Bad Brückenau
Umfrage

Bad Brückenau: Viele Stadträte sagen noch nichts

Nicht einmal die Hälfte der Bad Brückenauer Stadträte beteiligt sich an einer Umfrage zur Kommunalwahl 2020. Lediglich sieben Stadträte äußern sich.
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Symbolbild: Arne Dedert/dpa
Symbolbild: Arne Dedert/dpa

Jürgen Pfister (PWG) Erst im Sommer möchte zweiter Bürgermeister Jürgen Pfister die Entscheidung treffen, ob er noch einmal für den Stadtrat antritt. Die Liste seiner Ämter ist lang: Seit 1984 sitzt er im Stadtrat und ist also schon fast 35 Jahre dabei. Seit 1990 ist er als Kreisrat aktiv. Zudem engagiert er sich seit Jahren ehrenamtlich als Schöffe am Amtsgericht Bad Kissingen. Von 1984 bis 1990 war Pfister zudem Referent für Jugend und Sport. Seit 2012 arbeitet er in der Lenkungsgruppe der Fairtrade-Stadt mit und seit 2014 ist er 2. Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl 2014 holte Pfister von allen Räten die meisten Stimmen: Es waren insgesamt 2307. Warum der 70-Jährige das macht? "Stadtrat zu sein, das bedeutet für mich, mich für die Belange der Bürger einzusetzen", antwortet Jürgen Pfister.

Eberhard Schelle (PWG) Ein klares Ja antwortet Eberhard Schelle auf die Frage, ob er nochmals für den Stadtrat kandidieren möchte. Seit fast sieben Jahren ist der 68-Jährige dabei. Im Juli 2012 rückte Schelle für Werner Kenner nach, der aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden war. Zunächst vertrat Schelle die Gruppierung Bürger für Bürger. Nach deren Auflösung wechselte er zur PWG. Seine Motivation für das Amt als Stadtrat ist, "an der Entwicklung meiner Heimatstadt mitzuarbeiten und meine Vorstellungen mit einbringen zu können". Was er damit meint? In erster Linie sein Herzensprojekt, die städtischen Friedhöfe. Hierfür ist er als Referent zuständig und bringt unter anderem den Wegebau voran. Auch im Rechnungsprüfungsausschuss ist Schelle vertreten.

Heribert Jakobsche (PWG) Für Heribert Jakobsche war von Anfang an klar, dass es seine letzte Wahlperiode werden würde. Der 65-Jährige folgte im Jahr 1993 Hans Dietrich Unger nach, sitzt also seit 26 Jahren im Stadtrat. Jakobsche bringt sich als Ortssprecher für Wernarz und das Staatsbad, als stellvertretender Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses und als stellvertretender Vorsitzender der Stadtwerke ein. Er ist zudem im Vereinsleben aktiv: in der Baugenossenschaft, beim FC, als Kirchenpfleger und bei der Feuerwehr. Seine Motivation, sich als Stadtrat zu engagieren, formuliert er wie folgt:, "Aktiv an der Entwicklung der Stadt und den Stadtteilen mitzuwirken und die Belange aller Vereine und ehrenamtlich tätigen Gruppierungen zu vertreten und zu unterstützen", sagt er.

Dirk Stumpe (PWG) Ein ganz klares Ja äußert Dirk Stumpe zur nächsten Stadtratswahl. Seit 2002 ist der 44-Jährige im Amt, also bereits in der dritten Runde. Zunächst gehörte Stumpe dem Finanz- und Personalausschuss sowie dem Wirtschafts- und Kulturausschuss an, die es aktuell jedoch nicht mehr gibt. Zudem war er von 2002 bis 2014 Jugend- und Sportreferent, seit 2014 bringt sich Stumpe als Referent für Sport und Vereine ein. "Stadtrat zu sein, das bedeutet für mich, meinen Teil dazu beitragen zu dürfen, meine Lieblingsstadt in eine bedeutsame Zukunft zu führen", begründet Stumpe, warum er erneut als Stadtrat kandieren möchte. Dabei gehe es ihm vor allem darum, "die wichtigen Belange aller Einwohner zu respektieren und deren Ideen in den Stadtrat zu transportieren".

