Bad Brückenau
Innenstadt

Bad Brückenau: Kinderflohmarkt auf dem Marktplatz

Einen Monat lang ist die Fußgängerzone schon für Fahrzeuge geöffnet. Die Bilanz fällt überwiegend positiv aus. Eine erste Aktion startet am 9. Juni.
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David (von links), Linda und William haben schon mal probeweise einen Stand für den Kinderflohmarkt aufgebaut. Foto: Ulrike Müller
David (von links), Linda und William haben schon mal probeweise einen Stand für den Kinderflohmarkt aufgebaut. Foto: Ulrike Müller
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Ein Nachmittag in der Innenstadt von Bad Brückenau: Menschen laufen durch die Ludwigstraße, die Eis cafés sind gut besetzt. Volker Wedde, Geschäftsführer des Handelsverbandes Bayern für Unterfranken, steht auf dem Marktplatz. "Ich bin total erleichtert", sagt er, während neben ihm ein Kleintransporter hält, der eben in der Metzgerei etwas mitnimmt. "Es wird angenommen, aber nicht überlastet." Die Befürchtungen im Vorfeld seien nicht eingetroffen.

Auch Anja Müller aus der Ludwigs-Apotheke ist erfreut. "Ich habe erst heute mit zwei Frauen gesprochen, die sich total gefreut haben, dass sie mit dem Auto bis vors Haus fahren konnten", berichtet sie. Auch Mütter, die mit ihren kranken Kindern nicht erst durch die Fußgängerzone laufen möchten, hätten positiv reagiert. "Wir hatten ja schon den Fall, dass die Polizei abends Kunden verwarnt hat, als wir Notdienst hatten", erinnert sich Inhaber David Bär.


Durchfahrer am Morgen

Gerade die Einzelhändler in der Innenstadt haben sich lange dafür eingesetzt, dass die Zufahrtszeiten durch die Fußgängerzone erweitert werden. Sie sind daher auch mit der Testphase von vier Monaten zufrieden und berichten von positiver Resonanz ihrer Kunden. Es gibt aber auch andere Stimmen. "Wirtschaftlich ist es total schwierig und die Autos helfen mir nicht", berichtet Roberto Daniel Kopp vom Eiscafé Venezia. Seine Kunden würden lieber laufen. Er beobachte zudem, dass die meisten Autos nur durchfahren - und das teilweise recht schnell.

"Die Geschwindigkeit ist ein Knackpunkt, wo man noch Bewusstsein bei den Leuten schaffen muss", sagt Adolf Dörflinger von der Werbegemeinschaft. Deshalb wird bald eine zweite Messanlage installiert werden. Sie soll auf Höhe des Buchladens aufgestellt werden und durchfahrende Autofahrer daran erinnern, dass Schritttempo gefahren werden muss. "Gerade zwischen 7 und 8 Uhr wird zu schnell gefahren", berichtet Karlheinz Schmitt, Verkehrsreferent des Stadtrats. Im Durchschnitt seien die Autofahrer mit 14 Kilometern pro Stunde unterwegs. "Es funktioniert", fällt sein persönlicher Eindruck aber positiv aus.


Erste Idee wird umgesetzt

Eine Lenkungsgruppe, die die Öffnung der Fußgängerzone begleitet, hat sich bereits dreimal getroffen. Ihr gehören Georg Roth, Adolf Dörflinger, Ute von Landenberg, Helene Klubertanz, Brigitte Derlet, Elke Reim und Roberto Daniel Kopp an. Das erste Projekt, ein Kinderflohmarkt in der Innenstadt, wird Anfang Juni umgesetzt (siehe weiter unten). "Wir haben ein paar Ideen, an denen wir arbeiten", spricht Dörflinger davon, dass es weitere Aktionen geben werde.

In dieser Woche hat sich auch Jonathan Lintzen zum ersten Mal in der Stadt umgeschaut. Der Geografiestudent der Universität Würzburg macht gerade ein Praktikum beim Handelsverband. Er ist für die Erfolgsmessung während der Testphase zuständig und wird in den nächsten Wochen mit Händlern, Passanten und Anwohnern sprechen. Zudem wird er die Daten der Geschwindigkeitsmessanlagen auswerten und den Verkehr durch die Fußgängerzone beobachten. "Um signifikante Umsatzsteigerungen zu sehen, dafür ist die Testphase allerdings zu kurz", stellt sein Chef Volker Wedde klar.


Kinderflohmarkt in der Fußgängerzone

Termin Am Samstag, 9. Juni, stellt die Werbegemeinschaft Bad Brückenau einen Kinderflohmarkt auf die Beine. Von 9.30 bis 13 Uhr können Kinder Spielsachen und andere Artikel verkaufen oder tauschen. Die Werbegemeinschaft stellt bis zu 40 Tische auf dem Marktplatz und in der Ludwigstraße bereit. Die Eltern werden gebeten, sich selbst um einen Sonnenschutz für ihre Kinder zu kümmern.

Anmeldung Kinder, die bei der Aktion mitmachen möchten, sollten sich anmelden - und zwar zwischen 8 und 12.30 Uhr unter Tel.: 09741/ 9300041. Die Standgebühr beträgt 3,50 Euro.
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