Offiziell

Getrennt Wandern - gemeinsam Rasten

Auf den Gipfel des Kreuzbergs eröffnete der Rhönklub das Wanderjahr 2018 für die Region Saale-Sinn. Betont wurde die große Angebotspalette für jedes Alter.
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Eröffnung des Wanderjahrs 2018 der Region Saale-Sinn des Rhönklubs auf dem Gipfel des Kreuzbergs mit dem stellvertretenden Regionsvorsitzenden Konrad Tripp und Rhönklub-Präsident Jürgen Reinhardt (rechts). Foto: Marion Eckert
Eröffnung des Wanderjahrs 2018 der Region Saale-Sinn des Rhönklubs auf dem Gipfel des Kreuzbergs mit dem stellvertretenden Regionsvorsitzenden Konrad Tripp und Rhönklub-Präsident Jürgen Reinhardt (rechts). Foto: Marion Eckert
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Rund 300 Rhön- und Wanderfreunde waren der Einladung der Saale-Sinn-Region des Rhönklubs auf den Gipfel des Kreuzbergs gefolgt, um das Wanderjahr 2018 miteinander zu eröffnen. Gekommen waren neben dem stellvertretende Regionsvorsitzenden Konrad Tripp auch Rhönklub-Präsident Jürgen Reinhardt und dessen Stellvertreter Bernd Günder.

"Gemeinsamkeit und Aufrichtigkeit schafft Vertrauen für die Zukunft" - so lautet das Leitmotiv für die Region in diesem Jahr. Konrad Tripp habe es ausgewählt, um auf Missstände und Unstimmigkeiten aufmerksam zu machen, die durch mangelnde Aufrichtigkeit sehr schnell entstehen können. Auch der Rhönklub sei nicht frei von diesen Problemen. Tripp appellierte an alle Mitglieder, dass sie konstruktiv aufeinander zugehen, um das Wir-Gefühl und die Gemeinschaft zu stärken. Gerade das Miteinander sei von epochaler Bedeutung für den Fortbestand des Rhönklubs, der als Heimat- und Wanderverein eine wichtige Säule im Gemeinwesen darstelle. Darauf könne jedes Rhönklub-Mitglied sehr stolz sein.


Erhalt und Betrieb der Hütten und Häuser

An die kommunalen Mandatsträger richtete Tripp die Bitte, den Rhönklub mit seinen 86 Zweigvereinen, in der Region Saale-Sinn sind es 34, mit seinen vielseitigen ehrenamtlichen Aufgaben aktiv zu unterstützen. Denn Natur-, Kultur-, Jugend- oder Wegearbeit seien mehr als eine vereinsinterne sondern eine allgemeine gesellschaftliche Aufgabe. Dazu zählt für Tripp auch der Erhalt und Betrieb der Hütten und Häuser, die in der Rhön ein Kleinod für Jung und Alt darstellen.

Das Miteinander zu pflegen, dazu sollte die Wanderjahreröffnung auch dienen. Denn im Anschluss an die Ansprachen auf dem Kreuzberggipfel stand der Antoniussaal allen Mitgliedern zum Mittagessen und geselligen Miteinander offen.

Rhönklub-Präsident Jürgen Reinhardt unterstrich die Worte Tripps mit seinen Ausführungen. Niemand könne wissen, was das Jahr 2018 bringen werde. Doch der Wunsch nach Glück, Gesundheit und Frieden könne in einer Zeit, in der machthungrige und größenwahnsinnige Politiker an der Tagesordnung seien und zwei kindliche Staatsoberhäupter bereits mit den Säbeln rasseln und sich gegenseitig mit größeren Waffenarsenalen provozieren, nicht hoch genug geschätzt werden. Bei allen Bedrohungen durch die Weltpolitik gehe es aber auch um die Heimat, die bei der Wanderjahreröffnung im Mittelpunkt stand.


Wanderpläne erstellt und an die Mitglieder verteilt

In den einzelnen Zweigvereinen des Rhönklubs seien die Wanderpläne für das laufende Jahr erstellt und an die Mitglieder verteilt. Zahlreiche Wanderungen seien da aufgeführt und für jeden ist etwas dabei. Angeboten werden kleine Ortsbegehungen, Wanderungen mittlerer Größe, Ganztageswanderungen und bei dem einen oder anderen Zweigverein auch Mehrtageswanderungen beziehungsweise sogar Fahrten ins Ausland. "Diese Vielfältigkeit zeichnet den Rhönklub aus. Hier zeigt sich, dass der Rhönklub ein Familienverein ist", sagte Reinhardt.
Der Ausspruch "getrennt Wandern, gemeinsam Rasten", verdeutliche die gesamte Angebotspalette. Getrennt Wandern bedeutet aber nicht, das jeder einzeln seine Wanderung durchführe, sondern das getrennt steht für einzelne Lebensphasen. Eine Familie mit kleinen Kindern und eventuell Kinderwagen könne natürlich nicht so schnell laufen wie eine Wandergruppe in den besten Wanderjahren. Im Alter lasse die Wandergeschwindigkeit erfahrungsgemäß nach, die Touren werden langsamer und kleiner. Doch bei der gemeinsamen Rast beziehungsweise bei der Schlusseinkehr sind alle wieder zusammen, und man rastet gemeinsam. "Hier kommen dann Alt und Jung zusammen, und man tauscht gegenseitige Erfahrungen und Erlebnisse aus." Bestes Beispiel war auch für Reinhardt das gemeinsame Mittagessen im Kloster.


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