Klosterkreuzberg

Festliche Bläserklänge in der Klosterkirche

Vor vollem Haus fand das festliche Bläserkonzert des Musikvereins Hohenroth in der Klosterkirche auf dem Kreuzberg statt. Die Musiker boten ein breit gefächertes und abwechslungsreiches Programm dar.
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Ein beeindruckendes Bild und Konzert boten die vielen Musiker des Musikvereins Hohenroth  beim Dreikönigskonzert in der Klosterkirche am Kreuzberg. Foto: Marion Eckert
Ein beeindruckendes Bild und Konzert boten die vielen Musiker des Musikvereins Hohenroth beim Dreikönigskonzert in der Klosterkirche am Kreuzberg. Foto: Marion Eckert
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Das festliche Bläserkonzert des Musikvereins Hohenroth am Dreikönigstag setzte den Schlusspunkt hinter die "Böschemer Winterwochen". Voll besetzt war die Klosterkirche am Kreuzberg. So voll, dass eigens Stühle herbeigetragen und in den Gängen aufgestellt werden mussten. Doch noch immer mussten viele Besucher stehend dem Konzert lauschen.

Nicht nur für die Besucher, sondern auch für die Musiker ist das Konzert eine lieb gewordene Tradition, betonte Ursula Enders, die durch das Programm führte. Sie gab dabei weiterführende Informationen zu den Stücken und der Musikkapelle. Es war ein prächtiges Bild, die über 50 Musiker aller Altersstufen, die sich im Altarraum und auf den Stufen gruppierten, und die volle Kirche. "Das haben wir nicht alle Tage", freute sich auch Pater Georg Andlinger über den Erfolg der musikalischen Darbietungen am Kreuzberg. Den Besuchern sicherte er zu, dass durch ihre Anwesenheit bei den Konzerten rund ums Jahr der Kreuzberg auch zu einem kulturellen Ort in der Rhön werde.

Einige Stücke aus dem Jahreskonzert

Wie in jedem Jahr hatte die Kapelle auch diesmal einige Stücke aus dem Jahreskonzert dabei, das traditionell am Vorabend des 1. Advents in Hohenroth stattfand. Dirigent Michael Baumgart hat das Programm für den Kreuzberg um einige festliche Stücke ergänzt und somit ein breit gefächertes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Ursula Enders lud das Publikum zu einer wunderbaren musikalischen Reise ein, bei der sie in die Welt der Harmonie und Musik abtauchen können.

Eröffnet wurde das Konzert mit dem Stück "Signature" des belgischen Komponisten Jan Van der Roost. Weiter ging es mit "Alpina Saga" von Thomas Doos, die in die erhabene Welt der Berge entführte und eine Bergwanderung in all ihrer Pracht und Gefahr mit Tälern, Almen und schmalen Anstiegen bis hin zu einer glasklaren Sternennacht vor einer Berghütte beschrieb. Die Filmmusik zur "The Rose", dem unvergessenen Film über das Leben der legendären Blues-Sängerin Janis Joplin, enthält einige musikalische Kleinode, darunter den bezaubernden Titelsong von Amanda McBroom. An der Piccolo-Trompete war Solist Wilfried Fleckenstein zu hören.

Louis Kaiser zeigt Können

Immer wieder gerne gehört und gespielt: "Nessaja" von Peter Maffay. "Ich wollte nie erwachsen sein...", ein Stück, das berührte und nachdenklich machte. Die Tuba stand im Mittelpunkt von "Tuba Concerto Espanol" von  Kurt Gäble. Als Solist zeigte Louis Kaiser sein Können in dem temperamentvollen Werk mit spanischem Colorit, das die Agilität der Tuba als Solo-Instrument eindrucksvoll herausstellte.

Der Hohenröther "Musikus" und Dirigent der Hergolshäuser Musikanten, Rudi Fischer, hat das Stück "Das Geheimnis der Rhön" arrangiert. In Verbundenheit zur Heimat sang er mit seiner Frau Ute von den "schönen Bergen und den hohen Matten auf dem Rücken der Rhön". Die Melodie entführte auf die Hochrhön, durch das Moor, über die Wasserkuppe bis zum Kreuzberg. Das Stück "Advent am See" wurde 2015 aus Anlass des jährlichen Adventssingens des Kirchenchors Hohenroth geschrieben und beschreibt die Idylle, die besinnliche Stimmung aus Sicht des Komponisten Rudi Fischer am Hohenröther See. Ursula Enders lud das Pubikum zu einem Spaziergang auf dem Pfarrer-Mergenthaler-Weg ein, um das Sonnenlicht zu beobachten, das sich tanzend auf den sich kräuselnden Wellen bricht.

Zugabe auf dem Weg ins neue Jahr

Kein Dreikönigskonzert der Hohenröther auf dem Kreuzberg ohne "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". "Alle Jahre wieder, weil's einfach zu schön ist", schwärmte die Moderatorin von der wunderschönen Melodie, die zu Weihnachten einfach dazu gehört, so wie Plätzchen und der Tannenbaum. Mit dem Stück wollten sich die Musiker von ihrem Publikum verabschieden, doch ohne Zugaben war das dann noch nicht möglich. Sie spielten von Bach den festlichen Choral "Bist du bei mir" und "One Moment in Time", die große Melodie mit berührendem Text aus dem Jahr 1988, gesungen von Whitney Houston bei der Eröffnung der Olympischen Spiele. Die Motivation dieses Songs, der Glauben an die Hoffnung, dass all die Träume, die man so hegt, irgendwann doch in Erfüllung gehen, dass sich all die harte Arbeit irgendwann auszahlt, gaben die Musiker ihrem Publikum mit auf den Weg ins neue Jahr.

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