Bad Brückenau
Abwasser

Bad Brückenau: Arbeiten kommen zum Abschluss

Der neue Kanal in der Düsseldorfer Straße ist fast fertig. Besonders die Unterquerung des Röthbaches stellt die Bauarbeiter vor Herausforderungen.
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Arbeiten in der Düsseldorfer Straße: In dieser Woche werden die letzten vier Meter Kanal verlegt. Foto: Ulrike Müller
Arbeiten in der Düsseldorfer Straße: In dieser Woche werden die letzten vier Meter Kanal verlegt. Foto: Ulrike Müller
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Der erste Bauabschnitt der Kanalarbeiten in der Düsseldorfer Straße neigt sich dem Ende zu. In dieser Woche verlegt die Baufirma die letzen vier Meter des neuen Kanals. Danach wird die Straße wieder asphaltiert. Seit Ende Mai haben die Stadtwerke auf einer Länge von 220 Metern den Kanal erweitert und eine neue Wasserleitung verlegt. Die Kosten dafür bewegen sich über einer Million Euro.

Grund für die Bauarbeiten ist, dass bei starkem Regen der Kanal wiederholt übergelaufen ist. Seit einiger Zeit registriert Horst Steinhoff, Leiter der Abwasserbeseitigung der Stadtwerke, dass solche Starkregenereignisse zunehmen. "Der Kanal hat diese Wassermassen nicht mehr gepackt", sagt er. Dass innerhalb von zwei Stunden 20 Liter pro Quadratmeter vom Himmel kommen, sei früher nur selten vorgekommen. "In den letzten zehn Jahren hat sich das gehäuft", ergänzt er.

Zweiter Bauabschnitt folgt

Deshalb verlegen die Stadtwerke nun einen größeren Kanal. Einen Meter Durchmesser, ab dem Röthbach sind es 80 Zentimeter, haben die Rohre. Früher waren es nur 60 Zentimeter im Durchmesser. Die besondere Herausforderung: Die alte Abwasserleitung überquerte den Röthbach oberirdisch. Die neue brachten die Bauarbeiter unter die Erde. Dafür bauten sie rechts und links des Baches große Schächte aus Kunststoff ein, von denen aus der Kanal unter dem Bachbett hindurchgeführt wird.

Die Schächte reichen 6,5 Meter in die Erde, berichtet Stefan Metz, Polier der Firma Müller Bau aus Großenbrach. Auflagen des Wasserwirtschaftsamts und andere Belange sorgten dafür, dass die Arbeiten etwas dauerten, erklärt Steinhoff, lobt aber gleichzeitig die Zusammenarbeit aller Beteiligter. Zwischen Bachbett und Kanal seien gut 1,6 Meter Abstand eingehalten worden, schildert Metz. So ist das Gewässer geschützt.

Im nächsten Jahr wird der nächste Bauabschnitt angegangen, und zwar in der Düsseldorfer Straße und der Josef-Dörflinger-Straße. Von März bis Dezember sollen auf einer Länge von 300 Metern ebenso der Kanal erweitert und die Trinkwasserleitung erneuert werden. Zusätzlich wird eine Stromleitung verlegt. Da die Maßnahme noch nicht ausgeschrieben ist, sind die Kosten noch nicht bekannt.

Einige Hauseigentümer in diesem Bereich haben keinen Gasanschluss. Laut Auskunft von Stadtwerke-Chef Michael Garhamer klären die Stadtwerke zurzeit ab, ob es möglich ist, in diesem Zusammenhang das Klimaschutzpaket der Bundesregierung zu nutzen. Denn wenn die Stadtwerke im Zuge der Bauarbeiten auch eine Gasleitung verlegen, könnten in den Häusern alte Ölheizungen durch Gasheizungen ersetzt werden.

Trinkwasserleitung ist fertig

Die Erneuerung der Trinkwasserleitung in der Ernst-Putz-Straße ist hingegen bereits abgeschlossen. Von August bis Mitte Oktober wurde die Leitung auf einer Länge von etwa 500 Metern neu verlegt. Für die Anwohner war das zeitweise mit Beeinträchtigungen verbunden. Die Arbeiten dauerten auch länger als angekündigt.

Die Verzögerung ist damit zu erklären, dass die Stadtwerke den Abschnitt eigentlich erst im kommenden Jahr hatten anpacken wollen. Nachdem es aber wiederholt zu Wasserrohrbrüchen in diesem Bereich gekommen war, erklärte sich eine Firma bereit, parallel zu einer anderen Baustelle die Verlegung der Trinkwasserleitung zu übernehmen. Die Maßnahme kostete mehr als 100.000 Euro.

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