Bad Brückenau
Nachgefragt

Fußgängerzone: So geht es jetzt weiter

Nach der Entscheidung des Stadtrats zur Fußgängerzone gibt es noch Unklarheiten. Fakt ist: Die neuen Zufahrtszeiten gelten, sobald der Bauhof die Beschilderung ausgetauscht hat.
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Der Bauhof wird die Schilder in Kürze austauschen. Foto: Ulrike Müller
Der Bauhof wird die Schilder in Kürze austauschen. Foto: Ulrike Müller

Ein Treffen dazu findet am kommenden Montag statt. Menschen, die wegen eines Anliegens mit dem Auto in die Fußgängerzone fahren möchten, dürfen dies dann von 7 bis 13 Uhr tun. Während der Testphase war die Einfahrt bis 18.30 Uhr erlaubt.

Der Lieferverkehr war von jeher nicht betroffen. Fahrzeuge dürfen also nach wie vor von 18.30 Uhr am Abend bis 11 Uhr am Vormittag Geschäfte und Betriebe anfahren. Wer privat eine größere Lieferung erwartet oder umzieht, muss sich bei der Stadtverwaltung eine Genehmigung ausstellen lassen - sofern der Transport erst nach 13 Uhr erfolgt.

Den Verkehr verlangsamen

Teil des Stadtratsbeschlusses ist es auch, "in geeigneter Art" die Durchfahrt deutlich zu verlangsamen und das Abkürzen durch die Gassen zu unterbinden. Dafür gibt es mehrere Vorschläge, die von Bremsschwellen auf dem Boden bis hin zum Aufstellen von Pfosten reichen. Auch die Einrichtung einer Spielstraße im Bereich Altstadt war im Gespräch.

Über diese Details werden die Stadträte bei einem weiteren Treffen beraten, das in Kürze stattfinden soll. Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) schlug hierfür eine lockere Zusammenkunft außerhalb einer regulären Stadtratssitzung vor. Verkehrsreferent Karlheinz Schmitt (CSU) hatte zudem angeregt, sich vor Ort ein Bild zu machen. Ein Termin hierfür steht aber noch nicht fest.

Parken ist rechtlich legitim

Für Überraschung während der Sitzung hatte die Einschätzung der Polizei gesorgt, dass das Parken während der erlaubten Einfahrt in die Fußgängerzone durchaus rechtmäßig sei. Auf Nachfrage der Redaktion bestätigt Herbert Markert, Leiter der Polizeiinspektion Bad Brückenau, diese Aussage.

In dem Moment, wo das Fahren durch eine Fußgängerzone teilweise erlaubt wird, gelten die allgemeinen Vorschriften der Straßenverkehrsordnung, sagt Markert. Halten und Parken sei folglich erlaubt - sofern keine Schilder aufgestellt werden, die ein Halte- oder Parkverbot anweisen. Lediglich von 13 Uhr bis 7 Uhr müssen Verkehrsteilnehmer in Zukunft damit rechnen, eine Strafe von bis zu 35 Euro bezahlen zu müssen. Während der erlaubten Einfahrtszeit kann die Polizei haltende oder parkende Autofahrer jedoch nicht ahnden.

Den Bericht zur Entscheidung des Stadtrats lesen Sie hier.

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