Züntersbach
Jubiläum

Feier für das alte Bergkirchlein in Züntersbach

Die evangelische Kirche auf dem Züntersbacher Friedhof ist 850 Jahre alt: Zeit für ein kleines und feines Fest
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Die evangelische Kirche in Züntersbach von der Ortseinfahrt Badstraße aus gesehen. Foto: Brigitta Kempe-Wolf
Die evangelische Kirche in Züntersbach von der Ortseinfahrt Badstraße aus gesehen. Foto: Brigitta Kempe-Wolf
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Liebevoll die alte Dame wird die evangelische Kirche auf dem Friedhof in Züntersbach vom Volksmund gerne genannt. Nun wurde deren 850. Geburtstag entsprechend liebevoll, klein und fein, gefeiert.

Das Jubiläum begann mit einem festlichen Gottesdienst, zu dem Pfarrerin Sara Wehowsky die vielen Menschen aus beiden Züntersbacher Kirchengemeinden und Gäste aus Oberzell mit großer Freude und herzlicher Dankbarkeit begrüßte - "das alte Bergkirchlein" war voll besetzt.

Für die Festmusik während des Gottesdienstes sorgten Organist André Kraushaur, der evangelische Posaunenchor und die Damenschola der katholischen Kirchengemeinde. Alexander Glück, Mitglied des Kirchenvorstandes und Lektor, trug die Lesung vor. Die Fürbitten wurden auf ökomenische Weise gebetet, und von Pfarrerin Sara Wehowsky, Anita Wiesner, Alexander Glück und Michael Hergenröther vorgetragen.

Die Festpredigt von Dekan Wilhelm Hammann bezog sich auf das Matthäus-Evangelium und den Vater, der seine beiden Söhne in den Weinberg schickte zum Arbeiten. Einer sagte Ja und ging nicht, der andere sagte Nein und ging dann doch. Das Leben und der Weinberg, beides ist Arbeit, beides sollte aber auch Freude und Vergnügen sein, und die Aufgabe, die Feste des Lebens zu genießen. In Gemeinschaft fröhlich sein, mit Singen und Lachen und Wein, sei immer wieder Gnade und Geschenk. Alles braucht gute Pflege, Herz und Verstand und Gottes Segen. Die Impulse aus Kirche und Leben bringen den Menschen wieder zu dieser Frage "Was meint ihr"?

Bürgermeister Carsten Ullrich freute sich über diesen besonderen Geburtstag: "Die Züntersbacher Kirchengemeinden haben schon öfter gezeigt, dass sie zusammenhalten und zusammengehören." Er lobte das Engagement, denn "da zeigt sich, dass die Kirche lebt, und auch viele Veränderungen der Stabilität nicht geschadet haben". Anita Wiesner vom Pfarrgemeinderat der katholischen Gemeinde verlas ein Grußwort von Pfarrer Henryk, der aufgrund Urlaubs nicht anwesend sein konnte. Kirchenvorsteher Udo Appelt stellte die wechselvolle Geschichte der 850-jährigen "Alten Dame" vor. Simultanskirche war sie schon, Basilica, Kirchenburg und auch Wehrkirche wurde sie schon genannt.

Geburtstagstorten und Kaffee und sonstiges Essen und Trinken luden nach dem Gottesdienst in und um das Gemeindehaus zum Verweilen ein. Viele herzliche Begegnungen und Gespräche zeigten die Freude über das kleine und feine Geburtstagsfest.

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