Bad Brückenau
Stadtentwicklung

Bad Brückenau: Bürgerwerkstatt zum Bahnhof

Endlich wird die Planung konkret. Am 27. September sind alle Bürger zu einem Workshop eingeladen. Das Areal um den alten Bahnhof und Teile des Georgi-Parks werden neu gestaltet.
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Das Gelände rings um den ehemaligen Bahnhof von Bad Brückenau soll neu gestaltet werden. Die Bürger können ihre Ideen einbringen. Foto: Jürgen Hüfner
Das Gelände rings um den ehemaligen Bahnhof von Bad Brückenau soll neu gestaltet werden. Die Bürger können ihre Ideen einbringen. Foto: Jürgen Hüfner

Viele Bad Brückenauer ärgert schon lange, wie unschön sich das Gelände rings um den ehemaligen Bahnhof präsentiert. Im Zuge der Erstellung des Rhönexpress Bahn-Radwegs rückt das Gelände nun verstärkt in den Fokus. Viele Einheimische sowie Radtouristen fahren täglich daran vorbei.

Nun macht die Stadtverwaltung die Planung öffentlich, und zwar in einem Workshop, der am 27. September um 19 Uhr in der Georgi-Halle abgehalten wird. Es geht um den ehemaligen Bahnhof und Teile des Georgi-Parks bis zur Ernst-Putz-Straße. "Im Rahmen der Bürgerwerkstatt sollen die Gedanken und Ideen der Bürgerinnen und Bürger aufgenommen, gesammelt und diskutiert werden", heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

Zukunft der Bahnhofs noch unklar

Die Pläne hat die Stadt auf Anregung des Stadtrats ins Internet gestellt. Auch die Tourist-Info mache über Facebook Werbung für die Veranstaltung, kündigt Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) an. Sie hofft auf eine breite Beteiligung. "Jeder kann sich einbringen", sagt sie. Bedauerlich sei lediglich, dass die Bürgerwerkstatt parallel zum letzten Feierabendkonzert in dieser Saison laufe. Diesen Termin habe das Architekturbüro organisiert.

An erster Stelle steht zunächst das Areal rings um den Bahnhof. Busbahnhof, Parkplätze und Wohnmobilstellplatz sind zu verteilen. Einen Spielplatz am Rhönexpress Bahn-Radweg mit einer Rastmöglichkeit sieht das Inszenierungskonzept der Rhönallianz vor. Was aus dem alten Bahnhofsgebäude werden wird, sei noch nicht entschieden, sagt Leo Romeis, Bereichsleiter für Infrastruktur, Tourismus und Finanzen.

Die Gutachten über Schadstoffbelastung und Statik lägen inzwischen vor, seien aber noch nicht weiter besprochen worden, sagt er. Sowohl der Abriss des Gebäudes als auch eine neue Nutzung stehen also weiterhin zur Debatte. Auch im gegenüberliegenden Georgi-Park stehen Veränderungen an. Noch nicht in den originalen Plänen vermerkt ist das Ärztehaus, das gegenüber der Capio Franz von Prümmer Klinik gebaut werden soll.

Spielplatz für alle Generationen

Seit Langem spricht die Bürgermeisterin von einem Mehrgenerationen-Spielplatz an der Musikschule. Die Wegeführung im Park steht zur Debatte und auch die Quellanlage des Georgi-Sprudels unter dem Nussbaum am Parkplatz könnten die Planer neu überdenken. Einzig die Georgi-Halle wird zunächst zurückgestellt. "In der nächsten Zeit werden viele unserer öffentlichen Gebäude instand gehalten werden müssen. Wir sind gerade dabei, eine Prioritätenliste zu erstellen", erklärt Meyerdierks. Für das Rathaus holte die Stadt beispielsweise kürzlich Gutachten ein, um den Reparaturbedarf einschätzen zu können.

Die Generalsanierung der Georgi-Halle sei nicht weniger dringlich geworden, allerdings müsse der Stadtrat bald festlegen, welche Maßnahmen zuerst durchgeführt werden sollen, ergänzt Romeis. Er rechnet damit, dass dies ein wichtiges Thema bei den nächsten Haushaltsberatungen sein werde.

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