Emanuel Fritschka (PWG) In diesem Sommer möchte Emanuel Fritschka die Entscheidung treffen, ob er nochmals als Stadtrat antritt. Seit zehn Jahren ist er dabei. Von 2014 bis Februar 2019 brachte er sich als Seniorenbeauftragter ein. Als Badearzt und Vorsitzender des Arzt- und Badearztvereins Bad Brückenau setzt sich Fritschka zudem für alle Belange der Kurstadt im Bereich Gesundheit ein. Zusätzlich ist er im Vorstand des Fördervereins Gesundheit in Bad Kissingen und im Vorstand des ärztlichen Kreisverbandes Bad Kissingen tätig. Die Motivation des 70-Jährigen, sich kommunalpolitisch zu engagieren: "Stadtrat zu sein bedeutet für mich, mein Wissen für die Bürger der Stadt in allen kommunalen Belangen einzubringen und an unserer positiven Stadtentwicklung mitzuwirken."

Benjamin Wildenauer (SPD) Seit 2014 sitzt Benjamin Wildenauer für die Liste der SPD im Stadtrat. Der 34-Jährige ist der Jüngste in der Runde. Gleich zu Beginn übernahm er das Amt als Referent für Jugend und Kommunikation. Als Mitglied der Piratenpartei - von November 2017 bis Januar 2019 gehörte er dem Landesvorstand der Piratenpartei Bayern an - kennt er sich besonders mit digitalen Themen aus. Zudem ist er Mitglied des Werkausschusses, der sich mit der Abwasserbehandlung auseinandersetzt. "Stadtrat zu sein, das bedeutet für mich, die Grundlagen für den Erhalt und das Wachsen eines lebendiges Gemeinde- und Vereinslebens mitzugestalten", sagt Wildenauer. Deshalb bringt er sich auch im Förderkreis Europäische Städtepartnerschaften und bei den Karnevalisten ein.

Florian Wildenauer (SPD) Schon jetzt weiß Florian Wildenauer, dass er erneut für den Stadtrat kandidieren wird. Seit Anfang 2015 gehört er dem Gremium an. Er folgte auf Udo Somaruga, der schon nach kurzer Zeit das Amt aus beruflichen Gründen niederlegte. Der 43-Jährige ist Referent für die vier städtischen Kindergärten und Mitglied des Rechnungsprüfungsausschusses. Zudem engagiert er sich als Vorsitzender des SPD-Ortsvereines und stellvertretender Kreisvorsitzender. Stadtrat zu sein bedeute, "Ansprechpartner für jeden Bürger der Stadt zu sein. Ich bin als Stadtrat vereidigt, immer zum Wohle der Stadt und deren Einwohner zu handeln, und bringe mich im Gremium und im persönlichen Gespräch mit der Verwaltung stets ein, um Entscheidungen positiv und konstruktiv zu beeinflussen."

Zwölf Stadträte beteiligten sich an der Umfrage nicht. Die CSU-Fraktion gab geschlossen bekannt, dass sie den Zeitpunkt der Nachfrage für zu früh halte. "Einige Fraktionsmitglieder sind sich in der Frage, ob sie nochmals kandidieren, noch unschlüssig und möchten daher [...] keine Stellung nehmen", begründete der stellvertretende Fraktionssprecher Dieter Seban. Der CSU-Fraktion gehören neun Räte an. Auch Birgit Poeck-Kleinhenz (PWG) teilte mit, sich nicht an der Umfrage zu beteiligen. Adelheid Zimmermann (FDP) und Georg Zeitz (PWG) gaben keinerlei Rückmeldung ab. Erwin Miller wurde von der Redaktion nicht angeschrieben, da er im Mai auf eigenen Wunsch als Stadtrat ausscheidet. Sein Nachfolger steht noch nicht fest.

Den Hauptartikel zur Stadtratswahl im kommenden Jahr lesen Sie hier.

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