Wildflecken
Nominierung

Drei zu einer Liste verschmolzen

Unter der Bezeichnung CSU/PWG/OWII gehen die Christlich Soziale Union, Parteifreie Wählergemeinschaft Wildflecken und Ortsteile Wahren Ihre Interessen eine Listenverschmelzung bei einer Kommunalwahl ein.
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Die Kandidaten von CSU/PWG/OWII präsentieren für die Kommunalwahl. Foto: Marion Eckert
Die Kandidaten von CSU/PWG/OWII präsentieren für die Kommunalwahl. Foto: Marion Eckert

Es ist ein Novum für Wildflecken. Erstmals gehen die CSU (Christlich Soziale Union), PWG (Parteifreie Wählergemeinschaft Wildflecken) und die OWII (Ortsteile Wahren Ihre Interessen) eine Listenverschmelzung bei einer Kommunalwahl ein. Ausdrücklich betonten die Vertreter der drei Gruppierungen, Bodo Wachsmann (CSU), Wolfgang Illek (PWG) und Herbert Nowak (OWII), dass es sich um keine Listenverbindung handele, sondern eine Verschmelzung. Die Liste werde unter der Bezeichnung CSU/PWG/OWII geführt.

So eng wie möglich zusammenarbeiten

In seinem Eingangsstatement erläuterte Herbert Nowak die Hintergründe zu dieser Entscheidung. "Es ist ein Zeichen für unseren Willen, so eng wie möglich miteinander zusammenzuarbeiten und nicht gegeneinander." Dieser ausdrückliche Wille zur Zusammenarbeit gefiel auch Walter Gutmann,  der das Nominierungsprozedere im Detail erläuterte und leitete. Einen Bürgermeisterkandidaten stellt die Listenverschmelzung nicht. Wolfgang Illek, der vor sechs Jahren gegen Gerd Kleinhenz kandidierte, steht als Bürgermeisterkandidat nicht mehr zur Verfügung. Allerdings strebt er wieder einen Sitz im Marktgemeinderat an.

Wie Illek erklärte, werden sich die Vertreter von "CSU/PWG/OWII" auch in der neuen Amtsperiode dafür stark machen, dass je ein stellvertretender Bürgermeister aus den einzelnen Gruppierungen kommt. Damit hat Wildflecken in der Kommunalwahl wohl nur zwischen zwei Listen zu wählen, der "CSU/PWG/OWII" und der PWW (Parteifreie Wähler Wildflecken), die den amtierenden Bürgermeister Gerd Kleinhenz bereits Ende Dezember nominiert haben.

Zukünftige Projekte

Der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Illek sieht Wildflecken auf einem guten Weg. Er erinnerte an die vielen Projekte, die in der vergangenen Amtsperiode auf den Weg gebracht und auch abgeschlossen wurden. Dazu zähle die Generalsanierung der Sinntalschule mit dem Neubau der Turnhalle, das größte Einzelprojekt der Marktgemeinde, und der Sinntalradweg, ein Projekt, an das viele nicht geglaubt haben. Natürlich gab es auch viele weitere Aufgaben und Probleme, die zu lösen wären. Illek wörtlich: "Wildflecken hat was, Wildflecken kann was! Wir brauchen uns nicht verstecken." Was die Zukunft angeht, stehen einige Projekte ins Haus, kündigte Illek an. Dazu gehöre die Abwasserentsorgung, sprich die Kläranlage, die den Marktgemeinderat in nächster Zeit intensiv beschäftigen werde. Ziel müsse es sein, die wirtschaftlichste Lösung zu finden. "Wir werden in Zukunft nicht mehr zwei Kläranlagen unterhalten. Ein Neubau in Oberbach für die Gesamtgemeinde, Wildflecken inklusive der Bundeswehr, ist nach jetzigem Stand mehr als wahrscheinlich."

Der Straßenunterhalt in der Gemeinde sei ein großes Problem, ebenso der leerstehende Ratskeller: "Wie lange können wir es noch verantworten, ihn stehen zu lassen?" Der Pump-Track, ein tolles Projekt, das aber kostentechnisch völlig aus dem Ruder gelaufen sei. Der ehemalige Bahnhof: "Schaffen wir es, ihn zu vermarkten und mit in das Radwegenetzkonzept zu integrieren?" Hinzu komme eine angespannte Haushaltslage, die nicht viel Spielraum lasse.

Viel Erfahrung habe Illek mit seinen 24 Jahren als Marktgemeinderat sammeln können. "Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich der jüngste Marktgemeinderat war, heute bin ich mit meinen vier Marktgemeinderatsperioden neben dem Bürgermeister der älteste." Auch wenn es "nur" einen Bürgermeisterkandidaten gibt, bat Illek die Anwesenden, Werbung für die Kommunalwahl zu machen und andere zu motivieren, zur Wahl zu gehen. Schließlich werde auch ein neuer Marktgemeinderat gewählt.

Wahlversammlungen

Walter Gutmann dankte allen, die sich zur Wahl stellen und Bereitschaft signalisieren, Verantwortung zu übernehmen. Das sei ein Beitrag zur Stärkung der Demokratie. Herbert Nowak kündigte an, dass sich die Kandidaten Ende Februar/Anfang März in jedem Ortsteil in Wahlversammlungen vorstellen werden. Auch er dankte für die Bereitschaft zur Kandidatur, denn das Amt als Marktgemeinderat bringe nicht nur Freunde, sondern auch Diskussion und mitunter unliebsame persönliche Erfahrungen, wenn "hintenrum" geredet werde.

Die Kandidaten

CSU/PWG/OWII-Liste: 1 Herbert Nowak (Oberwildflecken, 40 Jahre, Geschäftsleiter, 3. Bürgermeister), 2 Wolfgang Illek (Wildflecken, 59, Physiotherapeut, 2. Bürgermeister), 3 Holger Trump (Oberbach, 44, Berufssoldat, Marktgemeinderat), 4 Christina Szczesniak (Wildflecken, 58, Altenpflegerin), 5 Oliver Masso (Wildflecken, 48, Sanitär- und Heizungsbaumeister, Marktgemeinderat) 6 Peter Nietsch (Wildflecken, 52, Diplom-Verwaltungsfachwirt (FH), Sozialamtsleiter, Marktgemeinderat) 7 Tim Weikard (Wildflecken, 33, Fachkraft für Lagerlogistik) 8 (Sebastian Wirth, Wildflecken, 31, Kfz-Technikemeister), 9 Yvonne Tasarek (Wildflecken, 44, Kinderkrankenschwester), 10 Reinhard Bramowski (Wildflecken, 27, Industriekaufmann), 11 Paul Marek (Oberwildflecken, 35, Kfz-Mechaniker), 12 Christian Kerling (Wildflecken, 39, Schornsteinfeger), 13 Werner Krech (Wildflecken, 56, Diplom-Ingenieur, Qualitätsingenieur), 14 Tim Ruoff (Wildflecken, 44, Diplom-Ingenieur, selbstständiger Patentingenieur), 15 Stefan Hergenröder (Wildflecken, 58, Diplom-Pädagoge (Univ), Lehrer an einer Berufsschule), 16 Bodo Wachsmann (Wildflecken, 55, Diplom-Theologe, Vertriebsberater). Ersatzkandiaten: Diana Nietsch (Wildflecken, 48, PTA, selbstständige Heilpraktikerin), Theo Nowak (Oberwildflecken, 68, Metzgermeister, Marktgemeinderat)

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