Bad Brückenau
Glaube

Grüner Gockel als Qualitätssiegel

In der neuen Legislaturperiode des Kirchenvorstands der evangelischen Gemeinde in bad Brückenau stehen verschiedene Felder in der Diskussion
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Will viel anpacken: der neue Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Bad Brückenau. Von links:  Heinrich Meininger, Ulrich Wildenauer, Kirchenpfleger Hans-Dieter Kurrle, Pfarrer Gerd Kirchner, Vize-Vertrauensfrau Ulrike Schaupp, Vertrauensfrau Beate Ehlert, Anna Stefani, Helma Ritter, Sabine Schroll-Reinheimer, Wolfgang Weller. Foto: Horst Storker
Will viel anpacken: der neue Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Bad Brückenau. Von links: Heinrich Meininger, Ulrich Wildenauer, Kirchenpfleger Hans-Dieter Kurrle, Pfarrer Gerd Kirchner, Vize-Vertrauensfrau Ulrike Schaupp, Vertrauensfrau Beate Ehlert, Anna Stefani, Helma Ritter, Sabine Schroll-Reinheimer, Wolfgang Weller. Foto: Horst Storker

Mit der Einführung am 1. Adventssonntag des vergangenen Jahres hat ein neuer Kirchenvorstand das Leitungsamt in der evangelischen Kirchengemeinde Bad Brückenau übernommen. Zur Einführung in das weite Aufgabengebiet tagte das Gremium in Klausur im Schwesternhaus der kleinen Kommunität "Jesu Weg" bei Schloss Craheim nördlich Schweinfurt, ein Ort von dem in den letzten Jahrzehnten deutschlandweit unzählige Impulse in das ökumenische kirchliche Leben ausgegangen sind.

Zunächst wurde der Blick auf die synodale Struktur der bayrischen evangelischen Kirche gerichtet, die exakt parallel zur politischen Struktur Bayerns aufgebaut ist. Synodal bedeutet, dass die evangelische Kirche von "Parlamenten" geleitet wird: bayernweit die Landessynode, regional die Dekanatssynode, (für die hiesige Region tagt sie in Lohr) und örtlich der Kirchenvorstand. Vom Stimmrecht her sind Laien und Geistliche dabei gleichberechtigt. Vor Ort ist der Kirchenvorstand dann verantwortlich für die Verwaltung der Gelder, Anstellungen, Erhaltung der Gebäude, Durchführung von Projekten und für das geistliche Leben in Gottesdienst, Gemeindearbeit und Seelsorge.

Nachdem durch den alten Kirchenvorstand z.B. der Umbau des Gemeindehauses, die Erneuerung der Glockenanlage und im letzten Jahr das Lichtkreuzprojekt mit Ludger Hinse begleitet und gesteuert wurden , stehen in der neuen Legislaturperiode verschiedene Felder in der Diskussion: z.B. Verstärkung des Engagements in der ökologischen Frage etwa durch den sogenannten "Grünen Gockel", ein Ökologiequalitätssiegel für Kirchengemeinden, vernetzende Aktionen für das "Familienbündnis" in Bad Brückenau, Erhaltung der ökumenischen Kultur des kirchlichen Handelns. Kontrovers wurde die Frage des Kirchenasyls und die Rolle der Kirche im Rechtsstaat diskutiert.

Um auch andere spirituelle Gemeinschaften zu erleben besuchten die Teilnehmer regelmäßig die Tageszeitgebete der Craheimer Kommunität und am Sonntag einen Gottesdienst in einen der umliegenden Dorfgemeinden.

Im ganzen wurde deutlich: Der Tenor dieses Wochenendes lag nicht auf ständigem Klagen über den Verfall von alten kirchlichen Strukturen, sondern vielmehr auf der Freude über viele gelungene Aktionen der Vergangenheit und über die Möglichkeiten, die sich durch die Zusammenarbeit mit der katholischen Schwestergemeinde und den Organisationen und Vereinen der Stadt für ein Arbeiten in der Zukunft ergeben.

Als nächstes plant das Gremium die genauere Sichtung der Gemeindearbeitsgruppen und die Bildung von Ausschüssen für die Baumaßnahmen, die Finanzsteuerung und die Gemeinde- und Öffentlichkeitsarbeit - und ganz konkret wurde überlegt, ob man nicht wieder mal einfach etwas von der Schwesterkirche lernen sollte und die Liedanzeige mittels Projektionsgerät vereinfachen und aktualisieren könnte.

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