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Bad Brückenau
Debatte

Bad Brückenau: Wann positioniert sich der Stadtrat?

Seit Monaten diskutiert die Region über einen möglichen Nationalpark in der Rhön. Doch der Bad Brückenauer Stadtrat hat bis heute kein Statement abgegeben.
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Bei einer Info-Veranstaltung der Brückenauer Rhönallianz am 11. Juli stellten viele Bürger ihre Fragen ans bayerische Umweltministerium. Foto: Ulrike Müller
Bei einer Info-Veranstaltung der Brückenauer Rhönallianz am 11. Juli stellten viele Bürger ihre Fragen ans bayerische Umweltministerium. Foto: Ulrike Müller
Zwei wichtige Themen stehen auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung am Dienstag, 8. August: die Vergabe der Bauarbeiten für den Kindergarten Regenbogenland und der geplante Radweg auf der Bahntrasse. Das Thema Nationalpark fehlt. Während andere Kommunen im Umland sich bereits schon vor Wochen positioniert oder zumindest den Nationalpark öffentlich diskutiert haben, äußerten sich in der Stadt nur einzelne Kommunalpolitiker dazu.

"Ich habe eindeutig mein Statement abgegeben", weist Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) darauf hin, dass sie sich mehrfach positiv zu einem möglichen Nationalpark in der Rhön geäußert hat. Zudem habe man erst die Veranstaltung der Rhönallianz abwarten wollen, "damit alle auf einem Informationsstand" seien. Diese Sitzung fand am 11. Juli in Schondra statt, der Stadtrat war anwesend. Inzwischen habe sich der Sachstand erneut geändert, sagt Meyerdierks. Sie kündigt für die Sitzung am Dienstag an, dass 2. Bürgermeister Jürgen Pfister (PWG) von der Kreistagsfahrt in den Nationalpark Bayerischer Wald berichten werde.


Tourist-Info wartet ab

Auch die städtische Kurverwaltung verhält sich ruhig. "Ich halte es für richtig, erst einmal abzuwarten", sagt Karin Bauer, Leiterin der Tourist-Info. Die Gebietskulisse verschiebe sich ohnehin noch einmal, so dass sie sich voll und ganz auf das Heilquellenprojekt konzentrieren wolle. Benachbarte Kurorte handhabten das anders und positionierten sich - im Fall von Bad Bocklet - offensiv. So überreichte der Kur- und Fremdenverkehrsverein der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) ein Konzept für einen nachhaltigen Kurwald mit Waldtherapiezentrum, der gut in einen Nationalpark passen würde. Für einen ähnlichen Vorstoß sieht Meyerdierks keine Kapazitäten bei den Mitarbeitern der Tourist-Info: "Unabhängig davon, ob ein Nationalpark kommt oder nicht, müssen wir unsere Arbeit vor Ort machen."

Die Staatliche Kurverwaltung im Staatsbad hält sich ebenfalls bedeckt - wenn auch aus anderen Gründen. "Wir haben eine Neutralitätspflicht dem Freistaat Bayern gegenüber", erklärt Kurdirektorin Andrea Schallenkammer. Man kommuniziere aber intern - mit welchem Inhalt ließ sie sich allerdings nicht entlocken.
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