichte der Burg sollen, quasi als Abrundung des Projektes, öffentlich präsentiert werden. Daher sei bereits im November 2018 Joachim Zeune, der die Arbeiten vor Ort leitete, vom Vorstand beauftragt worden, ein Konzept für eine Dauerausstellung zu erstellen. Zwischenzeitlich sei dieses Konzept von Zeune um Bildschirmpräsentationen, Videos, Flyer und Internetwerbung erweitert worden.

Im früheren Lesesaal des Rentamtes sollen nicht nur die Fundstücke ausgestellt, sondern auch umfangreich über die Geschichte der Burg und die Arbeiten dort informiert werden. Dazu sollen unter anderem Bildmaterial, Karten und Pläne oder auch Videofilme präsentiert werden. Durch entsprechende Hinweistafeln soll an der Burg auf die Ausstellung hingewiesen werden, während die Ausstellung andererseits für einen Besuch der Burg wirbt.

Konzept kostet rund 32.000 Euro

Für das Konzept entstehen Kosten von etwa 32.000 Euro. Gefördert werde es laut Bruno Werner mit 13.000 Euro aus "Leader"-Mitteln, 9000 Euro von der unterfränkischen Kulturstiftung und 1000 Euro vom Landkreis Rhön-Grabfeld. Somit seien noch etwa 9000 Euro durch den Verein und die Stadt zu finanzieren. Der Stadtrat habe der Maßnahme bereits zugestimmt. "Wir hoffen nun auf eine zügige Umsetzung der Dauerausstellung bis zum Adventsmarkt 2019", so Werner.

Ein Dank ging an die Helfer des Adventsmarktes, der einen Erlös von 1800 Euro in die Vereinskasse spülte. Auch in diesem Jahr soll wieder ein Adventsmarkt stattfinden, um die Aufgaben des Vereins für die Osterburgruine finanzieren zu können.

Laut Bericht des Schriftführers Paul Dinkel gehören derzeit 310 Mitglieder zu den Freunden der Osterburg. Der stellvertretende Bürgermeister Egon Sturm bedankte sich für die Aktivitäten des Vereins und besonders der Arbeit des Vorstandes.

Wunsch: neues Vereinsziel

Durch den Verein komme die Vergangenheit hinüber in die Gegenwart. Er fände es bedauerlich, wenn sich der Verein kommendes Jahr auflösen würde und wünschte sich, dass sich der Verein ein neues Vereinsziel setzen möge.

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