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Sinntal
Erneuerbare Energie

Gemeinde Sinntal bezieht Stellung

Das Thema Windkraft beschäftigt die Vertreter der Gemeinde Sinntal. Ihre Entscheidung zeigt: Sie sind nicht grundsätzlich gegen Windräder in der Rhön.
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Die Vertreter der Gemeinde Sinntal schlagen zwei Flächen für Windräder vor. Symbolbild: Armin Weigel dpa/lby
Die Vertreter der Gemeinde Sinntal schlagen zwei Flächen für Windräder vor. Symbolbild: Armin Weigel dpa/lby
In ihrer Sitzung am Montag stimmten die Vertreter der Gemeinde Sinntal über eine Stellungnahme zum Entwurf des Sachlichen Teilplans für erneuerbare Energie ab. Darin spricht sich die Gemeinde für zwei Vorrangflächen aus: Der Bereich "Senseberg/Breite First" nordöstlich von Sterbfritz sowie der Bereich "Sandberg" bei Oberzell.
"Der Entwurf des Regierungspräsidiums Darmstadt sieht zehn Vorrangflächen für Windkraftanlagen auf unserem Gemeindegebiet vor", erklärt Eckart Michna, Leiter der Hauptfinanzabteilung der Gemeinde Sinntal. Ziel sei es nun, diese Flächen zu vermindern.

Eigenes Gutachten erstellt

Um einen Überblick über geeignete Flächen für Windkraftnutzung zu bekommen, hatte die Gemeinde ein eigenes Planungsbüro beauftragt. Dieses schlug insgesamt zwölf Vorrangflächen vor, die aber unterschiedlich gut für Windkraft geeignet sind. Die Gebiete seien aber nicht mit den Flächen des Sachlichen Teilplans des Regierungspräsidiums für erneuerbare Energie identisch, erklärt Michna.

Die zwei - laut Gutachten - besten Gebiete schlug die Gemeindevertretung nun zur Aufnahme in den Regionalplan vor. Dabei geht es aber ganz klar um einen vorläufigen Entwurf. Bürgermeister Carsten Ullrich (SPD) rechnet nicht damit, dass vor Ende 2015 ein rechtskräftiger Regionalplan für Windkraft vorliegt.

1100 Unterschriften gesammelt

Unterdessen weitet sich der Protest gegen Windräder im Sinntal weiter aus. Die Interessengemeinschaft "Windkraft im Sinntal so nicht" übergab unlängst 1100 Unterschriften an die Gemeinde. Der Unmut richtet sich in erster Linie gegen den geplanten Windpark "Buchonia" auf der "Breiten First". Der Projektträger ist Synenergie, ein Tochterunternehmen der RhönEnergie Fulda. Die Genehmigung für das Projekt sei bereits beantragt, berichtet Michna.

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