Bad Brückenau
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Bad Brückenau: Sportkegler fürchten um Zukunft

Die Kegelbahn in der Sinnflut steht ab 2020 nicht mehr für den Kegelsportverein zur Verfügung. Nun starten die Kegler eine groß angelegte Spenden-Kampagne.
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Mit Schildern und Info-Blättern machte der SKV Bad Brückenau beim Faschingszug am Dienstag auf die unsichere Zukunft des Vereins aufmerksam. Foto: Ulrike Müller
Mit Schildern und Info-Blättern machte der SKV Bad Brückenau beim Faschingszug am Dienstag auf die unsichere Zukunft des Vereins aufmerksam. Foto: Ulrike Müller
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Dieser Auftritt ist ihnen geglückt: Mit großen Schildern und Info-Blättern machten die Kegelsportler beim Faschingszug auf sich aufmerksam. Die Stadtwerke haben den Keglern die Nutzung der Kegelanlage im Untergeschoss der Therme Sinnflut zum Ende des laufenden Jahres gekündigt. Grund ist die anstehende Generalsanierung des Bades. Nun weiß der Verein nicht, wo in Zukunft trainiert werden wird.

"Der Flächenbedarf für die Technik wird steigen. Das wissen wir schon jetzt", erklärt Stadtwerke-Chef Michael Garhamer, warum die vier Kegelbahnen nach den Bauarbeiten den Sportlern nicht mehr zur Verfügung gestellt werden können. "Die Sanierung war immer im Gespräch", bestätigt der Vereinsvorsitzender Bernd Hörmann.

Bahnen werden abgerissen

Bisher sei der Verein aber davon ausgegangen, nach der Sanierung die Kegelanlage weiter nutzen zu können. Die Damen spielen in der vierthöchsten Liga, der Landesliga Nord. Da seien vier Bahnen Pflicht, ergänzt er. Auch sonst sind die Sportkegler erfolgreich. Emma Hörmann ist kürzlich dritte Bayerische Meisterin geworden.

Ein Ersatzquartier zu finden, ist schwer. "Wir haben an den alten Bahnhof oder die FC-Halle gedacht", erklärt Hörmann. Doch schon jetzt ist klar: Die finanziellen Reserven des Vereins reichen nur für den Innenausbau und neue Bahnen. Denn die Bahnen in der Sinnflut sind hineingegossen und damit nicht transportierbar. Der Verein hat ein Spendenkonto eingerichtet. Es ist zweckgebunden. Wenn die Kegler es also nicht schaffen, genug Spenden für den Bau eines neuen oder die Sanierung eines Bestandsgebäudes zu sammeln, fließt das Geld zurück.

Alter Bahnhof wird es wohl nicht

Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) kennt das Problem. "Die Kegler machen eine unheimlich tolle Jugendarbeit", sagt sie, macht aber auch klar, dass es viele Vereine in der Stadt gebe, die ihr eigenes Vereinsheim betreiben. "Ich habe im Moment kein städtisches Gebäude, was den Ansprüchen entspricht." Was den Bahnhof anbelangt, so geht die Rathaus-Chefin davon aus, dass das Gebäude abgerissen werden muss.

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