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Bad Brückenau
Einzelhandel

Bad Brückenau: Werbegemeinschaft vor Neustart

Schon länger zeichnete sich ab, dass das Forum bald Geschichte sein würde. Im Hintergrund liefen Gespräche, Ideen wurden ausgetauscht. Nun werden die erste Pläne konkret...
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Wenn der Einzelhandel Aktionen macht - wie hier beim Mantelsonntag - füllt sich die Fußgängerzone mit Leben. Foto: Ulrike Müller
Wenn der Einzelhandel Aktionen macht - wie hier beim Mantelsonntag - füllt sich die Fußgängerzone mit Leben. Foto: Ulrike Müller
"Die Verunsicherung war relativ groß", sagt Georg Roth, der in der Ludwigstraße eine Parfümerie betreibt. Zusammen mit anderen Einzelhändlern sucht er nach einer Lösung, wie eine Werbegemeinschaft in Zukunft aussehen könnte. "Es muss ja irgendwie weitergehen", sagt Angelika Gerhard vom Haushaltswaren-Geschäft. "Die Aktionen sollen weitergehen, was eben machbar ist", fügt Helene Klubertanz an. Und in der Tat, die verkaufsoffenen Sonntage, Weihnachtsverlosung oder Lichterglanz möchten die Einzelhändler beibehalten. "Es soll ein lockerer Zusammenschluss sein", ergänzt Gerhard Fläschner. Ohne Vorstand und Vereinssatzung.

"Das Forum ist aus meiner Sicht ein Gebilde, das sehr breit gefächert ist", erklärt Roth. Es sei versucht worden, die gesamte Bandbreite von Kur, Fremdenverkehr und Einzelhandel abzudecken. Nun wollen sich die Einzelhändler wieder mehr auf ihr Kerngeschäft konzentrieren: Werbung für sich und die Stadt machen, denn, "es geht ja nur gemeinsam", wirft eine weitere Geschäftsfrau ein. "Die Stadt macht etwas und die Einzelhändler machen etwas."


Thema ist nicht vom Tisch

Was die Fußgängerzone angeht, so drucksen die Geschäfteinhaber etwas herum. "Das Thema ist noch nicht durch, aber...", lässt Lothar Gerhard seinen Satz unvollendet. Die meisten, die nach der Versammlung noch an den Tischen sitzen, wünschen sich eine Öffnung für eine Testphase - zumal sich das im Winter anbieten würde, weil die Gastronomie dann ohnehin keine Tische und Stühle draußen stehen hat. Ein weiterer Anlauf im Stadtrat allerdings scheint ihnen allen zu heiß zu sein.

Und noch eine andere Frage steht im Raum, nämlich die, ob ein lockerer Zusammenschluss ausreicht, um den Herausforderungen gerecht zu werden. "Meine Empfehlung ist, jemand anzustellen, zumindest auf Stundenbasis", sagt Karin Ott, bisher noch eine der beiden stellvertretende Vorsitzenden des Forums. Der organisatorische Aufwand bei Aktionen wie dem kulinarischem Advent oder der Kinder-Stadtrallye sei doch recht hoch. "Da ist die Stadt auch mit gefragt", spricht sie die Finanzierung an. Alles in allem aber ist die Stimmung positiv, wenn auch nicht euphorisch. Die Einzelhändler sind's ja gewohnt, sich wieder aufzurappeln.

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