Bad Brückenau

Bad Brückenau: Bauantrag für altes Landratsamt

Einigermaßen überrascht reagiert der Stadtrat auf einen Bauantrag für das alte Landratsamt. So schnell hat damit wohl niemand damit gerechnet.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das ehemalige Landratsamt steht teilweise unter Denkmalschutz. Ein privater Investor möchte das Gebäude sanieren und 13 Wohnungen bauen. Foto: Archiv/Ulrike Müller
Das ehemalige Landratsamt steht teilweise unter Denkmalschutz. Ein privater Investor möchte das Gebäude sanieren und 13 Wohnungen bauen. Foto: Archiv/Ulrike Müller
+3 Bilder

Es könnte ein gutes Ende nehmen mit dem alten Landratsamt von Bad Brückenau. Entsprechende Hoffnung nährt ein Bauantrag, dem der Stadtrat am Dienstag einhellig zustimmte. Demnach möchte der Eigentümer, die J und P Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft Bamberg, die Nutzung des Gebäudes für Wohnungen ändern lassen. Geplant sind 13 Wohnungen - jeweils vier im Erdgeschoss, erstem und zweitem Obergeschoss sowie eine im Dachgeschoss.

"Wir brauchen dringend Wohnungen in der Stadt", sagte Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) und begrüßte den Bauantrag ausdrücklich. Im Sommer hatte sich Unmut breit gemacht, als das Landratsamt plötzlich wieder im Internet zum Kauf angeboten worden war. Manch einer argwöhnte, das Gebäude sei zum Objekt von Immobilienspekulanten geworden. Der Eigentümer widersprach damals deutlich.

Die nun vorliegenden Pläne sehen Balkone an der nicht denkmalgeschützten Seite des Gebäudes, also in Richtung Hof, vor. Auch an der westlichen Seite des Gebäudes sollen Balkone hinkommen, allerdings kleinere. In Richtung Kirchgasse sind zwei Terrassen geplant. Besonders interessant ist aus Sicht der Stadt die Frage der Parkplätze. 28 Stellplätze gibt es auf dem Gelände, von denen 13 vom Bauherrn beansprucht werden, gab Kämmerer Leo Romeis auf Nachfrage einen Überblick.

Die Überlegung stand im Raum, ob die Stadt die übrige Fläche weiterhin pachten könnte, um einen Teil der Parkplätze zur öffentlichen Nutzung zu erhalten. Des Weiteren regte der Stadtrat an, die vorliegenden Pläne mit dem Gestaltungsleitfaden der Stadt abzugleichen, um dem Architekten möglicherweise noch einige Anregungen für die Gestaltung mitzugeben.

Neue Spielgeräte für den Ehrenberg

Des Weiteren gab die Bürgermeisterin bekannt, dass zwei neue Spielgeräte für den Spielplatz am Oberen Ehrenberg geliefert worden seien. Es handelt sich um eine Rutsche aus Kunststoff und ein Karussell. Sie werden voraussichtlich Anfang April montiert werden. Die Rutsche am Berliner Platz sei mutwillig zerstört worden. Wenn der Tüv einverstanden sei, werde die Stadt dort eine gebrauchte Rutsche aufstellen, die momentan beim Bauhof lagere.

Feuerwehrreferent Manfred Kaiser (CSU) erkundigte sich kritisch nach dem Fortschritt der Ausschreibung für das neue Feuerwehrhaus in Volkers. Er monierte, dass das Schadstoffgutachten und der Abriss schon separat hätten ausgeschrieben werden können. Romeis erklärte, dass die Stadt die Ausschreibungen noch in dieser Woche auf den Weg bringen werde. Kaiser überzeugte das offensichtlich nicht. Er befürchtet eine unnötige Verzögerung des Vorhabens.

Punkt für Punkt aus dem Stadtrat

Abriss Die Baugenossenschaft wird das Gebäude in der Düsseldorfer Straße 29 (hinterstes Gebäude von der Straße aus) abreißen. Das gab die Bürgermeisterin bekannt.

Anpassung Der Stadtrat segnete eine neue städtische Erschließungssatzung ab. Hintergrund ist eine Änderung der Rechtsgrundlagen, auf die sich die Satzung bezieht. Michael Worschech, Geschäftsleiter der Stadtverwaltung, machte deutlich, dass der inhaltliche Stand beibehalten werde. Die Satzung orientiere sich an einer Mustervorlage des Bayerischen Gemeindetages.

Bauvorhaben Einstimmig befürwortete der Stadtrat zwei Bauvorhaben. Im Kalkgrund sollen zwei Einfamilienhäuser mit Garagen gebaut werden.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren