Zeitlofs
Buch

Geschichten vom "Rhöntrompeter"

Eddi Arnold hat ein neues Buch geschrieben. Der Zeitlofser ist seiner alten Heimat noch eng verbunden, deshalb spielen viele seiner Geschichten in Waldberg.
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Eddi Arnold hat ein neues Buch geschrieben. "Der Rhöntrompeter erzählt  Heiteres und Nachdenkliches". Foto: Marion Eckert
Eddi Arnold hat ein neues Buch geschrieben. "Der Rhöntrompeter erzählt Heiteres und Nachdenkliches". Foto: Marion Eckert
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Heiteres und Nachdenkliches hat der "Rhöntrompeter" Eddi Arnold in seinem Musikantenleben erlebt. Sein 70. Geburtstag, den er am 13. Juli feiert, hat ihn inspiriert ein weiteres Buch zu schreiben, in dem er verschiedene Erinnerungen und Anekdoten, erlebte Geschichten zum Schmunzeln, aber auch Nachdenkliches aus einem reichen Erfahrungsschatz als "Rhöntrompeter" zum Besten gibt.

Seit fast 60 Jahren musiziert Eddi Arnold in der Rhön und weit darüber hinaus.  Seine große Passion gilt dem Musizieren mit der Orgel, Trompete, Flügelhorn und der Piccolotrompete, doch sein Herz geht wahrhaft auf, wenn er in Gottes freier Natur ganz alleine musiziert. "Es ist ein unvergleichliches Erlebnis, wenn man nach einem Gewitterregen, wenn der Wald beziehungsweise die Blätter noch voller Feuchtigkeit sind und es windstill ist, von einem Berg in ein bewaldetes Tal mit dem Flügelhorn bläst. Hier findet man sich dann in einem riesigen Natur-Konzertsaal wieder und die Melodien werden über Kilometer weit getragen. Hier finde ich völligen Gleichklang und mein Inneres kommt zur Ruhe, hier halte ich Zwiesprache mit Gott und mit lieben Verstorbenen", sagt Eddi Arnold.

Doch nicht immer und nicht jeder ist begeistert, wenn Eddi Arnold in der Natur sein Instrument auspackt und die Töne erklingen lässt. 1999 stieß er auf einen "rabiaten Jagdpächter", dem die abendlichen Symphonien am Kreuzberg überhaupt nicht gefielen. Wie sich die Auseinandersetzung entwickelte, wie sogar überregionale Fernsehsender auf die Streitigkeiten aufmerksam wurden und die Berliner Philharmoniker ihm ihre Solidarität bekundeten, das erzählt Eddi Arnold in seinem neuen Buch in einer der insgesamt 23 Geschichten.

Im Jahr 2009 nach dem Tod seiner Eltern und des schlimmen Unfalls seiner Frau hat er sein erstes Buch mit dem Titel "Rhön-Vulkanya... Am Abgrund oder Die schlimmsten Wochen meines Lebens" geschrieben. Das nun vorliegende Buch ist eine Sammlung an erlebten Kurzgeschichten und beginnt mit einer poetischen Geschichte zu einer Wanderung durch die Rhön, hinauf zum Kreuzberg. Die Geschichte schrieb Arnold anlässlich des 90. Geburtstags seines Freundes und Seelsorgers Pater Dominik Lutz, der von 2001 bis 2010 als Wallfahrtsseelsorger auf dem Kreuzberg wirkte. Das Buch enthält außerdem eine Würdigung an Dominik Lutz anlässlich dessen 70-jährigen Ordensjubiläums sowie einen Liebesbrief von Pater Dominik an seine Basilika Vierzehnheiligen. Wie eng Eddi Arnold über viele Jahre dem Kreuzberg verbunden war, zeigen einige weitere Geschichten. So schreibt er über Pater Alexander Weißenberger, einem echten fränkischen Franziskaner auf dem Kreuzberg. Humorvoll und bodenständig wird es mit der Waldberger Kreuzberg-Wallfahrt, die Arnold im Rhöner Dialekt geschrieben hat. Für alle nicht Waldberger, ist der Text auch übersetzt im Buch zu finden. Die Geschichte zeigt wie zünftig Musikanten und speziell die Waldberger feiern können.

Eine zweite Dialekt-Geschichte enthält das Buch und zwar die Weihnachtsgeschichte in Rhöner Mundart, die das Heilige Paar nach Waldberg versetzt. Die Rhöner Weihnachtsgeschichte ist schon einige Jahre alt und wurde von Eddi Arnold an manchem Weihnachten in der Kirche vorgelesen. Auch bei der "Rhöner Weihnacht" in der Klosterkirche am Kreuzberg, die er initiierte und über viele Jahre organisierte.

Eddi Arnold lebt heute in Zeitlofs, doch seiner Waldberger Heimat ist er noch immer eng verbunden. So spielen viele seiner Geschichten in Waldberg oder beschreiben Erlebnisse und Personen aus seinem Heimatdorf. Dabei entführt Arnold oft in eine längst vergangene Zeit. "Wie war das eigentlich vor 60 Jahren", heißt einer dieser Geschichten. Liebevoll erinnert er an seine Eltern Gertrud und Artur Arnold, die ihren Kindern kostbare Werte mitgegeben haben. Zum Schmunzeln ist die "Beichtgeschichte" seiner Mutter, die als junges Mädchen auf den Kreuzberg ging und im Beichtstuhl Überraschendes erlebte. Ob nun "Der letzte Wilderer von Waldberg", Arnolds "bester Freund Emil Söder" oder "Kardinal Julius Döpfner auf dem Bulldog vom Ölschneider", die Erzählungen rühren das Herz und zeichnen Bilder von längst verstorbenen Personen und damaliger Lebensweise. Dazu gehört auch die überstürzte Fahrt zum "Tröstern um Ernst Mosch", die im übrigen auch im Dialekt zu lesen ist. "Alle Musikanten sind Lumpen, aber nicht jeder Lump ist ein Musikant", dieser Spruch des Waldberger Musikmeisters Simon Söder, der in einigen Geschichten eine Rolle spielt, passt am besten zur Erinnerung an die Reise der Rhönmusikanten nach Hamburg und ihren Abstecher nach St. Pauli, natürlich in Tracht.

Wer Interesse an dem Buch hat, kann sich bei Eddi Arnold direkt melden: Mobil 0171/ 45 80 282 oder per Mail: info@arnold-ofenbaukunst.eu

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