Bad Brückenau

Bad Brückenauer Forstbetriebsleiter Wolfram Zeller in den Ruhestand verabschiedet

Der Bad Brückenauer Forstbetriebsleiter Wolfram Zeller wurde in der Bad Brückenauer Georgi-Kurhalle feierlich in den Ruhestand verabschiedet.
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Stabübergabe am Staatsforstbetrieb Bad Brückenau: Dr. Michael Kutscher (4. von links) übernimmt die Leitung von Wolfram Zeller (3. von rechts). Zu den Gratulanten zählten - neben den beiden Ehefrauen - der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, (4. von rechts), Landrat Thomas Bold (links), der Landtagsabgeordnete Sandro Kirchner (2. von links) und Landrat Thomas Habermann (rechts). Foto: Philipp Bausch
Stabübergabe am Staatsforstbetrieb Bad Brückenau: Dr. Michael Kutscher (4. von links) übernimmt die Leitung von Wolfram Zeller (3. von rechts). Zu den Gratulanten zählten - neben den beiden Ehefrauen - der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, (4. von rechts), Landrat Thomas Bold (links), der Landtagsabgeordnete Sandro Kirchner (2. von links) und Landrat Thomas Habermann (rechts). Foto: Philipp Bausch
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Die Verabschiedung des Forstbetriebsleiters Wolfram Zeller wurde nicht nur dafür genutzt, den langjährigen Mitarbeiter mit einer Urkunde zu würdigen, die der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, überreichte. Sondern gleichzeitig hießen die Verantwortlichen den zukünftigen Forstbetriebsleiter, Michael Kutscher, willkommen. Darüber informierte die Bayerische Staatsforsten (BaySF) in einer Pressemitteilung.

Zu der Feier waren fast 140 geladene Gäste erschienen, darunter fanden sich neben zahlreichen Bürgermeistern, den Landräten Thomas Habermann und Thomas Bold, dem Landtagsabgeordneten Sandro Kirchner (alle CSU) auch langjährige Weggefährten vom scheidenden Betriebsleiter, Kollegen aus der Forstverwaltung, der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten und der benachbarten Betriebe, viele Holzkunden und langjährig mit dem Forstbetrieb Bad Brückenau verknüpfte Unternehmer sowie Vertreter regionaler Vereine und Verbände. Natürlich waren auch alle Mitarbeiter des Forstbetriebs geladen. Für Musik sorgten Gitarrist Carlo Hilsdorf und die Bad Brückenauer Jagdhornbläser.

Nach fast 40 Jahren im Forstdienst verabschiedet sich der Leiter des Staatsforstbetriebs in Bad Brückenau, Wolfram Zeller, in den Ruhestand. Zeller hat den Betrieb seit Gründung der Bayerischen Staatsforsten im Jahr 2005 geleitet. Sein Nachfolger steht auch schon fest: Michael Kutscher tritt seinen Dienst am 1. November an.

Wenn sich Wolfram Zeller in den Ruhestand verabschiedet, "geht eine forstliche Ära zu Ende", wie der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, bei der Verabschiedung betonte. "Sie haben in dieser Zeit den Staatswald in der Rhön mit viel Leidenschaft und als passionierter Waldgestalter bewirtschaftet. Dafür sind die Bayerischen Staatsforsten, aber auch die Menschen in der Region, Ihnen zu Dank verpflichtet", ergänzte Neumeyer.

Seine erste Stelle hatte Zeller 1982 der damaligen Oberforstdirektion Würzburg angetreten. 1989 folgte der Wechsel an das Forstamt Gräfendorf, wo er die Stelle des Stellvertretenden Forstamtsleiters übernahm. 1991 bekam Zeller die Leitung des Forstamtes Münnerstadt übertragen. Zeller wurde neun Jahre später Abteilungsleiter an der Forstdirektion Unterfranken und schließlich 2005 Leiter des Forstbetriebs Bad Brückenau bei den neu gegründeten Bayerischen Staatsforsten.

Für Zellers Nachfolger, Dr. Michael Kutscher, geht mit der Forstbetriebsleitung ein Traum in Erfüllung. "Mir gefällt die Region, ich mag die Leute hier, und waldbaulich ist das einer der schönsten Betriebe, die ich mir vorstellen kann." Die Verbindung von Waldbewirtschaftung und Naturschutz auf engstem Raum sei eine wunderbare Herausforderung: "Den Wald zu nutzen und ihn gleichzeitig zu schützen entspricht genau meiner Idee einer modernen Forstwirtschaft."

Kutscher wurde 1976 in Amberg geboren und studierte an der Technischen Universität München in Freising-Weihenstephan Forstwissenschaften. Nach Stationen an der Forstdirektion Oberbayern-Schwaben und der Waldbauernschule in Goldberg wechselte er 2007 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die TU München. Ab 2010 war Kutscher im Leitungsdienst des Forstbetriebs Nürnberg tätig, seit 2015 als stellvertretender Forstbetriebsleiter. 2017 übernahm Kutscher die Leitung der Forsttechnik BaySF in Bodenwöhr. Kutscher dankte in seiner Antrittsrede seinem Vorgänger für die geleistete Arbeit: "Dank Ihres Engagements kann ich einen sehr baumartenreichen, vielfältigen und interessanten Betrieb übernehmen, der Waldumbau in der Rhön war Ihnen ein großes Anliegen", sagte Kutscher. "Diesen Weg gilt es konsequent weiter zu beschreiten."

Zum Forstbetrieb Bad Brückenau: Der Forstberieb Badbrückenau umfasst die Hochrhön sowie weite Bereiche der Vorrhön. Die acht Forstreviere und rund 16.000 Hektar erstrecken sich von Bad Brückenau im Westen bis Bad Neustadt im Osten und von Motten im Norden bis Euerdorf im Süden. Buchenwälder im Westen und größere Mischwälder in der Vorrhön (Salzforst) im Wechsel mit Eichenbeständen prägen das Waldbild. Eine Besonderheit sind die Fichtenbestände in der Hochrhön. Im relativ strukturschwachen, ländlich geprägtem Gebiet dient der Wald als Arbeitsplatz und Rohstofflieferant für die kleinstrukturierte Sägeindustrie und zur Brennholzversorgung. Die Erholungsfunktion des Waldes so wie der Naturschutz spielen eine wichtige Rolle. Durch naturnahen Waldbau auf ganzer Fläche versucht das Team, allen Waldfunktionen gerecht zu werden.

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