Schönderling
Feierlich

Gesegnet, um Leben zu retten

Das Einsatzfahrzeug der Helfer-vor-Ort(HvO)-Gruppe Schönderling wurde unter den Segen Gottes gestellt.
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Gottes Segen und die "TÜV-Plakette des Lieben Gottes" - den Heiligen Christopherus - erhielt das Einsatzfahrzeug der Helfer vor Ort Schönderling am Sonntag. Foto: Beatrix Lieb
Gottes Segen und die "TÜV-Plakette des Lieben Gottes" - den Heiligen Christopherus - erhielt das Einsatzfahrzeug der Helfer vor Ort Schönderling am Sonntag. Foto: Beatrix Lieb
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Bei strahlendem Sonnenschein wurde mit viel Weihwasser, guten Reden und ganz fröhlichen Gästen das Einsatzfahrzeug der Helfer vor Ort (HvO) Gruppe Schönderling unter den Segen Gottes gestellt und erhielt die "TÜV-Plakette des Lieben Gottes" - den Heiligen Christopherus. Alles eingerahmt in einer Wortgottesfeier, unter der Leitung von Diakon Horst Conze und einem gut organisierten "Straßenfest". Denn die Gäste nahmen lieber vor als im Pfarrheim Platz.

In seiner Predigt erläuterte Conze anhand des Evangeliums vom Barmherzigen Samariter den Begriff des "Nächsten": "Respektiere deine Mitmenschen, nehmt euch den Samariter als Beispiel. Wer so handelt, lebt nach Gottes Willen", lobte er die Helfer der HvO-Gruppe Schondra für ihr Vorhaben, "für alle da zu sein, die Hilfe brauchen". Er wünschte jedem Einzelnen, dass er sich in dieser Gruppe auch gehalten fühle.

Auch Bürgermeister Bernold Martin (CSU) war sichtlich stolz und dankbar: "Diese Gruppe ist motiviert, engagiert und überzeugt von ihrer Idee, Menschen in Not zu helfen." Sein Dank galt auch den zahlreichen Spendern: "Innerhalb eines Jahres hat sich viel getan, die Ausrüstung und die laufenden Kosten müssen über Spenden finanziert werden."

Bastian Markert umriss kurz und prägnant die Eckdaten der HvO-Gruppe: Am 1. Juni 2016 in Dienst gestellt, gelang es den ehrenamtlich Engagierten, ein Jahr später ein eigenes Einsatzfahrzeug zu besitzen. An 365 Tagen im Jahr sind sie montags bis freitags von 20 Uhr bis sechs Uhr und am Wochenende und an Feiertagen rund um die Uhr im Einsatz. 5.500 ehrenamtliche Stunden und 80 Einsätze kamen schon zusammen. 300 Stunden wurden neben dem "eigentlichen" Ehrenamt für die Umrüstung des gebrauchten Einsatzfahrzeuges aufgewandt.

Marco Knüttel dankte vor allem Christian Kliem und Bastian Markert für ihr "unglaubliches Engagement und den Idealismus, die medizinische Erstversorgung zu verbessern. Ihr seid kompetente Ansprechpartner vor Ort."
Im Anschluss wurde das Auto mit Marschmusik unter den Klängen des Musikvereins Schondra zum Pfarrheim chauffiert - und dort sofort von vielen Bürgern in Augenschein genommen.

Gerne beantworteten die Helfer vor Ort Fragen. Bezahlen musste an diesem Tag niemand - am Ende jedoch war die Spendenbox reichlich gefüllt.
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