Bischofsheim an der Rhön
Umbau

Bischofsheim: Braunsmühle wird zum Innenstadthotel

Im Haus soll auch ein Café entstehen
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Die Braunsmühle soll im Frühjahr nächsten Jahres fertig gestellt sein.  Es entsteht ein  Innenstadthotel mit Gastronomie und Café. Foto: Marion Eckert
Die Braunsmühle soll im Frühjahr nächsten Jahres fertig gestellt sein. Es entsteht ein  Innenstadthotel mit Gastronomie und Café. Foto: Marion Eckert
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Ein kleines, feines Innenstadthotel mit Gastronomie und Café soll in der Braunsmühle entstehen. Auch wenn lange Zeit von außen kaum ein Baufortschritt wahrzunehmen war, ist mittlerweile vor allem im Inneren zu sehen, was schon alles geleistet wurde und zu erahnen , welches Schmuckstück da entsteht. In einem Pressegespräch berichtete Bürgermeister Georg Seiffert über die derzeitigen Arbeiten und die Schwierigkeiten, die zu bewältigen waren. "Wir sind beim Innenausbau. Die Installationen, Trockenbau- und Putzarbeiten werden im Moment erledigt. Gleichzeitig werden die Außenschindel erneuert."

Die Erneuerung des Dachstuhls habe recht lange aufgehalten, da vieles individuell angepasst werden musste. "Es ist kein in der Zimmerei vorgefertigter Dachstuhl, der nur drauf gesetzt werden musste." Die Braunsmühle in Bischofsheim ist ein Einzeldenkmal. Die ältesten Teile stammen aus der Barockzeit, Datierungen verweisen auf das Jahr 1720. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Mühle mehrere An- und Umbauten erfahren.

Das Anwesen wurde der Stadt Bischofsheim geschenkt und damit war die Stadt in der Verpflichtung, diese geschichtsträchtige Mühle zu erhalten und eine neue Nutzung zu finden. Die Braunsmühle gilt mit ihrem Erdgeschoss aus Basalt und dem verschindelten Obergeschoss als ein typisches Baudenkmal in der Rhön. Durch zahlreiche oft nicht fachgerecht ausgeführte Umbaumaßnahmen und Feuchtigkeitsschäden sowohl durch das Mühlwasser als auch durch das undichte Dach war die Substanz der Mühle und der technischen Ausstattung akut gefährdet.

Die Braunsmühle prägt das Ortsbild am Mühlwasser entscheidend. Daher habe die Stadt im Herbst 2016 den mutigen Schritt gewagt, mit großzügiger finanzieller Unterstützung des Freistaates Bayern die Brausmühle zu sanieren und umzubauen. Zunächst habe es bei den Rückbauarbeiten immer wieder "Überraschungen" gegeben, die den Baufortschritt lähmten, erinnert Seiffert an die anfänglichen Probleme. Schließlich habe die aufwendige statische Sicherung erfolgen können.

Ausdrücklich betonte der Bürgermeister, dass alle Arbeitsschritte stets in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege stattfinden.  Ziel der Umbauarbeiten sei es, den ursprünglichen Charakter der Braunsmühle weitgehend zu erhalten, aber gleichzeitig Weichen für die neue Nutzung zu stellen. So wurden die Raumhöhen wo dies möglich war optimiert. Die Deckenbalken im Dachgeschoss wurden um teilweise 50 Zentimeter erhöht, damit das neue Dach aufgerichtet werden konnte. Die Fenster werden teilweise erneuert, teilweise können alte Fenster restauriert werden, gleiches gelte für die Innentüren. Zu den nun folgenden Bauarbeiten zählen die Estricharbeiten und der Bodenbelag, Schreinerarbeiten und die weitere Fassadengestaltung. "Nach Aussage des Bauleiters ist die Fertigstellung für Frühling nächsten Jahres geplant", sagte Seiffert. Er ist überzeugt, dass die Braunsmühle eine Bereicherung für Bischofsheim und die ganze Region darstellen wird.

Im städtebaulichen Entwicklungskonzept werden der Umbau und die Sanierung der Braunsmühle und die Reaktivierung der alten Mühlentechnik für touristische Zwecke als Impulsprojekt mit hoher Priorität beschrieben.  Und natürlich werde auch der große Schutzengel wieder seinen Platz im Giebel bekommen, wobei das Original im Pflegeheim Hammermühle steht, es werde eine Kopie  an der Baunsmühle angebracht.

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