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Kirche

Bischof Franz Jung besuchte den Kreuzberg

Zum Fest der Kreuzerhöhung kam der neue Würzburger Bischof Franz Jung auf den Kreuzberg. Viele Menschen wollten ihn erleben und begrüßen.
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Am 15. September 2018 besuchte der neue Würzburger Bischof Franz Jung den Kreuzberg. Foto: Marion Eckert
Am 15. September 2018 besuchte der neue Würzburger Bischof Franz Jung den Kreuzberg. Foto: Marion Eckert
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Einen großen Empfang haben die Gläubigen aus den Dekanaten Bad Neustadt, Hammelburg und Bad Kissingen dem neuen Würzburger Bischof Franz Jung auf dem Kreuzberg bereitet. Lange vor Beginn des Gottesdienstes waren die Plätze vor dem Freialtar belegt. Die Menschen wollten den neuen Bischof erleben und begrüßen.

Begrüßt wurde der Bischof von Bad Neustadts Dekan Andreas Krefft. Mit Spannung sei der Besuch des Bischofs erwartet worden. Dass er nun gerade zum Fest der Kreuzerhöhung komme, das schon seit alters her auf dem Kreuzberg stets in besonderer Weise gefeiert werde, sei eine besondere Freude. Über die Rhöner Mentalität klärte Krefft den Bischof dann auch gleich auf: "Die Menschen rund um den Kreuzberg können beim ersten Kontakt einen ruppigen Eindruck erwecken, aber beim näheren Kennenlernen zeigt sich unter der rauen Schale ein großes Herz."

Das Kreuz, der Kreuzberg, die Franziskaner, der heilige Franziskus - eine Kombination, die Bischof Jung nutzte, um über seinen Namenspatron zu predigen. In San Damiano habe der große Heilige betend vor dem Kreuz verweilt und erfahren, wie ein Gebet und Gottes Wort das Leben komplett verändern können. "Wenn der Mensch lange genug vor dem Kreuz verweilt und betet, beginnt das Kreuz zu sprechen", sagte der Bischof.

Predigt über heiligen Franziskus

Ein weiteres wichtiges Erlebnis war die Begegnung mit dem Aussätzigen, den Franziskus umarmte und küsste. "Was vorher unannehmbar schien, worum er immer einen großen Bogen machte, Menschen, die er immer gemieden hatte, die konnte er nun annehmen", sagte der Bischof. Franziskus sei aufgegangen, dass Gott selbst die Menschen annehme, mit allem was sie selbst nicht annehmen und wahrhaben wollen.

Noch tiefer sei Franziskus berührt worden, als er zwei Jahre vor seinem Tod auf dem Berg Alverna die Stigmata Christi empfing. Von den Wundmalen Christi spannte der Bischof den Bogen zur Kirche heute und den aktuellen Schlagzeilen des sexuellen Missbrauchs, allerdings ohne die Tatsachen konkret beim Namen zu nennen.

Neben den Kreuzbergmusikanten, die im Anschluss an die Messfeier die Prozession um die Klosteranlage begleiteten, sang ein Gemeinschaftschor unter Leitung von Peter Rottmann mit Sängern aus den Chören aus Hammelburg, Bad Brückenau, Sandberg, Münnerstadt, Bad Neustadt und Gartenstadt, Mellrichstadt, Bad Königshofen und Nüdlingen. Ebenfalls vertreten war das Blechbläserquartett der Bayerischen Musikakademie Hammelburg. Gäste aus der Politik waren ebenso gekommen wie Vertreter der evangelischen Kirche. Anschließend war Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen des Bischofs.

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