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Bad Brückenau
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Bad Brückenau: Mundschutz nähen im Akkord

Barbara Bieler näht Atemschutzmasken. Das Seniorenheim Sinntal ist ein dankbarer Abnehmer.
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Jeder Mundschutz, den Barbara Bieler in Bad Brückenau mit einfachen Mitteln anfertigt, ist ein Unikat. Sie hofft, dass viele Hobbyschneiderinnen ihrem Beispiel folgen und so Versorgungslücken schließen. Foto: Rolf Pralle
Jeder Mundschutz, den Barbara Bieler in Bad Brückenau mit einfachen Mitteln anfertigt, ist ein Unikat. Sie hofft, dass viele Hobbyschneiderinnen ihrem Beispiel folgen und so Versorgungslücken schließen. Foto: Rolf Pralle

Als Barbara Bieler davon hörte, dass in Zeiten von Corona die Atemschutzmasken knapp werden, wollte die Bad Brückenauerin vor Ort sofort helfen.

Die 70-Jährige setzte sich an ihre Nähmaschine und begann in Heimarbeit mit der Produktion der begehrten Protektoren. Die entsprechende Anleitung hatte ihr Mann aus dem Internet herunter geladen und ausgedruckt. "Außerdem war ja auch eine ausführliche Beschreibung mit verständlichen Zeichnungen in der Zeitung", sagt die Seniorin.

Bad Brückenauerin produziert Mundschutz in Heimarbeit

Telefonische Kontakte zu potenziellen Abnehmern waren schnell geknüpft. Gudrun Friedrich-Kleine vom Seniorenheim Sinntal beispielsweise habe sich von der Idee "total begeistert" gezeigt. "70 Masken habe ich für die Belegschaft schon kostenlos ausgeliefert - pro Person je eine zum Gebrauch und eine zum Wechseln, wenn die andere in der Wäsche ist ", sagt Barbara Bieler.

Außer einer gesunden Portion an wohltätigem Engagement und etwas handwerklichem Geschick brauche man nur noch Nadel und Faden, ein Stück biegsamen Draht und ein ausrangiertes Betttuch oder ähnliche Textilien. "Farbe und Muster sind dabei völlig egal. Nur muss der Stoff unbedingt Baumwolle sein, die bei mindestens 60 Grad waschbar ist", erläutert die Hobbyschneiderin. Sie hofft nun, dass noch mehr Frauen in der Stadt ihrem Beispiel folgen und sich zum Wohle der Allgemeinheit in den Dienst der guten Sache stellen.

Wer beim Nähen überhaupt nicht mit der ungewohnten Materie zurechtkommt und trotzdem helfen will, könne Barbara Bieler jederzeit unter Tel.: 09741/3034 um Rat Fragen. "Da erläutere ich gern die einzelnen Arbeitsschritte und habe auch so manchen Tipp parat", verspricht die agile Brückenauerin, der die völlig neue Art der Arbeit mittlerweile recht flott von der Hand geht.

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Sie selbst fertigt auch weiterhin "im stillen Kämmerlein" die begehrten Schutzmasken. Denn nachgefragt werde das innovative Produkt Marke Eigenbau mittlerweile von verschiedenen Einrichtungen, die von Schwierigkeiten beim Materialnachschub betroffen sind.