Motten

Zum Abschluss eine Vollsperrung in Motten

Ein letztes Mal wird die Geduld der Mottener Bürger strapaziert, wenn von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag die Ortsdurchfahrt dicht ist. Aber auchWindkraft beschäftigte die Räte bei der Gemeinderatssitzung.
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Die Baustelle der Mottener Ortsdurchfahrt: Seit 2014 (Bild) ziehen sich diese hin und werden nun am Sonntag beendet.  Foto: Volker Nies
Die Baustelle der Mottener Ortsdurchfahrt: Seit 2014 (Bild) ziehen sich diese hin und werden nun am Sonntag beendet. Foto: Volker Nies
Die Arbeiten an der B 27 in der Ortsdurchfahrt von Motten gehen in die allerletzte Phase. Ab Freitagnachmittag, 17. April, wird die oberste Asphaltdecke aufgebracht. Dazu wird die Ortsdurchfahrt bis Sonntagmittag, 19. April, gesperrt.

Die Gemeinde Motten will den Abschluss der Bauarbeiten mit einem Fest feiern. Der Termin dafür ist noch offen. "Die Mottener Bürger haben zwei Jahre lang durchgehalten. Für einige waren die Bauarbeiten doch eine erhebliche Belastung. Deshalb sollten wir die Fertigstellung feiern", sagte Bürgermeister Jochen Vogel (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Es soll demnach eine offizielle Freigabe der Straße durch Offizielle und unabhängig davon ein Fest geben.
Ortsdurchfahrt: Die Vollsperrung der B 27 in der Ortsdurchfahrt Motten erfolgt von Freitag, 16 Uhr, bis Sonntag, 12 Uhr.
Umleitung: Die Umleitung erfolgt aus Süden vor Speicherz über Oberzell, Heubach und Uttrichshausen - und umgekehrt aus der Gegenrichtung.

Der Gemeinderat gab eine Stellungnahme zu den Windkraftplänen des Regierungspräsidiums Nordhessen ab. Die Behörde in Kassel veröffentlicht, auf welchen Flächen sie Windräder erlauben will und auf welchen nicht. Die Behörde plant zwei Flächen zwischen Kalbach-Heubach auf hessischer Seite und den Mottener Ortsteilen Kothen und Speicherz. Die Flächen sind 43 und 48 Hektar groß. "Windräder dort würden uns massiv beeinträchtigen. Die geplanten Standorte sind ja nur ein paar Steinwürfe von der Mottener Haube entfernt", sagte Vogel. Der Gemeinderat beschloss einstimmig eine Stellungnahme, mit der er die Ausweisung der Flächen ablehnt.

Fernsicht stark beinträchtigt

Der Gemeinderat verweist darauf, dass sich die Gemeinde touristisch entwickeln wolle. Windräder in der Nähe würden diesem Ziel aber entgegenstehen: Windkraftanlagen auf den geplanten Flächen würden die Fernsicht auf dem Aussichtsturm auf der Mottener Haube stark beeinträchtigen. Der Aussichtsturm stelle eines der wesentlichsten touristischen Kernprojekte der Gemeinde Motten dar. Zudem verstoße der Regionalplan gegen das Gebot, grenzübergreifend zu planen. Der Regionalplan Main-Rhön sehe auf dem gesamten Mottener Gemeindegebiet keine Vorranggebiete für Windräder vor.

Der Gemeinderat befürchtet auch, dass die Gemeinde Motten durch den von den künftigen Windkraftanlagen ausgehenden Lärm, den Schattenwurf und die Lichtreflexionen deutlich negativ beeinträchtigt wird.

Der Regionalplan Nordhessen ignoriere auch vorhandene Rotmilan-Brutvorkommen im Grenzgebiet. Zudem sei der Schwarzstorch bei Kothen und Speicherz beobachtet worden. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Bad Kissingen hat ein Projekt begleitet, wobei ein Storchennest bei Speicherz aufgestellt wurde.


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