Riedenberg
Kirmes

Erst Mädels ersteigern, dann tanzen

Elf Paare hatten sich in Riedenberg für eine Woche zusammengefunden, um traditionell Martini-Kirmes miteinander zu feiern.
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Los ging es bei strahlendem Sonnenschein an der Kirche . Elf Kirmespaare tanzten nach dem Umzug durchs Dorf um den großen Plobaum am Sportplatz.Foto: Evelyn Schneider
Los ging es bei strahlendem Sonnenschein an der Kirche . Elf Kirmespaare tanzten nach dem Umzug durchs Dorf um den großen Plobaum am Sportplatz.Foto: Evelyn Schneider
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Ihren Höhepunkt fand die Kirmeswoche in Riedenberg am Wochenende als gemeinsam um den Plo getanzt wurde. Ihren Anfang nimmt die "Kirmes" in Riedenberg immer am Sonntag vorher beim obligatorischen "Weiwerstrich". Dabei handelt es sich um ein viele Jahrzehnte altes Brauchtum, bei dem die jungen Männer ihre " Kirmesfra ersteigern". Eine Woche lang bereiteten auch in diesem Jahr die Kirmespaare schließlich das eigentliche Kirmeswochenende vor, das am Freitag mit der Verkostung des Kirmesweins startete. An diesem Tag wurde die Kirmes auch offiziell mit dem Anbringen des Kirmesstraußes eröffnet.

Am frühen Samstagmorgen machten sich die Burschen auf den Weg in den Gemeindewald, wo der Kirmesplo geholt wurde. Im Dorf angekommen begleitete die Blaskapelle den Plotransport bis zum Sportplatz, wo er schließlich aufgestellt wurde.

Nun hieß es, sich zu beeilen, und sich für den gemeinsamen Kirchgang zurecht zu machen. Der gehört für die Paare immer dazu. Schließlich bedeutet Kirchweih in Riedenberg tatsächlich die Weihe der Ortskirche, die dem Heiligen Martin geweiht ist.

Beim anschließenden Kirmestanz im Sportheim wurde dann tüchtig geübt, um am Sonntag beim Tanz um den Plo eine gute Figur zu machen. Dazu trafen sich die elf Paare an der Kirche. Von hier aus marschierte sie mit Blasmusik durchs Dorf. Dort war natürlich der Kirmesspruch der Höhepunkt, der immer von dem Ploburschen gehalten wird, der die "Teurscht" ersteigert hatte, also das meiste Geld berappte, um sein Wunschmädchen zu bekommen. In diesem Jahr hatte Luis Gerhard für Theresa Heinze den Geldbeutel ganz weit aufgemacht.

In seiner Kirmesrede ging er, wie es der Brauch ist, auf die Begebenheiten der ganzen Woche ein und stellte alle Paare vor. Wer mit wem und warum Kirmes feiert. Zum Abschluss wurde im Sportheim noch einmal ordentlich getanzt und gefeiert, bevor am späteren Abend eine anstrengende Woche zu Ende ging.

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