Volkers
Bürgerversammlung

Feuerwehr Volkers möchte ehemaligen Kindergarten nutzen

Kindergärten und Schulen sind wichtig, damit junge Familien in den Raum Bad Brückenau ziehen. Da sei man sehr gut aufgestellt, so Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks. Und nicht zuletzt deshalb steigen auch die Einwohnerzahlen, unter anderem in Volkers.
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Wegen des  Neubaus des Kindergartens in Volkers steht das ehemalige Gebäude  leer. Die Feuerwehr zeigt Interesse. Am 17. Juli soll ein einem  gemeinsamen Termin über die Zukunft beraten werden. Marion Eckert
Wegen des Neubaus des Kindergartens in Volkers steht das ehemalige Gebäude leer. Die Feuerwehr zeigt Interesse. Am 17. Juli soll ein einem gemeinsamen Termin über die Zukunft beraten werden. Marion Eckert
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"Absoluter Rekord. So viele Leute bei der Bürgerversammlung in Volkers, das habe ich nicht erwartet", sagte Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU). Offensichtlich interessiert sind die Volkerser an der Entwicklung ihres Ortes und der Stadt Bad Brückenau, doch sie sind auch zufrieden, denn an die  Rathauschefin wurde keine einzige Frage gestellt.

Aber die Bürgermeisterin hatte in ihrer einstündigen Rede auch schon viele Themen vorweg genommen. "So viele Projekte und Arbeit hatten wir noch nie. Daher sind auch die Bürgerversammlungen jetzt erst im Juli. Wir sind vorher einfach nicht dazu gekommen, es zusammen zu stellen. Meine Mannschaft steht unter Druck", so Brigitte Meyerdierks.

Für Volkers sei der Neubau des Kindergartens ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Ortes. Das Richtfest fand vor einem Jahr Anfang Juni statt, der Kindergarten  konnte im Januar schon umziehen. Doch noch seien die Außenanlagen nicht fertig gestellt und vor der 33 Kalenderwoche könne auch nicht damit begonnen werden. Wegen schlechten Wetters im Frühjahr seien diese Arbeit verschoben worden. Damit die Kinder aber in den Sommermonaten auch im Freien spielen können, sei eine vorübergehende provisorische Außenanlage mit Sandkasten und Sonnensegel geplant. Dieses Vorhaben sei mit der Kindergartenleitung abgesprochen worden. "Wunderschön, der kleine Kindergarten: Ich hoffe die Eltern und Kinder wissen es zu schätzen", schwärmt die Bürgermeisterin.

Die Kindergärten in der Stadt Bad Brückenau seien wichtige Einrichtungen, damit junge Familie sich entschließen, in die Kurstadt zu ziehen. Wer nach Brückenau ziehen möchte, der frage häufig zu erst ob es Kindergärten und Schulen gebe und die Stadt sei diesbezüglich hervorragend aufgestellt. Dies schlage sich auch in der Bevölkerungsentwicklung nieder, den Brückenau sei eine der wenigen Kommunen im Landkreis, die einen kleinen Bevölkerungszuwachs verzeichnen könne. Und zwar nicht wegen der vier Seniorenwohnheime, sondern es seien junge Familien, die teilweise zurück in die Heimat kommen.

6525 Einwohner habe Bad Brückenau vor einem Jahr gehabt, heute seien es 6561 Einwohner. Volkers habe voriges Jahr noch 592 Einwohner gehabt, aktuell seien es 628. Durch den Neubau des Kindergartens ist das bisherige Gebäude frei geworden. Die Feuerwehr Volkers habe Interesse gezeigt, es künftig zu nutzen. Wie die Bürgermeisterin erklärte, laufe momentan die statische Untersuchung des Gebäudes, deren Ergebnis abzuwarten sei. Für 17. Juli sei ein Termin mit den Verantwortlichen anberaumt. Mit im Boot sei auch das Amt für ländliche Entwicklung, denn Volkers und Römershag seien als Sanierungsgebiet ausgewiesen.

In Volkers stehe einiges an und es gebe diverse Möglichkeiten zur Optimierung, wie am alten Kindergarten oder in der Dorfmitte. "Was wollen die Volkerser?", fragte die Bürgermeisterin. "Wir können das alles zusammen erarbeiten." Dazu werde sie eine eigene Versammlung einberufen.

Der Fußweg vom Goldenen Kreuz zum Volkersberg werde von der Gemeinde gemäht. Stadträtin Adelheid Zimmermann ließ sich zur Bürgerversammlung entschuldigen und ausrichten, dass sie sich bemühe, diesen alten Wallweg, der Teil des alten Jakobusweges sei, in das archäologische Spessartprogramm aufnehmen zu lassen. "Warten wir die Bemühungen ab. Die Gemeinde mäht", so die Bürgermeisterin.

Und natürlich berichtete sie erneut mit Begeisterung, was sie schon in der Bürgerversammlung im Staatsbad verkündet hatte: "Unser Georgi-Sprudel ist die einzige Quelle in Bayern, die von allen Krankenkassen für ambulante Trinkkuren anerkannt wurde. Keine Quelle in ganz Bayern und wohl in Deutschland ist so super wie unsere in Bad Brückenau. Wir können jetzt voll in die Werbung einsteigen. Das Wasser der Georgi-Quelle kann als Medizin verschrieben werden."

Das sei eine so tolle Nachricht für Bad Brückenau, schwärmte Meyerdierks. "So großartig, dass ich es überhaupt nicht beschreiben kann. Eine Riesensache. Ein Schatz, den wir in  unserer Stadt haben."

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