Gersfeld
Beweidung

Heckrinder halten in der Rhön Flächen frei

Heckrinder weiden in der Hochrhön nahe des Roten Moores. Die Tiere erhalten so einen wertvollen Lebensraum, in dem Vögel und Schmetterlinge leben können.
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Heckrinder weiden in der Nähe des Roten Moores. Sie helfen dabei, eine Fläche offenzuhalten, die einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Vogel- und Schmetterlingsarten bietet.  Foto: Ulla Heckert
Heckrinder weiden in der Nähe des Roten Moores. Sie helfen dabei, eine Fläche offenzuhalten, die einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Vogel- und Schmetterlingsarten bietet. Foto: Ulla Heckert
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Gemeinsam mit dem Verein "Initiative Lebenstiere" e.V. hat das Team des Life-Projekts im Unesco-Biosphärenreservat Rhön ein neues Zuhause für eine Herde Heckrinder gefunden. Die elf Tiere, darunter ein gerade erst geborenes Kalb, weiden ab sofort in der Nähe des Roten Moores. Das geht aus einer Pressemitteilung des Biosphärenreservats Rhön hervor. Die Tiere helfen dabei, eine Fläche offenzuhalten, die einen wichtigen Lebensraum für Vogel- und Schmetterlingsarten bietet.

Die Heckrinder gehörten einst dem im vergangenen Jahr verstorbenen Willi Schmidt, der in der Rhön als "Yakwilli" bekannt war. Seit Herbst 2018 waren die Tiere in der Obhut der Initiative Lebenstiere e.V. aus Haunetal. Bei der Suche nach einem "Sommerquartier" für die zehn Rinder hat sich der Verein Unterstützung vom Life-Team geholt. Es galt, eine Weidefläche zu finden, die Platz genug für die drei Kühe - zwei davon trächtig, eines der Kälber ist mittlerweile geboren worden -, drei Ochsen und vier Jungtiere bietet.

Feldlerche, Wiesenpieper und Schmetterlinge

Außerdem wichtig: ausreichend Futter, Schattenplätze und eine stabile Einzäunung. In der Nähe des Roten Moores hat Jan Hochstein vom Life-Projekt schließlich eine passende Fläche gefunden. Sie drohte mehr und mehr zu verbuschen - sehr zum Leidwesen von Feldlerche, Wiesenpieper und zahlreichen Schmetterlingsarten, die offene Flächen brauchen. Eine Zauntrasse wurde festgelegt und freigeschnitten, anschließend wurde die Fläche eingezäunt. Bei Landwirt Claus Knacker füllte Hubert Stumpf, Ranger im Biosphärenreservat Rhön, ein Wasserfass und brachte es mitsamt Salzleckstein auf die Weide.

Mit Unterstützung von Bernd Wolf aus Ufhausen wurden die Tiere Anfang Juli zur Weide transportiert. Julya Dünzl, Vorsitzende der Initiative Lebenstiere, und ihr Kollege Timo Geuß begleiteten den Transport. Dann kam der spannende Moment: Nach und nach wurden zuerst die beiden trächtigen Kühe, dann die Jungtiere und zuletzt die dritte Kuh und drei Ochsen auf die Weide gelassen, wo sie sich schnell eingewöhnten. Nach der Vegetationsperiode kommen die Tiere zurück auf das

Gelände des Vereins in Haunetal, wo sie überwintern.

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