Bad Brückenau
Stadtrat

Bad Brückenau: Wo die Kleinen toben

Die Räte machte sich ein Bild von der Erweiterung des Kindergartens. Es ging um die Gestaltung des Außengeländes - und um etwas wesentlich Wichtigeres.
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Architekt Rudolf Röbig erklärt den Stadträten seine Vorschläge für die Gestaltung der Außenanlagen. Mehrkosten in Höhe von 74.600 Euro stehen im Raum. Foto: Ulrike Müller
Architekt Rudolf Röbig erklärt den Stadträten seine Vorschläge für die Gestaltung der Außenanlagen. Mehrkosten in Höhe von 74.600 Euro stehen im Raum. Foto: Ulrike Müller
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Zehn von insgesamt 20 Stadträten statteten dem Kindergarten Stadtmitte am Montagabend einen Besuch ab. Eingeladen hatte Zweite Bürgermeister Jürgen Pfister (PWG), der die Bürgermeisterin während ihres Urlaubs vertritt. Den Anlass für die Ortsbegehung hatte die Diskussion über die steigenden Kosten in der jüngsten Sitzung des Stadtrats gegeben: Waren die Planer ursprünglich von knapp 1,1 Millionen Euro für die Erweiterung und energetische Sanierung ausgegangen, so sind es mittlerweile rund 185.000 Euro mehr.

Da die Räte die Kosten im Blick behalten wollen, schauten sie sich an, was für Vorschläge Architekt Rudolf Röbig für die Gestaltung des Außengeländes gemacht hatte. Würde alles umgesetzt, was sich Röbig gedacht hat, kämen weitere 74.600 Euro auf die Stadtkasse zu.

Die Vergrößerung der Fläche für Dreiräder und andere Fahrzeuge und das Verlegen von so genannten Flüstersteinen würden rund 26.000 Euro kosten. Stufenelemente zum Sitzen an drei Stellen, die das Miteinander der Eltern fördern, würden mit etwa 14.000 Euro zu Buche schlagen. Vier Mauerabschnitte statt des Zauns könnten für knapp 16.000 Euro gebaut werden - um nur einige Beispiele der Gestaltung zu nennen.

Ein Parkchaos jeden Morgen

Die Räte bildeten sich ihre Meinung. Über die einzelnen Aufträge abgestimmt wird erst bei der nächsten Sitzung am kommenden Dienstag. Ein Punkt kam zur Sprache, als die Gruppe an der Straße stand. "Die Verkehrssicherheit wäre mir eigentlich wesentlich wichtiger", sagte Verkehrsreferent Karlheinz Schmitt.

Schon seit Jahren kommt es regelmäßig zu chaotischen Zuständen, wenn Eltern ihre Kinder bis vor die Tür fahren. Die Stollstraße ist eng und steil. Eigentlich sind es zu wenig Parkplätze, doch wirklich Raum für eine Erweiterung gibt es nicht - will der Stadtrat nicht das Spielgelände beschneiden.

Für Alexander Schlothauer, Vorsitzender des Elternbeirats, wäre eine Lösung dringlich und sinnvoll. "Die Verkehrssicherheit ist hier ein sehr großes Thema", sagte er am Rande. Die Situation sei "schon extrem". Bis zur nächsten Sitzung möchte der Verkehrsreferent Rücksprache mit der Polizei halten, welche Lösungsmöglichkeiten es an dieser Stelle geben könnte.

Kritisch äußerten sich die Räte zur Idee eines Wasserspielplatzes, die der Elternbeirat vorgeschlagen hat. Dabei wurde vor allem die Verschwendung von Trinkwasser und der Schmutz, den nasser Sand unweigerlich mit sich bringt, angesprochen.



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