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Bad Brückenau
Stadtrat

Bad Brückenau: Luftgutachten fällt positiv aus

Ein Jahr lang hat der Deutsche Wetterdienst die Luftqualität gemessen. Das Ergebnis ist gut. Bad Brückenau darf sich also weiterhin Heilbad nennen.
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Ein Jahr lang entnahm Werner Übelacker vom Bauhof Proben an der Luftmessstation am Alten Rathausplatz. Foto: Archiv/Ulrike Müller
Ein Jahr lang entnahm Werner Übelacker vom Bauhof Proben an der Luftmessstation am Alten Rathausplatz. Foto: Archiv/Ulrike Müller
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Positive Nachrichten überbrachte Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) dem Stadtrat am Dienstagabend. Das Luftgutachten des Deutschen Wetterdienstes ist positiv ausgefallen. Damit darf die Stadt auch weiterhin mit dem Prädikant "Heilbad" für sich werben. "Da freuen wir uns natürlich sehr", sagte Meyerdierks. Bad Brückenau habe "in jeder Hinsicht nur positive Werte".

In Kurorten werden alle zehn Jahre die bioklimatischen Verhältnisse sowie die Luftqualität von einer unabhängigen Stelle überprüft. Ein Jahr lang dauert die Untersuchung. In Bad Brückenau wurden zwei Messstationen eingerichtet: eine im Kurgebiet hinter dem Feuerwehrhaus und eine in einem so genannten Verkehrszentrum. Der Deutsche Wetterdienst wählte hierfür den Alten Rathausplatz aus. Die Anlagen maßen die Belastung mit Stickstoffdioxid, Ruß sowie Fein- und Grobstaub.

Ergebnis liegt im mittleren Bereich

Die Messreihe lief bis zum Sommer. Das Ergebnis attestiert Bad Brückenau eine "kurortübliche Belastung". Etwa 200 Kurorte hat der Deutsche Wetterdienst in den Jahren 2009 bis 2015 überprüft. Was die Stickstoffbelastung angeht, so liegt Bad Brückenau auf Grundlage dieser Daten etwa im mittleren Bereich, also noch weit unter dem Richtwert. An der Messstation am Alten Rathausplatz sei die Belastung durch Grob- und Feinstaub sowie Rußanteile im Feinstaub gering ausgefallen, heißt es im Gutachten.

An der Messstation im Kurgebiet wurden von vornherein keine Daten zum Feinstaub erhoben. Die Grobstaubbelastung fällt erwartungsgemäß deutlich geringer aus als am Alten Rathausplatz. Die Erleichterung darüber dürfte recht groß sein, denn vor zehn Jahren hatte die Stadt die Grenzwerte nur knapp unterschritten. Seitdem hat der Stadtrat den zunehmenden Schwerlastverkehr mit Sorge im Auge behalten. Die Stadtwerke wiesen immer wieder auf die Belastung der Luft durch das Heizen mit alten Öfen hin.

Die Situation scheint sich nachhaltig gebessert zu haben. Nur während bestimmter Wetterlagen registrierte der Deutsche Wetterdienst eine höhere Schadstoffbelastung der Luft. Dies "kann mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen auf der [...] A7 in Zusammenhang gebracht werden", steht im Gutachten.